Glücklicher leben mit Tieren

„Welch angenehme Freunde die Tiere sind. Sie stellen keine Fragen und sie kritisieren nicht.“
(George Eliot)



Pferde zu trainieren und zu versorgen ist eine schöne, ausfüllende Aufgabe, aus der eine tiefe Freundschaft entstehen kann.

Sie schmunzeln? Schön, dann sind Sie jetzt bestens eingestimmt auf ein Thema, das wir heute mal von einer etwas anderen Seite beleuchten möchten. Getreu unserem Motto: „go longlife! – auf zu langem Leben!“ möchten wir Sie dazu ermutigen, sich auf etwas Neues einzulassen und eine ganz besondere Beziehung zu entdecken: die Freundschaft zu einer Katze, einem Hund oder einem anderen Hausgenossen!
Wenn Sie über geringe Einschränkungen, die die Haustierhaltung mit sich bringt, hinwegsehen können, werden Sie mit unbezahlbaren Werten wie Zuneigung, Treue, Spaß und Lebensfreude belohnt. Einerseits nimmt ein Tier viel Zeit in Anspruch. Doch in der Beschäftigung mit dem treuen Gefährten tankt man Energie, baut Stress ab, kann Kontakte knüpfen und länger glücklich leben.
Ausgeglichenheit und Wohlbefinden durch Haustiere



Tiere halten Ihre Gesundheit auf Trab: Sie verlocken zu Bewegung an frischer Luft und trainieren somit Herz und Kreislauf, auch schon beim Spazierengehen, stärken Ihr Immunsystem und bringen als froher Kamerad mehr Lebensfreude.

Ganz egal, ob es regnet, stürmt oder schneit: ein Hund will raus und wird seinem Frauchen oder Herrchen mindestens dreimal am Tag „Beine“ machen. Etwa acht bis zehn Stunden pro Woche ist jeder Hundebesitzer mit seinem Vierbeiner unterwegs, manche sogar noch länger. Der tägliche Spaziergang fördert die Gesundheit und trainiert die Kondition, auch die des Menschen. Die Muskeln werden aktiviert und das Immunsystem positiv gestärkt. Tägliches Gassi gehen hält schlank, beugt Cellulite vor und senkt das Risiko von Herz- Kreislauf- Erkrankungen entscheidend. Die Sauerstoffzufuhr wirkt sich begünstigend auf sämtliche Organe aus und sorgt für Fitness.
In einer australischen Studie, die Anderson, Reid und Jennings 1992 veröffentlichten, wurde belegt, dass Tierbesitzer geringere gesundheitliche Risikofaktoren, wie erhöhte Blutfettwerte und erhöhten Blutdruck, aufweisen und seltener an einem Herz-Kreislauf-Leiden erkranken. Dies ist in erster Linie auf die regelmäßige, körperliche Bewegung zurückzuführen. Bei Menschen, die zu häufigen Stimmungsschwankungen oder zu Depressionen neigen, können Tiere sogar therapeutische Hilfe leisten. Der Psychologe Prof. Reinhold Bergler von der Universität Bonn fand heraus, dass Hundebesitzer Probleme und Schicksalsschläge besser in den Griff bekommen als andere Menschen. Hinzu kommt, dass das Leben mit einem Hund die Selbstdisziplin fördert. „Sich hängen lassen“ geht nicht, man muß einfach hinaus. Und jeder Spaziergang entspannt und hellt die trübe Stimmung auf.
Gefühle – Tiere wecken Emotionen
Tieren gegenüber reagieren viele Menschen ganz anders als im Miteinander mit anderen Personen. Sachlichkeit, Zurückhaltung oder gar Mißtrauen, wie sie oft im Umgang mit fremden Menschen vorherrschen, sind gegenüber Tieren wie weggeblasen. Ihre direkte, unvoreingenommene Art animiert den Menschen, ebenfalls emotional und spontan zu reagieren und weckt Freude und Zuneigung. Wer kann schon widerstehen, wenn einen treue Augen erwartungsvoll anblicken oder wenn man liebevoll gestupst und dadurch zum Spiel aufgefordert wird. Das grazile und selbstbewußte Auftreten von Katzen beeindruckt fast jeden. Die samtpfötigen Stubentiger zu beobachten kann ein fast sinnliches Erlebnis sein. Sie beherrschen ihren Körper meisterhaft und alle ihre Bewegungen sind perfekt aufeinander abgestimmt. Hier kann der Mensch vom Tier sogar lernen.
Schluss mit der Einsamkeit! Viel mehr Spaß macht es zu zweit!
Wer alleine lebt, kennt das unangenehme Gefühl, das einen beschleicht, wenn beim nach Hause kommen niemand auf einen wartet. Wie schön ist es hingegen, vom miauenden Kätzchen oder dem freudig wedelnden Hund begrüßt zu werden.
„Tiere sind wortlos, aber nicht sprachlos“
(W. Struve)
Die Kommunikation mit einem Tier gestaltet sich recht abwechslungsreich. Schmusen, streicheln, spielen und sogar Kommunizieren ist möglich. Katzen z. B. verständigen sich mittels 16 verschiedener Miau-Laute. Ein Tier versteht zwar nicht den Inhalt unserer Worte, doch es hört ganz deutlich Stimmungen aus dem Tonfall des Gesagten heraus. Wenn Frauchen betrübt ist, streicht der kleine Stubentieger besonders sanft um ihre Beine. Auch Hunde spüren ganz genau, wenn ihr Besitzer traurig ist oder Sorgen hat. Dann lenkt so manche unerwartete Kapriole von einem Kummer ab oder tröstet über eine Enttäuschung hinweg.



Ein Hund ist der beste soziale Vermittler. Ganz leicht kommt man über das Tier ins Gespräch mit anderen Menschen.


Tierische Kontaktvermittler
Hundehalter können über ihren Vierbeiner leicht Gleichgesinnte beim Spaziergang kennenlernen. Oft trifft man beim Gassigehen auf Menschen, die auch Kontakte suchen. Hunde sind sehr neugierig und probieren sofort aus, ob sie den Spielkameraden „riechen” können. Bei derartigen Annäherungsversuchen kommen sich natürlich auch die Besitzer näher. Schon so manche dauerhafte Freundschaft ist auf diesem Weg entstanden.
 Tipps:

Helfer für die Psyche auf vier Pfoten?
Sind Sie bereits Hundebesitzer und haben ein bißchen Zeit für andere Menschen übrig? In ganz Deutschland werden ehrenamtliche HelferInnen gesucht, die mit ihrem Hund z.B. Bewohnern von Pflege- und Altenheimen Besuche abstatten. Über das Tier kommt man leicht in Kontakt und oft bildet sich auch eine Basis für Gespräche über andere Themen. Da werden beim Besuchten Erinnerungen an eigene Tiere wach, es wird gestreichelt, gespielt, „Leckerlis“ verfüttert und Freundschaften gepflegt.
Nähere Informationen gibt es bei:

Tiere helfen Menschen e.V.
Münchner Straße 14
97204 Höchberg
Tel. 09 31/4 04 21 20 Fax 09 31/4 04 21 21
oder unter www.thmev.de

Wünschen Sie sich auch einen treuen Begleiter?
Wie wäre es mit einem Tier aus dem Tierheim? Tiere aus dem Tierheim bedanken sich ganz besonders und mit sehr viel Zuneigung bei ihren neuen Besitzern. Sie sind froh, dass die schlimmen Zeiten ein Ende haben und deshalb ausgesprochen treu, dankbar und anhänglich.



Streicheleinheiten für die Seele. Mit einer Katze zu schmusen tut Psyche und Körper gut.

Tiere richtig pflegen und ernähren
Wenn Sie noch kein Tier haben, können Sie Infomaterial mit Tipps zu Haltung und Ernährung von Haustieren beim dt. Tierschutzbund anfordern.

Deutscher Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Tel. 02 28/6 04 96-0 Fax 02 28/6 04 96-40
oder unter www.tierschutzbund.de
Guter Rat – Es gibt für alles eine Lösung!
Zeigt Ihr Tier Verhaltensauffälligkeiten, suchen Sie für die Urlaubszeit jemanden, der sich um Ihren Liebling kümmert? Möchten Sie mit Ihrem Hund in einer Hundeschule in Ihrer Nähe gemeinsam lernen? Hier werden Sie von Fachleuten freundlich und kompetent beraten:

Interessengemeinschaft
Deutscher Hundehalter e.V.
Auguststraße 5
22085 Hamburg
Tel. 0 40/45 47 61

Verein Deutscher Katzenfreunde e.V.
Postfach 74 09 24
22099 Hamburg
Tel. 0 40/45 48 42
Infomaterial über die Beziehung Mensch – Tier
Beim Kuratorium Deutsche Altershilfe
Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V.
An der Pauluskirche 3
50677 Köln, Tel. 02 21/9 31 84 70
können Sie gegen Einsendung von 1,50 € in Briefmarken die interessante Broschüre „Ein Plädoyer für die Tierhaltung in Alten- und Pflegeheimen“ bestellen. Schwerpunkt der Publikation sind die positiven Wirkungen der Mensch- Tier- Beziehungen auf das körperliche, psychische und soziale Befinden.

Petra Ulrich-Frosch

 Info Langfristiger Flohschutz für Ihr Haustier
Wenn Mieze und Bello Flöhe haben, sind herkömmliche Mittel teilweise unzureichend und sie hinterlassen zudem Rückstände am Tier oder in seinem Zuhause. Äußerlich angewandte Insektizide belasten Tier und Umwelt, vernichtet werden nur ausgewachsene Flöhe. Das von Novartis entwickelte “Program” wirkt hingegen, ohne dass chemische Substanzen oder Insektizide auf das Tier und damit in sein Zuhause gelangen: Denn die Wirkung kommt von innen! Es wird monatlich mit dem Futter verabreicht und verhindert die Fortpflanzung der Flöhe.
Für weitere Informationen klicken Sie hier 

Ausgabe 1 / 2002