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Irgendwie sind sie fast alle inspiriert von einer
Sehnsucht nach dem Süden. Mitunter weht auch ein Hauch von Fernost oder
der anmutig-wehmütige Zauber georgianischen Kolonialstils über die
üppigen Pflanztröge und die geschrubbten Dielen, andere entfalten
gediegene, heimische Fuchsien- und Geranienpracht. Manche wiederum
dienen nützlich und bescheiden als propere Küchenkräuterlieferanten.
Ihre Vorbilder können toskanisches Ambiente, die Terrasse einer
mallorquinischen Finca, der allgäuer Bauerngarten oder eine japanische
Veranda sein. Die Rede ist von den Terrassen, Lauben, Balkonen, Loggias,
Innenhöfen, Dach- und Wintergärten. Wer sich von den vielfältigen
Möglichkeiten der Terrassen- und Gartengestaltung inspirieren läßt,
denkt vielleicht auch an ein neues Ambiente für das eigene Reich. Gegen
Ende des Sommers wird es deshalb Zeit, eine Neugestaltung des grünenden
und blühenden Refugiums für das kommende Jahr zu planen. |
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Genießen Sie die Magie eines Teichs im Garten -
vielleicht auf einem Holzdeck mit einem Wandelsteg?



Der Bodenbelag kann den Charakter des Außen-Sitzplatzes stark prägen,
wie hier im Spiel aus Klinkern, Granitpflastern und den Designakzenten
aus farbigen Keramiksteinen.
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Wo hört die Terrasse auf, wo
fängt der Garten an? |
Senken, Mäuerchen, kugelige Buchsbäume, bizarre
Gehölze, Treppchen, in Brunnen umfunktionierte Mühlsteine oder mit
Bachrundlingen gesäumte Teiche bilden beliebte Übergangszonen in den
Garten. Aber auch die Grenze zwischen Wohnraum und Terrasse, Veranda
oder Innenhof ist oft fließend. Für ein paar Monate holen die Menschen
sich südliches Flair und Wochend- Ferienstimmung in die allsommerlich
nach draußen verlagerten grünenden und blühenden Lebensräume. So
viel Nutzen wie möglich aus der Terrasse zu ziehen, ist das
Grundprinzip bei der Planung: nach Möglichkeit Morgen-, Mittags- und
Abendsonne erhaschen; mit Sonnen-, Sicht- und Windschutz lauschige,
intime Schattenplätze schaffen. Nach dem Motto "Wer kann, der kann"
müssen Eigenheimbesitzer sich nicht mit einer Terrasse begnügen,
wandern mit der Sonne um das Haus oder trennen in verschiedene Bereiche:
das Arbeitszimmer im Grünen, den Ruheplatz, den Biergarten...
Aussagekräftig für den Stil der Terrasse ist vor allem der Bodenbelag.
Gern werden robuste, gegen Frost unempfindliche Natursteine - Sandstein,
Porphyr oder Granit - Klinker oder Holzdielen verwendet. Bei den Töpfen
nimmt der Trend zum toskanischen Terrakotta zu - nicht nur weil die
roten Tonkübel besonders attraktiv sind, sondern auch wegen des für
die Pflanzen günstigen "Topfklimas". Sogar die typischen
Ausblühungen durch Kalk, die nach einigem Gebrauch durchschlagen,
wirken noch dekorativ. Auf der Landhausterrasse aber kann auch der aus
der Mode gekommene, früher so beliebte Blumenschubkarren im
überquellenden Petunienfeuerwerk recht malerisch aussehen.
Umfunktionierte Eichenfässer, ausgehöhlte Baumstämme oder alte
Steintröge eignen sich nicht nur für unsere herkömmlichen Balkon- und
Terrassenpflanzen, sondern auch für die exotischeren Spezies – wie
Orangenbäumchen oder einen prächtigen Oleander! |
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Als stimmungsvolles Wohnzimmer im Garten präsentieren
sich kunstvolle Eisen- und Holzkonstruktionen lieber ohne Laubmantel.
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Wer selbst im Glashaus sitzt ... |
| Vorläufer des Wintergartens waren die Orangerien des
Barock, die sich aus den "Pomeranzenhäusern" entwickelt
hatten. Der eigentliche Wintergarten aber wurde im 19. Jahrhundert in
Leipzig geboren - ein Kaffeehaus mit rund 25.000 exotischen Pflanzen
für etwa 600 Kaffeegäste. Die Idee fand schnell Nachahmer, die sich in
der Ausstattung ihrer Wintergärten gegenseitig übertreffen wollten:
Grotten, künstliche Wasserläufe, Springbrunnen, seltene Palmen und
Orchideen, Volieren mit exotischen Vögeln. Limetten, Zitronenbäume und
meterhohe Kakteen spielen ihren Charme und ihren fremdartigen Reiz erst
im tropischen Klima eines Glashauses aus. So steigt die Beliebtheit von
Wintergärten als Wärmespeicher, Erweiterung des Wohnraums nach
draußen und Warmhaus für die Topfpflanzen. Wenn nicht gleich beim Bau,
erliegt fast jeder Hausherr irgendwann der verführerischen Idee, dem
Haus das Paradies für alle Tage - eine kleine, ganz private Orangerie
anzufügen. Dabei ist die Palette breit gefächert vom einfachen
Glasanbau bis zur Glashausarchitektur. |
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Garten zwischen Himmel und Erde
– der Balkon |
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Auch er wirkt nach drinnen und nach draußen. Für die
Bewohner und die Betrachter. In luftiger Höhe - eingebaut oder
angehängt - kann der kleinste Balkongarten sommers zur bunt blühenden
Augenweide oder zur lauschigen Tropeninsel werden. Mit Bananenstauden,
Birkenfeigen, einem kleinen Kübelteich … zaubern Sie sich ein Stück
Paradies. Der Duft von Lavendel und Rosmarin gehört dazu. Topftomaten
und Hängeerdbeeren ergänzen das südliche Flair. Ein Holz- oder
Bambusparavant schützt vor ungebetenen Blicken, abends wird es mit
hübschen Windlichtern romantisch. Und am Tage ist es auf einer bequemen
Liege mit einem Cuba libre und Eiswürfeln in Reichweite fast wie in der
Karibik. |
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Wieder "in" - die
Gartenlaube |
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Eine Kletterrose über einem einfachen Holzgerüst
zaubert eine romantische Blütenlaube.
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Sie wurde belächelt und war für lange Zeit im Abseits
verschwunden. Nun, ganz plötzlich, ist sie wieder da: die romantische
Laube, die manchmal als orientalische Miniaturpagode auftritt oder
gediegener als verträumtes Gartenhaus. Manche erinnern an Kioske,
andere an Vogelkäfige oder romantische Pavillons, in denen man
traumhafte Stunden verleben kann. Die Laube ist wieder "in" -
je altmodischer, umso lieber: Viereckig, sechseckig, rund, gläsern oder
eisern. Sie wird mit Sprossenwänden, geschwungenen Dächern und
Zwiebelhauben gebaut. Die Größe richtet sich nach den Bedürfnissen
der Bewohner, entweder als stiller Ort für zwei oder groß genug, um
als Gästehaus zu dienen. Manche mögen achselzuckend über den Zweck
einer Laube rätseln. Ihnen sei gesagt: Es ist ein Ort, dessen Bedeutung
wir mit Sensibilität neu kennen lernen können: ein Platz, der das
Picknick auf der Wiese in den Rang eines Diners erhebt, ein Versteck vor
dem Getümmel des Alltags, eine Zuflucht, die es erlaubt, erhabenen oder
verlockenden Gedanken nachzuhängen. |
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Rosi Jarmer |
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Buchtipps:

Begrünte Wände, Lauben und Pergolen, Zita Bauch-Troschke,
Callwey Verlag, 38 €.

Terassen und Sitzplätze, Gestaltungsideen für kleine und grosse
Terassen, Gisela Keil/Nik Barlo jr./Christa Brand, Callwey Verlag, 36
€.

Traumhafte Garten Paradiese, Joan Clifton, Callwey Verlag, 31 €.

open air living, Kreative Ideen und Accessoires für Balkon,
Garten und Veranda, Nicolaische Verlagsbuchhandlung, 16 €.

Mediterranes Flair auf Balkon und Terrasse, Tanja Ratsch, Verlag
Eugen Ulmer, 12,90 €.

Mediterrane Häuser und ihre Gärten, Thomas Drexel, Callwey
Verlag, 68 €. |