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Schönheitschirurgie
- wann ist sie sinnvoll? |
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Unsere Gesellschaft huldigt einem extremen Anspruch an das Aussehen. Sichtbare Tränensäcke, Schlupflider, eine krumme Nase, ein schlaffer Po, Reithosen & Co. steigern da nicht gerade die Selbstsicherheit. Die Schönheitschirurgie verspricht Abhilfe. Interessierte sollten vorab die Risiken gegen den Nutzen des jeweiligen Eingriffs abwägen. |
| Wer gut aussieht, wird von seinen Mitmenschen
oftmals als intelligenter, sympathischer, vitaler und erfolgreicher
eingestuft. Immer mehr Menschen wagen deshalb den Gang zum plastischen
Chirurgen. Wenn Sie sich dem Sog, der von der Wachstumsbranche
„Schönheit und Jungbleiben“ ausgeht, nicht entziehen
können, sollten Sie zumindest vorab eine Nutzen-
Risiko-Abwägung vornehmen. Natürlich ist Ihr
persönlicher Leidensdruck ein wichtiger Motivationsfaktor. Aber
Vorsicht: Schönheitsoperationen sind möglicherweise eine
Schraube ohne Ende. Heute die Falten, morgen der Busen und
übermorgen die dicken Oberschenkel. Und wer weiß, wie Sie in
ein paar Jahren darüber denken. Vielleicht haben Sie mehr davon,
den Lauf des Lebens zu akzeptieren und dadurch innere Gelassenheit zu
gewinnen. Als Unterstützung für Ihre Entscheidung stellen wir Ihnen nachfolgend kleinere schönheitschirurgische Eingriffe vor, die mit vergleichsweise geringen Risiken verbunden sind: |
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| Schlupflider korrigieren | |
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Schlupflider entstehen, wenn die Lidhaut
erschlafft und das Oberlid über die Lidfalte hängt.
Mögliche Ursachen sind eine vererbte Veranlagung, ein
Überschuss an Lidhaut und nach unten rutschende Augenbrauen. Vorgehensweise: Um das Oberlid zu straffen, wird durch einen Schnitt – konventionell chirurgisch oder mittels Laserchirurgie (CO2-Laser) – in der Lidfalte überschüssige Haut, gegebenenfalls auch etwas Lidmuskel und Fettgewebe der Augenhöhle entfernt. Die erforderliche Hautnaht in der Lidfalte wird später nicht mehr wahrgenommen. Der beidseitige Eingriff dauert eine bis zwei Stunden und wird meist bei örtlicher Betäubung in Kombination mit einem Beruhigungsmittel durchgeführt. Kühle Kompressen bzw. über Nacht zu tragende Kühlbrillen tragen dazu bei, dass Schwellungen und Blutergüsse als Operationsfolgen möglichst gering gehalten werden. Bei Lasereinsatz treten sie meist nicht auf. Komplikationen/Risiken: Operationsnarben werden bei Sonnenbestrahlung dunkler pigmentiert. Komplikationen sind selten. Wird jedoch zu viel Fettgewebe entfernt, sieht das Auge krankhaft tiefliegend aus. Bei „rutschenden“ Augenbrauen muss ein Stirnlifting statt einer Oberlidstraffung erfolgen, um eine unerwünschte Verengung zwischen Auge und Braue zu vermeiden. Bestimmte Schilddrüsen- und Nierenerkrankungen können eine Schwellung der Augenlider bedingen. Vor einem Eingriff sollte unbedingt abgeklärt werden, ob eine dieser Grunderkrankungen vorliegt. Kosten: Die Kosten für eine Oberlidstraffung betragen ab ca. 1500 Euro. Lidstraffungen aufgrund eines eingeschränkten Gesichtsfeldes bezahlen die Krankenkassen. |
| Tränensäcke entfernen | |
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Tränensäcke sind Vorwölbungen im
Unterlidbereich. Geschwächtes Bindegewebe lässt Fettgewebe
aus der Augenregion absinken, es bilden sich Fettpölsterchen.
Nicht selten ist die Veranlagung hierzu vererbt. Tränensäcke
sind auch häufig die Folge einer Herz- oder Nierenerkrankung. In
diesen Fällen muss unbedingt die Grunderkrankung behandelt werden. Vorgehensweise: Eine Methode zur Entfernung von Tränensäcken ist die, mittels Skalpell oder per Laserlicht des CO2-Lasers (Laser-Blepharoplastik) im Unterlid etwa 1 bis 2 mm unter den Wimpern einen Schnitt anzulegen und ihn vom äußeren Augenwinkel nach innen zu führen. Der Chirurg entfernt überschüssige Haut-, Muskel- und Fettanteile. Die Hautränder werden dann aneinander gelegt, fein vernäht oder mit einem Spezialpflaster verklebt. Komplikationen/Risiken: Nach dem Eingriff treten Schwellungen und leichte Blutergüsse unter der Haut auf. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass zu viel Haut und Fettgewebe entfernt wird. Das Auge schließt dann nicht mehr ganz. Bei einer Nachoperation muss Haut transplantiert werden. Eine weitere, allerdings sehr seltene Komplikation sind Blutungen in der Augenhöhle, durch welche es unter anderem zum Abdrücken des Sehnervs und damit zur Erblindung kommen kann. Die Operationsdauer für ein Augenpaar beträgt eine bis zwei Stunden und erfordert einen sehr erfahrenen Operateur. Der Operationserfolg hält etwa sechs bis zehn Jahre an. Kosten: Die Kosten betragen ca. 1600 Euro (bei örtlicher Betäubung). |
| Größere
Schönheitsoperationen und ihre möglichen Risiken Wie groß Ihr persönliches Risiko ist, hängt auch vom Geschick und der Erfahrung des Operateurs ab. Einem guten ästhetisch-plastischen Chirurgen wird z. B. ein Fehler wie die Fehlstellung der Brustwarzen nach einer Brustverkleinerung nur selten passieren. Wer sich in die Hand eines erfahrenen und sorgfältig arbeitenden Chirurgen begibt, kann seine Risiken minimieren. Trotzdem sind Schönheitsoperationen nicht gefahrlos und auch einem Experten können Fehler unterlaufen. |
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Entfernen von Äderchen im Gesicht (Couperose) |
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| Couperose oder Kupferröte bezeichnet eine
auffällig gerötete Haut mit kleinen sichtbaren Äderchen
(im medizinischen Fachjargon Teleangiektasien) um und an der Nase sowie
auf den Wangen. Es handelt sich bei dieser schmerzlosen, aber
kosmetisch störenden Erscheinung um kleinste venöse
Blutgefäße in der Unterhaut. In diesen
Blutgefäßen staut sich das Blut. Eigentliche Ursache
für die Couperose ist aber ein ausgedünntes Bindegewebe um
die Gefäße herum. Diese Ausdünnung ist häufig
erblich bedingt und nicht selten kombiniert mit
Talgdrüsenveränderungen. Temperaturschwankungen, Stress,
intensive Sonneneinwirkung und bereits geringe Mengen Alkohol
verstärken die Rötung der besonders empfindlichen Haut. Vorgehensweise: Für das Verschließen der Äderchen wird entweder großflächig eine hochenergetische Blitzlampe verwendet oder die Gefäße werden mittels Farbstoff- und Argonlaser nachgefahren. Der rote Blutfarbstoff absorbiert die Laserenergie. Durch die im Gefäß entstehende Hitze wird es verschlossen und vernarbt. Beide Verfahren sind auch bei lokaler Betäubung nicht völlig schmerzlos. Häufig sind für die Behandlung der Couperose zwei bis drei Sitzungen (Dauer jeweils ca. 30 Minuten) beim Dermatologen erforderlich. Komplikationen/Risiken: Nach der Behandlung können vorübergehend Rötungen und leichte Schwellungen im behandelten Areal und bei ausgeprägter Couperose auch an den Augenunterlidern auftreten. Bilden sich juckende Pusteln dürfen Sie nicht kratzen, weil ansonsten Narben zurückbleiben. Nach einer Behandlung mit dem Farbstofflaser kann es zu blauschwarzen Verfärbungen des behandelten Areals kommen (Kühlpackungen helfen!), die nach etwa 14 Tagen wieder verschwunden sind. Bei stark pigmentierter Haut ist mit einer vorübergehenden Depigmentierung zu rechnen. Einmal entfernte Äderchen kommen nicht wieder. Allerdings können sich bei entsprechender Veranlagung an anderer Stelle neue Blutgefäße bilden. Wer an Couperose leidet, sollte deshalb grundsätzlich zur Vorbeugung Sonnencreme mit LSF 30 und mehr verwenden und überhitzte Räume sowie Saunagänge meiden. Nikotin fördert Couperose ebenfalls, weil es die Gefäße verengt und das Blut sich staut. Couperose sollte man möglichst frühzeitig behandeln lassen. Kosten: Die Kosten für das Entfernen der roten Äderchen hängen von der Größe der zu behandelnden Stellen ab und belaufen sich auf mindestens 300 Euro. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. |
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| Den Nasenverlauf korrigieren | |
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Bei der Nasenkorrektur wird das überschüssige Knochen- (rot) und Knorpelgerüst (gelb) abgetragen. |
Die Nase steht im Mittelpunkt des Gesichtes und
spielt deshalb eine ganz wesentliche Rolle für das Aussehen.
Nasenkorrekturen dienen nicht immer nur kosmetischen Zwecken, sondern
sind mitunter auch erforderlich, um den Luftfluss in der Nase zu
verändern, wie z.B. bei Sattel- und Höckernasen sowie bei
Schiefnasen. Vorgehensweise: Um die Narbenbildung zu minimieren, werden unter Vollnarkose nur kleine Schnitte gemacht. Die gewünschten Formveränderungen werden von diesen kleinen inneren Schnitten aus vorgenommen. Hierzu wird das Knorpel- und Knochengerüst durch Ablösen der Haut und der Schleimhaut vorübergehend freigelegt. Mit speziellen Instrumenten kann dann bei einer Höckernase das überschüssige Knochen- und Knorpelgerüst abgetragen und die Nase verschmälert, eine zu lange Nase gekürzt oder die Nasenspitze neu geformt werden. Zu breite Nasen lassen sich z. B. durch Entfernen eines Nasenflügelrandteils korrigieren. Nach einem Eingriff wird die Nasenhaut mit feinen Pflasterstreifen anmodelliert und eine speziell angefertigte Kunststoffschiene angepasst. Die Nase wird für ca. 24 Stunden tamponiert und mit einem kleinen Gipsverband versehen, der zehn Tage dranbleibt. Schwellungen und Rötungen infolge des Eingriffes klingen innerhalb von 14 Tagen weitestgehend ab. Komplikationen/Risiken: Das Risiko von Komplikationen ist bei einer Nasenkorrektur gering. Manchmal ist allerdings eine Nachkorrektur nötig, weil es infolge innerer Verwachsungen zu kleinen Unregelmäßigkeiten an den korrigierten Knorpel- oder Knochenteilen kommen kann. Bei unsachgemäßer Vorgehensweise können Nasendeformationen auftreten. Kosten: mindestens 1500 Euro. Bei medizinischer oder psychologischer Begründung zahlen mitunter auch die Krankenkassen. |
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Besenreiser entfernen |
| Besenreiser sind fein verzweigte,
oberflächliche Venenerweiterungen. Sie sind entweder auf
chemischem Wege (Sklerosierung) oder mittels Laser entfernbar. Vorgehensweise: Bei einer Sklerosierung wird eine Kanüle durch einen kleinen Hautschnitt in das zu verödende Gefäß eingeführt und ein Venenverödungsmittel injiziert. Aufgrund einer lokalen Entzündung an der Gefäßwand kommt es zum Verkleben der Gefäßwände. Die Laser-Verödung, die ebenfalls ambulant durchführbar ist, erfolgt punktweise entlang des Gefäßes. Komplikationen/Risiken: Wird bei der Sklerosierung ein Verödungsmittel neben die Ader gestochen, entsteht ein brauner Fleck. Kleine Narben können zurückbleiben. Bei der Laser-Verödung kann es zu einem Pigmentverlust kommen und ein Abdruck der Vene zurückbleiben. Außerdem sind Teintverschiebungen und Infektionen nicht auszuschließen. Die Bildung neuer Besenreiser ist jederzeit möglich. Kosten: mindestens 100–150 € pro Sitzung. |
| Checken
Sie Ihren Chirurgen: Wie Sie einen Experten finden Damit Sie sich nach einer Schönheitsoperation wirklich wohl in Ihrer Haut fühlen, sollten Sie die Wahl des Schönheitschirurgen nicht dem Zufall überlassen. Denn leider gibt es auch hier schwarze Schafe, die vor allem eines wollen: Ihr Geld. Kunstfehler sind aber nur schwer rückgängig zu machen. Die Bezeichnungen „Schönheitschirurg“, „Kosmetischer Chirurg“ oder „Ästhetischer Chirurg“ sind nicht geschützt. Genau genommen kann sich jeder praktische Arzt Schönheitschirurg nennen, darf Brüste vergrößern und Fett absaugen, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Der Plastische Chirurg ist dagegen ein anerkannter Facharzt mit einer Weiterbildungszeit von mindestens sechs Jahren. Lassen Sie sich nicht von Vorher-Nachher-Fotos täuschen. Sie sind jederzeit elektronisch manipulierbar. Behalten Sie neben der Qualifikation des Arztes folgende Kriterien im Auge: Mitglied einer Fachgesellschaft, OP-Erfahrung, seriöses Auftreten, Referenzen, Informationen über Risiken, Interesse für Ihre Beweggründe, Abraten bei unrealistischen Wünschen, Transparenz der Kosten, Risiko-Versicherung des Arztes, Offenheit: z.B. darf beim Erstgespräch eine Vertrauensperson dabei sein? Adressen seriöser Chirurgen erhalten Sie bei: |
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Fettabsaugung
(Liposuktion) – der Renner unter den kosmetischen Operationen Gleich vorab eine Klarstellung: Die Fettabsaugung eignet sich nicht zur Beseitigung von Übergewicht. Cellulite kann man bei junger Hautstruktur in über 50 Prozent der Fälle deutlich verringern, bei schwachem Bindegewebe wird nur eine geringe Besserung eintreten. Wirklich geeignet ist die Methode zum Entfernen von genetisch bedingten Fettpolstern z.B. an den Oberschenkeln (Reithosen), die auf Sport und Diäten nicht angesprochen haben. Sehr wirksam ist die Liposuktion auch bei zu viel Fett an Hüften, Bauch, Rumpf und Waden. Neuerdings kann man mit dem Verfahren auch Patienten mit Lipödem helfen, die neben der Fettgewebsvermehrung noch an schmerzhaften Wassereinlagerungen in den Beinen leiden. Der Vorteil ist, dass einmal abgesaugte Fettzellen nicht nachwachsen. Da aber die Liposuktion auch mit Risiken verbunden ist, sollte man sich unbedingt nur in erfahrene, sorgfältige OP-Hände begeben, am besten in eine Fachklinik für Liposuktion, wo diese Eingriffe täglich durchgeführt werden. Für die Liposuktion benutzt man weltweit die Tumeszenztechnik (tumescere = lat. anschwellen, auffüllen). Dabei wird das zu entfernende Fettgewebe mit einer großen Menge Kochsalzlösung aufgefüllt, welcher lokale Betäubungsmittel zugegeben sind. Die Körperpartien werden dadurch erst einmal dick und prall, wobei das Gewebe mit den Fettzellen verdünnt wird. Nun kann man es mit nur 3 bis 4 mm dicken und vorne stumpfen Kanülen absaugen. Von Vorteil für den Patienten sind mit 4000 Hz vibrierende Mikrokanülen, die den Eingriff sehr gewebeschonend und damit schmerzarm machen (Vibrations- Liposuktion). Die Tumeszenz-Liposuktion bringt gute Ergebnisse. Größere Blutergüsse oder Allergien auf das Betäubungsmittel sind extrem selten. Weitere Risiken der Liposuktion wie Infektionen (vermeidbar durch Antibiotika) und überschießende Narbenbildungen (vermeidbar durch kleine Einstiche) sowie Berührungsempfindlichkeit mit Taubheitsgefühl treten selten auf. Daher wird die Fettabsaugung auch als relativ sicherer Eingriff bezeichnet. Es dürfen jedoch nicht mehr als 3 Körperregionen und nicht mehr als vier Liter reines Fett abgesaugt werden, damit nicht eine zu große Menge an Betäubungsmittel in die Blutbahn gelangt. Ferner ist es ratsam, für 24 Stunden unter ärztlicher Überwachung zu bleiben, falls Komplikationen (z.B. Herz-Kreislauf-Probleme) auftreten sollten. Die Kosten hängen von der Zahl der operierten Areale ab. So kostet bei lokaler Betäubung eine Körperregion (z. B. Oberschenkel außen – Reithose) etwa 3000 .. |
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Gerlinde Felix |
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| Buchhinweise: |
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Größere Schönheitsoperationen |
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| Art des Eingriffes | Was wird gemacht? | Risiken |
| Brustvergrößerung | Das Einsetzen von Implantaten unter oder über dem Brustmuskel erfolgt über wenige Zentimeter lange Schnitte in der Achselhöhle. | Verrutschen der Implantate, Aus- laufen des Implantats. Kapselfibrose (in ca. 20 % der Fälle, erfordert Zweit-OP) und Brustdeformierungen. Infektionen, Dunklerfärbung der Narben. Verhärtungen und Verkalkungen, was spätere Tastuntersuchungen im Rahmen der Krebsvorsorge erschwert. |
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Brustverkleinerung |
Haut- und Fettgewebe werden über winzige Schnitte rund um die Brustwarze und in der Unterbrustfalte entfernt. Die Brustwarze wird zu- meist mit Milchgängen versetzt. | Narben dauerhafte Spannungen, Schmerzen, Blutergüsse, Infektionen, vorübergehend verminderte Sensibilität an der Brustwarze (häufig), Fehlstellungen oder Absterben des Gewebes der Brustwarzen, leichte Veränderungen der Brustform. Verhärtungen und Verkalkungen, was spätere Tastuntersuchungen im Rahmen der Krebsvorsorge erschwert. |
| Bauchstraffung | Die Haut wird an der Grenze der Schamhaare bis in die Leisten aufgetrennt und zusammen mit dem darunter liegenden Fettgewebe von den Muskeln gelöst. Der Hautlappen wird nach unten gezogen und ein- gekürzt, der Bauchnabel wird verpflanzt. Vorherige Fettabsaugung möglich. | Nachkorrektur am Nabel aufgrund falscher Positionierung, gerissene Muskelnähte führen zu vorgewölbtem Bauch, Sensibilitätsstörungen im Bereich des Nabels bis zu den Oberschenkeln, Absterben des Nabelgewebes, Infektionen, Wundheilungsstörungen, Wulstnarben. Thrombosen und Embolien muss man vorbeugen. |
| Halslifting | Erfolgt endoskopisch; der schlaff gewordene Halsmuskel wird durchtrennt, neu positioniert und angenäht. Doppelkinn erfordert zusätzliche Fettabsaugung. | Taubheitsgefühle im Bereich der Wangen bis hin zum Mund, gegebenenfalls bleibende Lähmung. |
| Face-Lifting | Skalpell (Schnitte
am Haaransatz, vor dem Ohr oder unter dem Kinn): Das unter der Haut
gelegene Binde- und Muskelgewebe wird von der Haut getrennt, gerafft
und mit Fäden etwas weiter oben befestigt. Lasern der Haut (Skin-Resurfacing): Extrem dünne Hautschicht wird abgelöst; durch Laserwärme ordnen sich die kollagenen Fasern in tieferen Schichten neu. Die Haut zieht sich zusammen. Dermabrasion (nur bei leichten Fältchen, Narben): Die Haut wird mittels spezieller Fräse oberflächlich abgetragen. |
Skalpell:
Nachblutungen, Wundinfektionen (relativ selten), Zerrungen,
Taubheitsgefühle und Lähmungen an Augen und Mund. Starkes
Spannungsgefühl an den Ohren (tritt oft auf). Hautnekrose
(insbesondere bei Rauchern wegen schlechterer Hautdurchblutung),
Narben, dauerhafter lokaler Haarverlust. Laser: erhöhte Infektionsgefahr (Antibiotika werden zumeist vorsorglich verabreicht), allergische Reaktionen auf Kosmetika, schwere Haut- und Gewebeschäden, Narben, verstärkte Pigmentierung. Dermabrasion: Narben, verstärkte Pigmentierung, Entzündungen, Bildung kleiner Hornzysten. |
| Bruststraffung | Ähnlich Brustverkleinerung. Einsetzen eines Implantates möglich. | siehe Brustverkleinerung |
| Wadenverkleinerung | Entweder wird einer der Wadenmuskeln endoskopisch ganz oder teilweise entfernt | Taubheitsgefühle in den Beinen, ca. 30 % verminderte Fähigkeit, den Fuß einwärts und auswärts zu drehen. |
| Wadenvergrösserung | mit Implantaten aus Weichsilikon | Ansammlungen von Lymphflüssigkeit und Blutserum in den Taschen, Verrutschen der Implantate, Reißen der Implantate bei Beanspruchung und Verkapselung. |
| Po-Lifting und -Modelling |
Lifting: Zur Straffung bzw. Vergrößerung wird durch ein Schnitt in der Gesäßmittelfalte (über dem After) zu beiden Seiten eine Tasche für Implantate zwischen den Gesäßmuskeln geschaffen. Modelling: Fettabsaugung | Lifting: Verrutschen
der Implantate, Verletzung und Irritation des Ischiasnervs,
Kapselkontrakturen.
Modelling: siehe Fettabsaugung |