Ent-faltung für die Haut 

ohne chirurgischen Eingriff

Ein strahlender Teint, leuchtendes Haar, funkelnde Augen, eine straffe, faltenfreie Haut - jeder, egal ob Mann oder Frau, möchte schön sein. Und zwar möglichst für immer. Während die einen Falten als Ausdruck von Lebenserfahrung, Persönlichkeit und Charakter sehen, stören sie andere in ihrem Selbstverständnis und Selbstvertrauen. Aktuellen Schätzungen zufolge wäre fast jede zweite Frau in Deutschland prinzipiell bereit, sich für ihre Schönheit unters Chirurgen-Messer zu legen. Doch es gibt auch zahlreiche andere, nicht- chirurgische Methoden, Falten zu reduzieren: Botulinum Toxin beispielsweise lähmt die faltenverursachenden Muskeln, Hyaluronsäure polstert Falten von unten auf und mit Goretex-Fäden werden Falten "unternäht". Experten befürworten ein besonders gut verträgliches Präparat zur Unterspritzung von Falten, das mit einer besonderen Form von Milchsäure arbeitet. Die Falten verschwinden damit im Allgemeinen für eineinhalb bis zwei Jahre.
Schritt für Schritt zu weniger Falten 

Diese Art der Faltenunterspritzung (New-Fill®) arbeitet mit Poly-Milchsäure, die zu einer pulverähnlichen Substanz verarbeitet wird. Der Arzt vermischt das Pulver mit sterilem Wasser, bevor es dann in die zu behandelnden Gesichtspartien gespritzt wird. Sofort nach der Behandlung werden Falten und Volumendefekte aufgefüllt.
Allerdings absorbiert der Körper innerhalb weniger Tage das enthaltene Wasser und die Falten können kurzfristig dieselbe Tiefe wiedererlangen, wie vor der Behandlung. Ernst danach beginnt, angeregt durch die Poly-Milchsäure, der Gewebeaufbau unter den Falten. 
Nach vier bis sechs Wochen, wenn das endgültige Ergebnis sichtbar ist, entscheiden Arzt und Patient gemeinsam, ob noch weitere Sitzungen zur Optimierung nötig sind. Durchschnittlich sind am Anfang zwei bis drei Behandlungen erforderlich. Es ist wichtig, die Unterspritzung, obwohl kein operatives Verfahren, nur von einem geschulten Arzt durchführen zu lassen, um Schäden an der Haut und im Gesichtsfeld zu vermeiden.
Vorhandene Gesichtsfalte.
Die in die Haut gespritzte Poly-Milchsäure bewirkt eine sofortige Auffüllung der Falten und Volumendefekte.
Innerhalb weniger Tage wird das in New-Fill® enthaltene Wasser vom Körper aufgenommen, und die Falte sinkt wieder etwas ein.
Danach kommt es zu einem allmählichen und natürlichen Aufbau des Hautvolumens. 
Nach vier bis sechs Wochen wird das Ergebnis sichtbar: die Faltentiefe hat abgenommen.
Natürliche Gesichtsmimik wird gewahrt 

Der Vorteil gegenüber anderen Unterspritzungsmethoden: 

Sie beeinflusst nicht Nerven und Muskeln, sondern regt das Gewebe direkt unter den Falten dazu an, Volumen aufzubauen. Dadurch verschwinden die Falten auf natürliche Weise und die Mimik und Ausdrucksfähigkeit des Gesichtes bleibt erhalten. 

Da die verwendete Milchsäure künstlich hergestellt wird, gibt es im Allgemeinen keine allergischen Reaktionen. Die direkten Abbauprodukte, die Milchsäurepartikel, kommen auch im menschlichen Körper vor, wie beispielsweise im Darm und in den Muskeln. 

Die Faltenreduktion kann bis zu zwei Jahren anhalten. Eine erneute Unterspritzung ist möglich. 

Das Präparat wird bereits seit mehr als 25 Jahren in der Chirurgie bei Knochenimplantaten und selbstauflösenden Nahtfäden angewandt und hat sich dort als besonders verträglich gezeigt. 

Der Körper kann die Poly-Milchsäuren vollständig abbauen.
Was ist Poly-Milchsäure? 

Poly-Milchsäure ist eine besondere Form der Milchsäure und wird künstlich hergestellt. Dadurch sind Verunreinigungen durch tierische oder bakterielle Eiweiße ausgeschlossen. Allergische Reaktionen sind bis jetzt nicht bekannt und ein Allergietest ist daher im Vorfeld der Behandlung nicht erforderlich.

Gute Verträglichkeit - geringe Nebenwirkungen 

Besonders geeignet ist die Unterspritzung mit Polymilchsäure für Falten in der unteren Gesichtshälfte, wie Mundwinkelfalten oder Nasolabialfalten, die von der Nase in Richtung Mundwinkel verlaufen. Aber auch bei Narben und Volumenveränderungen wie Hohlwangen kann sie erfolgreich eingesetzt werden. 
Gelegentlich können nach der Behandlung geringe Nebenwirkungen auftreten wie z.B. kurzzeitig lokale Rötungen an der Einstichstelle sowie kleine Blutergüsse oder Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Außerdem können sich kleine Knötchen oder verhärtete Bereiche an der Injektionsstelle bilden, denen durch Massieren des Behandlungsbereiches entgegengewirkt werden kann. 
Auf keinen Fall darf das Produkt bei Hauterkrankungen wie Entzündungen und Infektionen in der Nähe des zu behandelnden Gesichtsbereichs angewandt werden. 
Die neue Methode mit Poly-Milchsäuren bietet eine Möglichkeiten zur Faltenreduktion für alle, die sich vor Operationen scheuen und auf andere Unterspritzungsmaterialien bisher allergisch reagierten. Auch die lange anhaltende Wirkung ist ein großer Vorteil. Doch egal, ob Sie sich für diese neue Methode entscheiden oder auf eine der anderen setzen - Sie sollten im Vorfeld mögliche Risiken abklären und bedenken, ob Sie so, wie Sie sind, nicht doch interessanter, reifer und charakteristischer wirken.

Jessica Kassner

Ausgabe 2 / 2004