![]() |
DIE BESTEN TIPPS FÜRS
INTERNET
Teil 1 |
| Datensicherheit, Schutz der privaten Daten, Dialer,
Tauschbörsen – diese Schlagworte tauchen immer häufiger in den
Medien auf; oft wird der Eindruck vermittelt, das Internet sei ein
Tummelplatz für Abzocker und skrupellose Geschäftemacher geworden. Neigen die Medien mitunter auch zu Übertreibungen, ganz von der Hand zu weisen sind die Risiken nicht. Daher wollen wir Ihnen im Folgenden diese Themen etwas näher bringen und zeigen, wie Sie etwaige Gefahren minimieren können. |
|
| Dialer | |
| Berichte über Dialer tauchen in letzter Zeit zunehmend in
Presse, Funk und Fernsehen auf. Diese kleinen Programme werden immer
häufiger benutzt, um Internet- Benutzer regelrecht über den Tisch zu
ziehen. Mit marktschreierischen Angeboten, die sich in kleinen Pop-Up-
Fenstern präsentieren, sollen arglose und unerfahrene Benutzer zum
Anklicken animiert werden. Tatsächlich stellen Sie damit aber eine
Internetverbindung über eine 0190er Nummer her, die mehrere Euro pro
Minute kostet. Ein Beispiel: "Ihre Internetverbindung ist zu langsam – Hier klicken für schnellere Verbindung". Das ist schlichtweg unwahr, denn die Geschwindigkeit hängt von Ihrer Verbindungsart wie Modem, ISDN oder DSL ab. Eine Software kann daran überhaupt nichts ändern. Sie können sich gegen Dialer jedoch wehren, indem Sie die Einstellungen des Internet Explorers überprüfen und ggf. ändern. Als nächstes sollten Sie ein Schutzprogramm installieren. Dieses meldet sich, sobald über geänderte Einstellungen eine Einwahl ins Internet erfolgen soll. Entspricht die Einwahlnummer nicht der Ihres Providers, können Sie abbrechen, bevor eine Verbindung hergestellt wird. Unter www.dialerschutz.de finden Sie eine Anleitung zum Einstellen des Internet Explorers, weitere Sicherheitshinweise sowie etliche Schutzprogramme zum Download. |
|
| Virenscanner | |
| Spätestens seit dem Internet sind Viren leider zu einem
Thema geworden, das alle angeht. Mittlerweile gibt es tausende dieser
"fiesen" kleinen Programme, und einige können beträchtlichen
Schaden anrichten. Virenscanner sind aus der Computerwelt nicht mehr
wegzudenken: sie durchsuchen alle Dateien, auch den Arbeitsspeicher, und
helfen die Gefahr zu minimieren. Bei einem Virenfund wird die betroffene
Datei gelöscht oder in einen Quarantäne- Ordner verschoben. Einige
Scanner können manche Viren sogar aus den betroffenen Dateien
entfernen. Wenn Sie einen Virenscanner installiert haben, führen Sie alle paar Wochen ein Update der Virendefinitionsdatei durch. Diese Datei enthält die typischen Muster der bekannten Viren und wird von den Herstellern ständig aktualisiert. Die Scanner führen das Update entweder automatisch durch oder bieten eine entsprechende Funktion im Programm selbst an. Komplett-Pakete, die den Rechner rundherum auch gegen Würmer und Trojanische Pferde absichern, sind zwar nicht kostenlos erhältlich, bieten dafür aber eine umfangreiche Hilfe und unterstützen den Anwender bei der Konfiguration: |
|
| Firewalls – Schutz vor unbemerkten Kontakten | |
| Ein Rechner hat viele Türen, durch die er mit anderen
Rechnern im Netzwerk kommunizieren kann. Viele dieser Türen oder Ports
sind in der Regel offen, und ob Verkehr stattfindet, teilen die
wenigsten Programme mit. Eine Firewall kann diese Türen überwachen.
Man wird bei jedem Zugriff auf einen Port informiert und hat die
Möglichkeit, den Verkehr zuzulassen, abzulehnen oder eine Regel zu
erstellen, die nur diesem Programm in Zukunft automatisch den
entsprechenden Portzugriff erlaubt oder verbietet. Die Konfiguration ist
jedoch nicht ganz einfach, denn jedes Programm kann sich theoretisch
einen beliebigen Port aus mehreren tausend auswählen. Auch teilt Ihnen
die Firewall nicht mit, warum auf einen Port zugegriffen wird. Sie
erfahren nur, welches Programm auf welchen Port zugreift, und ob
gesendet oder empfangen werden soll. Es gibt keine verbindliche
Vorschrift, welches Programm welchen Port nutzen darf. Im Laufe der Zeit
hat sich eingebürgert, dass der Zugriff für das Internet über Port 80
erfolgt, E-Mail wird meist über Port 25 gesendet und über Port 110
empfangen. Filter für ausführbare Web-Anwendungen sowie ein Mail-Überwachungsprogramm, bietet Hilfe beim Erstellen von Filterregeln. Deutsche Anleitung zu Outpost Personal Firewall Viele Einstellmöglichkeiten, daher für Neulinge weniger geeignet. Deutsche Anleitung zu Zone Alarm |
|
| Wie Sie sehen, kann man mit etwas Vorsicht und den richtigen Programmen die Gefahren stark minimieren. Es wäre doch schade, wenn man sich dem Internet verschließen würde, nur weil es auch einige wenige schwarze Schafe im Netz gibt. | |
|
Dieter Mohr |
|
| Glossar Dialer (engl. to dial – eine Telefonnummer wählen) sind kleine Programme, die eine DFÜ-Verbindung erstellen und damit die Einwahl ins Internet vornehmen. Sie werden oftmals verwendet, um vom Benutzer unbemerkt eine völlig überteuerte Verbindung herzustellen. Pop-Ups sind kleine Fenster, die zusätzlich zu einer aufgerufenen Internetseite meist automatisch erscheinen. Sie enthalten Werbung, zusätzliche Informationen oder auch Dialer. Viren, Würmer, Trojanische Pferde sind Programme, die unbemerkt in den Rechner eindringen und teilweise erheblichen Schaden anrichten, indem sie Dateien verändern oder unbrauchbar machen. Ihre Bezeichnung bekamen sie durch die Art und Weise, wie sie sich verbreiten und verhalten. Firewalls überwachen den Netzwerkverkehr und können einzelnen Programmen den Zugriff auf das Netz verwehren. Freeware sind meist kleine Hilfsprogramme, die der Autor kostenlos zur Verfügung stellt. Teilweise werden auch größere Programme als Freeware für den privaten, nichtkommerziellen Gebrauch deklariert, um so die Verbreitung zu fördern. |