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Das
Frühstück
Sprungbrett in den Tag |
| Oft lässt es die Hektik des Alltags nicht zu, sich Gedanken über den Start in den Morgen zu machen. Viele Menschen nehmen ihr Frühstück im Stehen ein oder verzichten ganz darauf. Um den Tag fit zu beginnen, ist jedoch ein gehaltvolles Frühstück wichtig, das Kraft gibt und die Gesundheit unterstützt. Lassen Sie uns also ein Augenmerk auf die richtige Auswahl der ersten "Lebens"-Mittel des Tages werfen. | |
| Der Start in den Tag | |
| Ein Blick auf die vorherrschenden Ernährungsgewohnheiten zeigt, warum das Frühstück so wichtig ist. Es fällt auf, dass viele Menschen, die mit Übergewicht zu kämpfen haben, am Morgen nichts essen. Am Abend jedoch verlangt der Körper seinen Tribut und fordert die eingesparten Kalorien auszugleichen. Dann werden übergroße Mengen verzehrt, die der Körper in Form von Fettpölsterchen bunkert. Wird der Tipp beherzigt, bereits zum Frühstück eine ausreichende Portion zu essen, bleibt meist der Heißhunger am Abend aus und morgens wird auch wieder Appetit verspürt. Dabei sind die Frühstückszeiten durchaus variabel. Denn so wie es einigen Menschen leichter fällt morgens aus den Federn zu kommen und anderen schwerer, gibt es Personen, die als erstes nach dem Aufstehen etwas essen müssen und andere, die um 7 Uhr noch keinen Bissen hinunter bekommen. Es wäre unsinnig sich gegen sein Körpergefühl zum Essen zu zwingen. Richtig und wichtig ist, auf das eigene Hunger- und Sättigungsgefühl zu achten und sich – auch wenn es erst spät gegen 9 oder 10 Uhr ist – die Zeit zum Frühstücken zu nehmen. | |
| "Den sticht der Hafer" | |
| Schon unsere Vorfahren, die alten Germanen,
schätzten Hafer als kraftspendendes Getreide. Zum
Frühstück genossen, egal ob gekocht oder zu Flocken gepresst
im Müsli, hat er viele positive Wirkungen auf den menschlichen
Körper. Besonders empfehlenswert ist Hafer, wenn Sie einen
erhöhten Cholesterinspiegel haben. Denn die spezielle Art der
Ballaststoffe des Hafers vermag es, den Blutfettspiegel zu senken, vor
allem das "schlechte" LDL--Cholesterin. Seit Jahrhunderten ist bekannt, dass Pferde, die mit Hafer gefüttert werden, besonders feurig sind. Das Getreide enthält Substanzen, die anregend wirken. Wer phlegmatisch veranlagt ist, kann die stimulierende Wirkung des Hafers nutzen. Haferflockenmüsli mit einem Zusatz an Trockenfrüchten, Nüssen und Sonnenblumen- oder Kürbiskernen kann nach Belieben selbst gemischt oder auch fertig im Handel gekauft werden. Empfehlenswert ist es darauf zu achten, dass kein Zucker zugesetzt wurde (Zutatenliste beachten). Süßen Sie selbst nach Geschmack mit Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft oder Fruchtzucker. Übergossen mit Milch, Fruchtsaft oder Joghurt und mit frischen Früchten angereichert ist dieses Frühstück gut sättigend und liefert eine Fülle an Vitalstoffen. |
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Andere
Länder, andere Sitten Ein Blick über die Landesgrenzen hinaus offenbart, dass die Frühstückssitten in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich aussehen. Das breakfast (englisch: Fastenbrechen) in Großbritannien ist sehr reichhaltig und nimmt einen hohen Stellenwert ein. So gibt es neben den bekannten "ham and eggs" (Spiegeleier mit Speck), Cornflakes mit Milch und Toast mit Orangenmarmelade auch den traditionellen gekochten Haferbrei, den sogenannten Porridge. Die Milch bringt den Briten übrigens immer noch jeden Morgen der Milchmann. In den südlicheren Ländern Europas fällt das Frühstück meist eher spartanisch aus. In Frankreich beispielsweise taucht man schlicht ein Croissant in den Milchkaffee. Dafür essen die Ägypter morgens bereits Bohnen, die mit viel Zwiebel in einer würzigen Tomatensauce gekocht werden. Hierzulande stehen meist Brot oder Brötchen mit Butter und Marmelade auf dem Tisch. Durch die Gesundheitsbewegung in den 70er und 80er Jahren erfuhr die Frühstückskultur in Deutschland aber auch neue Varianten, wie zum Beispiel das Müsli. |
Günstiger Einfluss auf den Blutzucker |
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| Eine etwas ungewöhnliche Variante des
Frühstücks ist der Frischkornbrei, bestehend aus in Wasser
eingeweichtem Getreideschrot (zum Beispiel Weizen, Dinkel, Roggen,
Gerste), frischem, kleingeschnittenem Obst sowie Nüssen oder Samen
und etwas Joghurt. Untersuchungen an Personen mit Diabetes belegen,
dass Frischkornbrei im Vergleich zu einem Standardfrühstück
mit Graubrot und Belag einen wesentlich geringeren und langsameren
Blutzuckeranstieg hervorruft und damit die Erkrankung günstig
beeinflusst. Im unerhitzten Getreide bleiben zudem alle hitzelabilen
Vitamine und gesundheitsfördernden Sekundären Pflanzenstoffe
erhalten, so dass ein wahres Arsenal an Powerstoffen aufgenommen wird.
Nicht jedem Menschen bekommt allerdings rohes Getreide, deshalb sollte
auf die individuelle Verträglichkeit von Frischkornbrei geachtet
werden. Für denjenigen, der sich zu Brot oder Brötchen hingezogen fühlt, empfiehlt es sich, Vollkornprodukte zu bevorzugen. Durch die darin enthaltenen Ballaststoffe wird nicht nur die Verdauung angeregt, sondern auch eine längere Sättigung erzielt. Vollkornerzeugnisse ent- halten in der Regel 70 bis 80 Prozent mehr an Vitaminen und Mineralstoffen als Grau- oder Weißbrot. Wenn Sie keine Zeit haben, Ihre Marmelade selbst zu machen, sollten Sie eine möglichst zuckerarme Variante wählen. Noch gesünder sind so genannte Fruchtaufstriche aus dem Reformhaus oder Bioladen, da sie einen besonders hohen Fruchtanteil haben und mit Fruchtzucker gesüßt sind. Haben Sie übrigens schon einmal Avocado- oder Aprikosenscheiben als Brotbelag probiert? – schmeckt himmlisch. Wer Deftiges bevorzugt, kann auf Käse, Kräuterquark, vegetarische Brotaufstriche oder Wurst zurückgreifen. Allerdings sollten Wurstwaren nicht jeden Tag auf dem Speiseplan stehen, da viele Wurstsorten chemische Substanzen wie Acetate, Lactate und Citrate enthalten, die den "Sprung" in den Tag erschweren können. Nur mit Gewürzzusätzen hergestellt werden dürfen kalter Braten und Bio-Wurst und sind deshalb empfehlenswerter. |
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Anregendes
Haferfrühstück (für 2 Personen) Haferflocken (je 4 EL "Blütenzarte Köllnflocken" und "Köllns Echte Kernige") mit kleingeschnittenem Obst (1 Banane, 1 Apfel, 8 getrocknete Aprikosen) und Sonnenblumenkernen (2 EL) in eine Schüssel geben. Milch (400 ml) darüber gießen, nach Belieben mit Traubenzucker süßen und servieren. |
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Sonntags-Frischkornbrei (für 1 Person) 2 EL Weizen 2-3 EL Wasser 1-2 EL geschlagene Sahne 1 geriebener Apfel 1/2 zerdrückte Banane etwas Vanillepulver 1 EL Sonnenblumenkerne evtl. Honig Weizen mittelgrob mahlen, mit Wasser zu einem Brei anrühren und über Nacht an einem kühlen Ort stehen lassen. Am Morgen Obst, Sonnenblumenkerne, Vanillepulver sowie Sahne untermengen. Bei Bedarf mit etwas Honig süßen. |
| Porridge (für 1 Person) 3 -4 EL feine Haferflocken 140 ml Wasser etwas Honig oder Ahornsirup etwas Zimt Haferflocken mit Wasser aufkochen und bei ausgeschalteter Herdplatte noch etwa 5 Minuten quellen lassen bis die Masse dicklich ist. Dabei öfter umrühren. Mit Süßungsmittel und Zimt nach Geschmack abschmecken. Zur Abwechslung können auch frische oder getrocknete Früchte kleingeschnitten und dazu gegeben oder etwas Sahne mit Joghurt vermengt über den Brei gegossen werden. |
"Temperament"-voll Frühstücken |
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Manche Ernährungsrichtungen propagieren, mit
Obst in den Tag zu starten. Auch hier gilt der Rat, auf die
Bedürfnisse des eigenen Körpers zu achten. Manche Personen
fühlen sich mit Obst als Frühstück sehr vital, andere
hingegen schlapp. Probieren Sie also ruhig einmal verschiedene
Varianten zu Ihrem Standard-Frühstück aus. Vielleicht werden
Sie feststellen, dass Ihrem Gaumen – und Ihrem Körper
– etwas anderes viel besser bekommt. Doch wie kommt es eigentlich, dass sich die Menschen zu unterschiedlichen Frühstücksformen hingezogen fühlen und es ihnen unterschiedlich bekommt? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Bereits die alten Griechen wussten vor mehr als 2000 Jahren, dass dies eine Sache des Temperamentes ist. Nach dieser Lehre gibt es vier verschiedene Temperamente mit unterschiedlichen Eigenschaften und Merkmalen. Vergleichbar ist sie mit der Lehre von den Konstitutionstypen im Ayurveda oder in der Traditionellen Chinesischen Medizin. |
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| Das passende Frühstück finden | |||
| Das Temperament bestimmt nicht nur das Wesen eines Menschen, sondern auch seine organischen Funktionen. Die Bekömmlichkeit eines Lebensmittels hängt also auch z.B. davon ab, wie gut das Verdauungssystem arbeitet und der Körper Nahrung verwertet. | |||
Der
Choleriker ist sehr willensstark und regt sich
leicht auf. Durch sein hitziges Temperament neigt er zu Gastritis.
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Der
Phlegmatiker ist das Pendant zum Choleriker. Er
geht genießerisch und etwas langsamer durchs Leben. Sein
mäßiger Bewegungsdrang gepaart mit der Freude am Essen,
lässt ihn oft mit ein paar Pfunden zu viel auf die Waage steigen.
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Der
Sanguiniker liebt die Abwechslung und die
Unregelmäßigkeit. Da seine Gedanken ständig mit neuen
Informationen beschäftigt sind und er nur wenig zur Ruhe kommt,
neigt er zu Untergewicht.
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Der
Melancholiker gilt als besonders
zuverlässig. Er benötigt zu seinem Lebensglück regel-
mäßige Mahlzeiten. Besonders fühlt er sich zu Deftigem,
wie Fleisch und Wurst hingezogen und leidet daher oft an Verstopfung.
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Zuckerarme
exotische Marmelade 170 g Kiwi 1 Orange 1/2 Zitrone (Saft) 50 g Vollrohrzucker 1 TL Agar-Agar (pflanzl. Geliermittel) Kiwis und Orange schälen, mit Zitronensaft und Vollrohrzucker pürieren. Mus in einen Topf geben, Agar-Agar unterrühren, aufkochen lassen (dabei öfter umrühren) und heiß in saubere Twist-Off- Gläser bis zum Rand füllen. Gläser sofort verschließen und umgedreht abkühlen lassen. Tipp:Zuckerarme Marmelade sollte nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von etwa zwei Wochen aufgebraucht werden. Es ist ratsam die Marmelade stets mit einem sauberen Löffel zu entnehmen. |
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Alternativen zu Kaffee |
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| Für viele beginnt der Tag mit (mindestens)
einer Tasse Kaffee. Dieses Genussmittel birgt jedoch einige Nachteile
in sich, so dass es sich lohnt, nach Alternativen Ausschau zu halten.
Das im Kaffee enthaltene Koffein wirkt anregend und vertreibt scheinbar
die morgendliche Müdigkeit. Wer aus Gewohnheit Kaffee trinkt, wird
mit der Zeit jedoch abhängig davon. Ohne den "Muntermacher"
fällt es dann schwer morgens in die Gänge zu kommen.
Sinnvoller ist es, zum Beispiel mit Kneipp-Anwendungen den Kreislauf in
Schwung zu bringen, da dies den Körper stärkt. Ein weiterer
Nachteil des Kaffees liegt darin begründet, dass er die Aufnahme
von Mineralstoffen behindert. Etwa 50 Prozent des Calciums und des
Eisens in einer Mahlzeit werden bei gleichzeitigem Genuss der schwarzen
Flüssigkeit nicht verwertet. Das gilt übrigens auch für
Kakao und schwarzen Tee, bei dem sogar 70% der gesunderhaltenden
Mineralien nicht verwertet werden. Empfehlenswert ist es deshalb, bis
zwei Stunden nach dem Essen mit der Aufnahme dieser Getränke zu
warten. Häufiges Kaffeetrinken (mehr als 3 Tassen täglich)
begünstigt zusätzlich die Calciumausscheidung über die
Nieren. Der anfängliche Verzicht auf Kaffee fällt oft sehr schwer. Hat sich der Körper jedoch erst einmal umgestellt, benötigt er das morgendliche Aufputschmittel nicht mehr. Als Alternative können Sie beispielsweise Kräuter- oder Früchtetee trinken. Anregende Tees sind grüner Tee oder Jasmintee. Besonders empfehlenswert ist auch der aus Afrika stammende Rooibostee, der reich an Vitamin C und Eisen ist. Doch keine Sorge, es spricht nichts dagegen Kaffee weiterhin als Genussmittel, allerdings in moderaten Mengen, zu genießen. |
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Nussige
Frühstückshörnchen (8 Stück) 225 g Weizenmehl 100 g "Blütenzarte Köllnflocken" 1/2 TL Jodsalz 1/2 Würfel Hefe 1/2 TL Zucker 100 ml lauwarme Vollmilch 2 Eier 30 g Margarine 2 EL gemahlene Haselnüsse etwas gehackte Haselnüsse etwas "Köllns Echt Kernige Haferflocken" Weizenmehl , Haferflocken ("Blütenzarte Köllnflocken") und Jodsalz in eine Schüssel geben, mischen und eine Mulde hineindrücken. Hefe mit Zucker und lauwarmer Vollmilch verrühren und mit den Eiern, der Margarine und den gemahlenen Haselnüssen in die Mulde geben. Alles zu einem Teig verarbeiten und mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Teig dünn ausrollen, in längliche Dreiecke teilen und zu Hörnchen aufrollen. Mit Wasser bepinseln und mit den gehackten Nüssen und den kernigen Haferflocken bestreuen. Nochmals 1/2 Stunde gehen lassen und bei ca.175 °C 25 min backen. |
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Power für den Tag Es existiert kein Standardfrühstück, das für jeden Menschen gleich zu empfehlen ist. Wichtig ist vor allem, auf die individuellen Bedürfnisse und die eigenen Körpersignale zu achten. Der Organismus zeigt am besten, welche Morgenmahlzeit ihm gut tut und welche nicht. Die Rezepte sollen Ihnen Anregung geben, neue Frühstücksvarianten auszuprobieren und diese auf ihre fitmachende Wirkung zu prüfen. |
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Karin Possin |
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| Die Autorin Karin Possin studierte Ernährungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung. Seit vielen Jahren gibt sie Ernährungskurse, Einzelberatungen und hält Vorträge für Erwachsenenbildungsstätten und Krankenkassen, sowohl in Nord- als auch in Süddeutschland. Zudem ist sie als Buchautorin tätig. Veröffentlichungen:
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Buchtipps:
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