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Investmentfonds
– die moderne Form der privaten Altersvorsorge
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| Die Rente ist sicher – das wird niemand bestreiten. Aber genauso sicher ist, dass sie keinesfalls reichen wird, den gewohnten Lebensstandard zu halten. Und deshalb fordern Politik und Versicherungsexperten jeden Einzelnen dazu auf, private Vorsorge für den Ruhestand zu treffen. Hohe Steuer-Freibeträge sollen die Vorsorge attraktiv machen. Doch gerade das Beispiel der gesetzlichen Rentenversicherung zeigt: Es gibt deutliche Unterschiede beim Ertrag, sprich: dem Verhältnis von eingezahlten Beiträgen zu ausgezahlten Renten, und jahrzehntelange Ansparzeiten sind auch keine attraktive Aussicht. In diesem Punkt schneiden praktisch alle anderen Sparformen besser ab. Die Frage lautet daher: Wie legt man sein Geld am günstigsten und sichersten an? | |
| Flexibel und sicher: Investmentfonds | |
| Eine auch von unabhängigen Experten besonders gelobte Anlageform ist die Beteiligung an so genannten Investmentfonds. Sie garantiert in aller Regel eine hohe Rendite, wobei das Geld gleichzeitig auch besonders sicher angelegt ist. Auf reinen Aktienbeständen basierende Fonds können zwar höhere Erträge bescheren, unterliegen jedoch mit ihrem gesamten Kapital den Trends der internationalen Aktienbörsen. Und die können – wie die letzten Monate sehr deutlich gezeigt haben – unter erheblichen Kursschwankungen leiden. | |
| Fonds-Sparen als empfehlenswerte Variante | |
| Banken und Versicherungen haben daher eine Vielzahl von Investmentfonds aufgelegt, an denen man sich auf unterschiedliche Art beteiligen kann. Die verbreitetste Variante ist das Fonds-Sparen. Monatlich oder jährlich wird ein festgesetzter Betrag eingezahlt. Die Fondsgesellschaft legt diese Beiträge auf bestimmte, vorher festgelegte Art an. Ein gewisser Anteil fließt in so genannte Rentenpapiere. Darunter versteht man Anleihen des Staates oder der Gemeinden. Diese Anleihen sind durch die laufenden Steuer- und Gebühreneinnahmen praktisch zu 100 Prozent abgesichert. Das ist der Vorteil. Der Nachteil: Die Zinsen sind relativ niedrig, liegen allerdings immer noch höher als bei einem normalen Sparbuch. Das verbleibende Kapital aus den Beiträgen wird auf dem Kapitalmarkt angelegt. Dabei setzt man auf verschiedene Strategien: Auf relativ sicherer Seite ist man mit Fonds, die auf Grund, Boden und Immobilien basieren. Einlagen in solchen Fonds kann praktisch nichts passieren. Die Erträge stammen aus Wertzuwächsen und Verpachtungseinnahmen und versprechen immerhin recht ordentliche Renditen. | |
| Investmentfonds mit der Möglichkeit größeren Wertzuwachses | |
| Was
ist ein Investmentfond?
Investmentfonds, Vermögen, das im Hinblick auf die Risikostreuung in verschiedenen Wertpapieren angelegt ist. Investmentfonds werden von Investment- Gesellschaften (Kapitalanlege- gesellschaften) aufgelegt, die hierfür eigene Sondervermögen bilden, an denen die Investment-Sparer Miteigentum erwerben. Die Investmentfonds schütten in der Regel Zinsen, Dividende, Bezugsrechterlöse und realisierte Kursgewinne in einem Jahresbetrag aus. Thesaurierende Fonds legen die erzielten Erträge sofort wieder an. Der Sparer kann hier den Vermögenszuwachs nur durch den Verkauf seiner Anteile realisieren. (Definition aus: |
Es gibt auch Fonds, die nur Aktien aus dem Deutschen Aktienkurs-Index DAX kaufen. Andere kaufen z. B. Nemax-Werte des so genannten Neuen Markts (z. B. Gen- oder Computertechnologie-Gesellschaften), die einen höheren Wertzuwachs bringen können, aber auch einem deutlich höheren Kursrisiko unterliegen. |
| Kombiniert = clever kalkuliert | |
| Wer trotz eventueller kurzfristiger Kursschwankungen von den auf lange Sicht hohen Gewinnmöglichkeiten der Börse profitieren, sich gleichzeitig aber auch die Sicherheit von Rentenpapieren zunutze machen will, dem kann man raten, zu kombinieren: Solange man arbeitet und verdient, zahlt man Beiträge in einen seriös geführten Investmentfonds ein. Bei Renteneintritt lässt man sich das Geld auszahlen und investiert in einen Fonds, der überwiegend auf Schulden der öffentlichen Hand basiert, also sicher ist. Ein zusätzlicher Vorteil für Arbeitnehmer: Aufwendungen für fondsgebundene Geldanlagen zur Altersvorsorge sind steuerlich begünstigt. Man kann die Zahlungen absetzen und damit die Steuerlast senken. | |
| Wer die Wahl hat ... | |
| Doch für welchen der unzähligen Fonds soll man sich entscheiden? Der tägliche Blick in den Börsenteil der Zeitung stiftet da oft mehr Verwirrung, als dass er eine Hilfe wäre. Denn auch Fonds unterliegen Kursschwankungen: Wenn mehrere große Aktienpakete plötzlich in den berühmten Keller rutschen (siehe z. B. Telekom), dann verliert der Fonds entsprechend an Wert, und seine Anteile sinken im Preis. Eine recht zuverlässige Hilfe ist hier die Zeitschrift FINANZTEST der Stiftung Warentest. Die Stiftung ist unabhängig und testet in regelmäßigen Abständen die wichtigsten Investmentfonds. Vor der Entscheidung für einen Investmentfonds sollten Sie einen möglichst aktuellen, kompletten Test zu Rate ziehen. Auch den Bewertungen z. B. des Handelsblattes oder anderer großer, seriöser Blätter bzw. Zeitschriften kann man vertrauen. | |
| Bereits ab 25,- € monatlich können Sie dabei sein! | |
| Übrigens: Sie können mit dem Geld, das Sie in Fonds investieren wollen, auch gezielt ein Stück Wirtschaftspolitik betreiben. Denn zahlreiche Gesellschaften bieten z. B. ökologisch ausgerichtete oder auf bestimmten Wirtschaftssparten – wie Dienstleistung oder Energie – basierende Fonds an. Ab 50 €, bei manchen Fonds auch bereits ab 25 € im Monat sind Sie dabei! | |
| Peter Köhler, Reinhard Kuttler |