Schach

Schachecke Nr. 8

Liebe Schachfreunde, zähes Ringen um minimale Stellungsvorteile prägt in besonderer Weise die Schachpartien von Weltklassespielern, die selten durch grobe Fehlzüge entschieden werden, es sei denn in der sogenannten Zeitnot-Phase, wo der Zwang zum raschen Ziehen auch die Großmeister öfter fehlgreifen lässt. Hobbyspieler, die mangels Übung in der Bewertung von Stellungen und im Vorausberechnen langer Zugfolgen die subtilen, „kryptischen“ Manöver der Meister oft nicht verstehen, freuen sich daher um so mehr über spektakuläre, auch für sie nachvollziehbare Opferzüge, die zuweilen auch Partien der Schach-Giganten blitzartig entscheiden. 
So ein dramatisches Ende nahm bei einem Stelldichein der Weltelite im spanischen Linares die zweite der beiden mit besonderer Spannung erwarteten Partien zwischen dem russischen Exweltmeister und Weltranglistenersten Garri Kasparow und dem frischgebackenen 19-jährigen FIDE-Weltmeister Ruslan Ponomarjow aus der Ukraine. Nach einem Remisschluss in der ersten Partie hatte Kasparow im „Rückspiel“ in besserer Stellung (siehe nebenstehendes Diagramm) den Gegner auf der Schippe und sicherte sich mit einer brillanten Kombination hier den entscheidenden Punkt zum Turniersieg. Damit wahrte er vorerst seinen Status als anerkannt bester Schachspieler auf diesem Planeten.
Nun ziehen und gewinnen auch Sie „weltmeisterlich“ mit Kasparows weißen Figuren in

Schachaufgabe Nr. 8:

Hier ist die Lösung.

Die Schachecke betreut für Sie Dr. Wolfgang Baumeister.
Kommentare, Wünsche und Anregungen sind willkommen unter dem Stichwort „Schachecke “ an die go longlife! - Redaktion.

Ausgabe 5 / 2002