Der richtige Reisecocktail

 

Wie bei Cocktails kommt es auch bei der Zusammenstellung der Reisekasse auf den richtigen Mix an. Denn Urlauber sollten sich nicht nur auf ein Zahlungsmittel allein verlassen.

Es bietet sich an, überwiegend bargeldlose Möglichkeiten wie ec-Karten, Reiseschecks, Kreditkarten und eurocheques zu nutzen. Diese sind nicht nur sicher, sondern mit ihnen wird die Bargeldversorgung vor Ort oftmals günstiger als der Umtausch zu Hause. Empfehlenswert ist, nur etwas Bargeld für die ersten Tage umzutauschen, es sei denn, im betreffende Land ist die Einfuhr der Landeswährung verboten. Die Banken geben darüber Auskunft.

Mit ec-Karte und persönlicher Geheimnummer (PIN) können sich Reisende weltweit an 540.000 Geldautomaten mit Bargeld versorgen. Tipp: Bei der Bank nach den Kosten fragen. Sie liegen pro Abhebung zwischen 2,50 und 4,50 . Die ec-Karte ermöglicht nicht nur, Bargeld an Geldautomaten abzuheben, sondern auch bargeldlos an elektronischen Kassen mit dem „Maestro“-Logo in den blauroten Kreisen zu zahlen. Der Betrag wird vom Konto abgebucht. Bei Zahlungen im Ausland kommt ein Prozent des bezahlten Betrages, normalerweise mindestens 0,75 und höchstens 4,00 , als Entgelt hinzu.
Reisende finden eine Übersicht der Geldautomaten und elektronischen Kassen in aller Welt im Internetangebot des Bankenverbandes unter http://www.bdb.de.
Auf Grund des mittlerweile weltweit ausgebauten Netzes an Geldautomaten und elektronischen Kassen, nutzen immer weniger Urlauber eurocheques im Ausland. Zahlreiche Länder schränken die Akzeptanz von eurocheques nach und nach ein. In Norwegen und Schweden akzeptieren die Banken seit vergangenem Jahr keine eurocheques zur Bargeldbeschaffung mehr, ab Anfang 2001 folgen Dänemark und Island. Generell läuft das garantierte eurocheque-Verfahren Ende 2001 aus. Bei Verlust der ec-Karte sollte man diese sofort unter dem rund um die Uhr erreichbaren Sperrannahmedienst, Telefon-Nummer 01805/021 021 (aus dem Ausland: Null weglassen und stattdessen die Vorwahl für Deutschland wählen), sperren lassen.

Ein sicheres und weltweit akzeptiertes Zahlungsmittel sind Reiseschecks. Sie können bei Kosten von etwa einem Prozent des Gesamtbetrages bei Kreditinstituten gekauft werden. Der Reisende kann die Reiseschecks dann im Ausland gegen Unterschrift und Vorlage des Reisepasses in Bargeld eintauschen. Die Einlösungskosten sind im Allgemeinen günstig, können jedoch von Bank zu Bank variieren. Nicht begrenzt ist die Geltungsdauer. Bei Verlust ist, nach Vorlage des Kaufbelegs, Soforthilfe vorgesehen.

Für Menschen, die häufig unterwegs sind, bietet sich eine Kreditkarte an. Mit der EUROCARD können Sie weltweit überall dort, wo Sie das „MasterCard“-Zeichen vorfinden, mit der Karte bezahlen, oder an den Bankstellen Bargeld bekommen. Die Kosten im Ausland:
3-4% des abgehobenen Betrages, mindestens aber 5,00 .
Bei Verlust und sofortiger
Benachrichtigung der
GZS-Gesellschaft für
Zahlungssysteme mbH
(Tel. 0 69/79 33-19 10)
oder einer Repräsentanz
des EUROCARD-/MasterCard-Verbandes, besteht praktisch 100-prozentiger Schutz.
Die Selbstbeteiligung im Schadensfall ist auf höchstens 50 begrenzt.

Ausgabe 1 / 2000