Gesund schlemmen

...für ein langes Leben

Menschen, die ihr ganzes Leben lang Wert auf eine gesunde Ernährung gelegt haben, wollen auch später ihre Ernährungsgewohnheiten nicht ändern. Steht die Überlegung an, in eine Seniorenresidenz zu ziehen, spielt deshalb die Ernährungsfrage eine zentrale Rolle. Das Wohnstift Trippstadt im Pfälzer Wald geht hier beispielhaft voran, indem es eine schmackhafte und ausgewogene Ernährung sogar für Vegetarier und Veganer anbietet. 

Wer für ein Familienmitglied oder für sich vor der Entscheidung steht, in ein Wohnstift zu ziehen, tut gut daran neben der Ausstattung, Pflege, Kosten, dem Angebot an Unterhaltung und Bewegung auch die dort angebotene Küche zu berücksichtigen. Denn die richtige Ernährung ist ein wesentlicher Baustein für die Gesundheit und für ein langes Leben. Die Umstellung auf die in Seniorenheimen angebotene Ernährung fällt schwer, wenn man sich ein Leben lang seine Mahlzeiten selbst zubereitet hat. Das gilt besonders für diejenigen, die wegen Krankheit oder aus ethischen Gründen Wert auf eine ihren Bedürfnissen entsprechende Ernährung legen. Wer beispielsweise Vegetarier oder Veganer ist, möchte nicht auf seine gewohnten Mahlzeiten verzichten. Denn der Körper hat sich im Laufe der Jahre auf eine bestimmte Ernährung eingestellt, die entscheidend für das Wohlbefinden eines Menschen ist.
Vegetarische Küche als Herausforderung 
Auch die Seniorenresidenzen reagieren auf die erhöhten Anforderungen an die Ernährung und gehen auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Gäste ein. In der Küche für Vegetarier leistet das Wohnstift in dem Pfälzer Luftkurort Trippstadt seit Jahren Pionierarbeit, die jetzt belohnt wurde. Als erstes Restaurant in Deutschland bekam das Wohnstift das V-Label der Europäischen Vegetarier Union verliehen. Für Küchenchef Michael Jansen und seine acht Mitarbeiter ist die vegetarische Küche jeden Tag aufs Neue eine echte Herausforderung, da sie viel kreativer sein muss als die herkömmliche. Selbst Veganer, die überhaupt keine tierischen Produkte zu sich nehmen, also auch keine Eier und Milch, fühlen sich hier gut aufgehoben, da ihre Ernährungsgewohnheiten ebenso streng berücksichtigt werden.
Qualität hat oberste Priorität
Mit dem grünen V auf gelbem Grund hat das Wohnstift nach strengen Prüfungen als erstes deutsches Restaurant ein wichtiges Gütesiegel verliehen bekommen. Auf ihren Lorbeeren ausruhen können sich der Küchenchef und sein Team jedoch nicht. Ohne Voranmeldung schneien Prüfer ins Haus, um die Qualität der Vegetarier-Küche mehrmals im Jahr zu testen. Außerdem stellt das V-Label hohe Anforderungen an den Ausbildungsstand der Mitarbeiter, die ständig geschult werden, sowie an Qualität und Herkunft der verwendeten Lebensmittel. Auch bei der normalen Kost mit tierischen Produkten haben Frische und Qualität oberste Priorität, um über 120 Bewohner aus der ganzen Bundesrepublik mit dem Besten, was Küche und Keller bieten, zu verwöhnen. Auf Bestreben der Geschäftsleitung haben die Bewohner sogar ihr eigenes Kontrollorgan gegründet. Der Essensausschuss prüft den Speiseplan und die Qualität der Mahlzeiten.
Selbstbestimmung für ein längeres Leben 
Denn die Wahl der Mahlzeit und damit ein gewisses Maß an Selbstbestimmung ist nicht zu unterschätzen. Wie Mediziner in amerikanischen Altersheimen festgestellt haben, macht ein relativ kleiner Zuwachs an Selbstbestimmung die Menschen glücklicher und verlängert sogar ihr Leben. Je stärker Menschen im Alter dazu ermutigt werden, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen, umso seltener werden sie krank und zeigen sich zufriedener mit ihrem Leben.

Elisabeth Hauf

Nicht nur Esskultur... 

Das Wohnstift Trippstadt (www.wohnstift-trippstadt.de)bietet auch ein sehr abwechslungsreiches Kulturprogramm (Ausstellungen, Konzerte – Jazz bis Klassik) und hat für sein Generationen übergreifendes Konzept in Zusammenarbeit mit der Universität Kaiserslautern die Ehrenurkunde des Generationenpreises 2002 des Landes Rheinland- Pfalz erhalten.
Ausgabe 3 / 2003