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Kopenhagen
Heiter und charmant, königlich und tolerant |
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Sie spüren es sofort - hier steht der Mensch im
Mittelpunkt - und Sie sind mittendrin, in der dänischen Hauptstadt
mit ihren 500.000 Einwohnern. Ein paar Zeilen zur Geografie: Kopenhagen schmiegt sich malerisch an den Øresund. Über diese Meerenge zwischen Seeland und Südschweden spannt sich seit dem Millenium ein gigantisches Bauwerk, eine 7,8 km lange Brücke mit Autobahn und Schienentrasse. Kurz zur dänischen Sprache: Sie ist schwierig zu lernen. Macht aber nichts. Englisch gilt als zweite Muttersprache und weil Dänen besonders aufgeschlossen und sprachbegabt sind, sprechen viele deutsch. Das entbindet Sie als Gast jedoch nicht von der Pflicht wenigstens zwei Wörter zu beherrschen: tak – danke und mange tak – vielen Dank. Und jetzt rein ins Getümmel. Oder beginnen wir erst mit einem Smørrebrød? Hoffentlich sind Sie richtig hungrig, denn so einem vermeintlich belegten Butterbrot folgen mindestens drei weitere Gänge, dazu Unmengen Butterbrote – als Beilage! Eine bunte Folge aus Matjes und Hering, Aal und Lachs, Zwiebeln und Kapern, Salat und Scholle, Krabben und Kaviar mit Mayonnaise und Dill, und am Ende noch Schweinebraten mit Blaukraut bringt Tisch, Teller und Magen beinahe zum Bersten. Letzterer erholt sich überraschend schnell – dank verschiedener Sorten Aquavit – von kratzig einfach bis fein elegant. So gestärkt, halten Sie jetzt leicht bis abends durch und können nun... |
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| Kopenhagens Sehenswürdigkeiten erforschen. | |||||||||||
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Neun von zehn sind zu Fuß zu erreichen. Und sollten Sie doch müde werden, laden wunderschöne Parks und Gärten zur Rast ein, ebenso wie hübsche Cafés aller Genres, gediegen, schnuckelig oder hypermodern. Na und Taxen gibt’s schließlich auch. Wir starten mitten im Zentrum – an der Lebensader der Stadt – am Strøget, der längsten Flaniermeile Europas, die beim Rathaus beginnt und fast geradlinig bis zum Nyhavn führt. Klangvolle Namen sind hier vertreten: Porzellanmanufaktur "Royal Kopenhagen", dänisches Design im Illums Bolighus, Schuhe bei Bruno & Joel, Mode aller bekannten Designer und erlesene Musikanlagen von Bang & Olufsen. Antiquitäten finden Sie in Tiefparterre- Läden der Lædererstræde. Ein Bummel durch die Altstadt, vorbei an liebevoll restaurierten Häusern, erfreut nicht nur Architekturfans. Der Nyhaven mit dem farbenfrohen Häuserensemble, den historischen, an der Kaimauer vertäuten Segelschiffen, zieht Tag und Nacht ungezählte Gäste in seinen Bann und in die Restaurants. | ||||||||||
| Kleine Meerjungfrau oder königliche Garde? | |||||||||||
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Der Nyhaven wurde 1671 künstlich angelegt und entwickelte
sich in kürzester Zeit zu einem Milieuzentrum, einem verruchten Ort,
dem auch Künstler wie Hans Christian Andersen verfielen. Er lebte hier
von 1848–1867 und schrieb das Märchen von der Meerjungfrau. Nach
ihrem Vorbild fertigte der Künstler Edvard Eriksen die weltberühmte
Bronzeplastik. Die Uferpromenade "Langelinie" führt direkt zu
ihr. Die Chance, die Kleine Meerjungfrau aus der Nähe zu betrachten,
schwindet mit der Zahl der Touristen aus aller Welt. Besonders Japaner
lieben es, sich barfuß mit hochgekrempelten Hosen, im Wasser stehend
tausendfach knipsen zu lassen. Ungeachtet des Rummels, blickt die
zierliche Schöne von ihrem Felsen versonnen in die Weite und den
riesigen, vorbeifahrenden Luxusschiffen hinterher. Ganz anders verläuft die Fotosession beim Wachwechsel der königlichen Garde, wenn sie pünktlich um 12 Uhr im Takt des Trommelschlags im Stechschritt von Schloss Rosenborg nach Amalienborg marschiert. Dieses farbenfrohe Spektakel lockt Tausende, die sich artig aufstellen müssen, um das Zeremoniell nicht zu behindern. |
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| Hinreißendes Panoptikum | |||||||||||
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Wer Lust auf prachtvolle Gründerzeit- Architektur
verspürt, findet in Kopenhagen ein vielgestaltiges Panorama: die Glas-
und Stahlarchitektur des Palmenhauses im Botanischen Garten, das Statens
Museum for Kunst, das geologische und zoologische Museum. Bleiben wir
gleich bei den Museen (montags geschlossen): Zu den sehenswerten im
Stadtkern zählen Ny Carlsberg-Glyptotek – von der Antike bis zum
Goldenen Zeitalter, Arken – Kunst der Gegenwart, wird jedoch mehr
wegen seiner Architektur besucht, Hirschsprung-Sammlung – dänische
Kunst des 19. und 20. Jhs., Experimentarium, "eine
naturwissenschaftliche Ausstellung zum Anfassen", Tivoli- Museet -
Zauber der 150-jährigen Geschichte des legendären Vergnügungsparks.
Da wären wir also angekommen im weltberühmten Tivoli, diesem Potpourri
aus Nostalgie und Nervenkitzel, Kitsch, Konzert und Kunst, rund um den
Tivoli- See, in dem sich nachts 100.000 Lichter spiegeln. Lassen Sie
sich treiben zwischen Glitzer und Glimmer, Wasserspiel und
Lichtgirlande, Karussell und Looping. Dann schicke ich Sie doch noch mit dem Bus los, der stündlich am Rathaus zur Stadtrundfahrt startet und rate Ihnen außerdem, an einer der wunderschönen Kanal- und Hafenrundfahrten teilzunehmen, damit Sie alle bisher nicht erwähnten Attraktionen entdecken können, das Rathaus, den gezwirbelten Drachenturm der alten Börse und den Runden Turm, die wunderschönen Kirchen und die hinreißende Architektur des „Schwarzen Diamanten“, die königliche Bibliothek mit ihren zwei Millionen Büchern. Gehen Sie unbedingt hinein, fahren Sie mit der Rolltreppe hoch hinauf in den lichtdurchfluteten Bau, trinken Sie in der Cafeteria, eingerichtet in hellem, klarem, dänischen Design, einen Espresso, direkt am Hafen, vom Wasser nur durch eine Glasscheibe getrennt, mit dem hinreißenden Blick auf das moderne Kopenhagen. |
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Eva Streit |
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Tipps:
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Informative
Links:
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