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Kräuter
Aromatischer Gesundheitszauber |
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Kräuter faszinieren uns mit ihren Aromen. Wer kennt nicht den köstlichen Duft eines frischen Sträußchens Dill? Das würzige Aroma von Rosmarin schenkt neue Energie und beim Schnuppern an Basilikum träumt man vom Süden. Ohne die duftenden Kräuter würde in der Küche etwas fehlen. Die Magie dieser Pflanzen liegt aber nicht allein in ihrer Würzkraft, sondern ganz nebenbei tun sie viel Gutes für die Gesundheit. Sei es durch ihre Heilkraft oder auch durch die Entspannung und empfundene Freude beim Selbstanbau von Gewürzkräutern. |
| Sie würzen und heilen
seit Menschengedenken Funde aus der Jungsteinzeit rund um die Welt beweisen, dass Kräuter schon immer zur Verfeinerung von Speisen und zur Heilung von körperlichen Beschwerden eingesetzt wurden. Lange bevor mit den Kreuzzügen exotische Gewürze den Weg nach Europa fanden, pflegten Mönche ihre Kräutergärten. In erster Linie nutzten sie die Kräuter als Heilmittel, erst in zweiter Linie als Würzmittel. Sie kannten die magischen Kräfte der Pflanzen und wussten sie gezielt einzusetzen. |
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Ätherische Öle entfalten Heilkräfte Ein Sprichwort sagt: "Gegen alles ist ein Kraut gewachsen." In vielen Fällen stimmt das auch. Ihre Heilwirkung, die sich im ganzen Körper ausbreitet, wird vor allem auf die ätherischen Öle zurückgeführt. Zusammen mit Bitter- und Gerbstoffen wirken sie vor allem stabilisierend auf Magen und Darm. Sie können die Nieren entlasten und die Galle anregen. Die Nahrung lässt sich dadurch besser aufschließen und wird leichter verdaulich. Manche fördern auch die Durchblutung, senken den Blutdruck oder beeinflussen den Cholesterinspiegel. Die Gerbstoffe wirken, äußerlich angewandt, antibakteriell und können im Hals- und Rachenraum Entzündungen lindern, da sie gut von den Schleimhäuten aufgenommen werden. Wer viel mit Kräutern würzt, braucht weniger Salz, was sich positiv auf Wasserhaushalt und Blutdruck auswirkt. |
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Kalbshaxe "light" Wer unter Blähungen leidet, sollte zu Basilikum, Bohnenkraut oder Ysop greifen. Krampflösend wirken die bekannten Mittelmeerkräuter Majoran, Rosmarin und Salbei. Auch Liebstöckel, im Volksmund wegen des intensiven Geschmacks als Maggikraut bekannt, kann helfen. Fettreiche Kost ist nicht immer gut verträglich. Das kann mit der Galle zusammenhängen. Vielleicht versuchen Sie die nächste Kalbshaxe einmal auf italienische Art mit viel Oregano. Denn Oregano regt die Galle an und macht fettes Essen leichter verdaulich. Ein kleines Glas Minzetee zum Nachtisch, wie in der Türkei üblich, hat denselben Effekt. Die Verdauung kann man z. B. durch Würzen mit Beifuß, Dill, Majoran, Schnittlauch und Thymian verbessern. |
| Rücken Sie der Erkältung zu Leibe Frische Kräuter enthalten viele Vitamine. Vor allem durch den hohen Vitamin-C-Anteil unterstützen sie die Abwehrkräfte. Besonders viel Vitamin C steckt in Dill, Borretsch, Kerbel, Petersilie, Portulak und Schnittlauch. Wenn die Erkältung schon da ist, wirken Borretsch, Schnittlauch und Thymian schleimlösend. Salbei tut gut bei Hals- und Rachenentzündungen und lindert den Hustenreiz. |
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Alternative zum
Schwarztee Einige Kräuter lassen sich hervorragend als Tee zubereiten. In dieser konzentrierten Form kann die erfrischende, anregende oder beruhigende Wirkung gesteigert werden. Außerdem sind sie deutlich gesünder als Schwarztee, weil sie kein Teein enthalten. Richtig lecker ist Zitronenverbene. Der Tee schmeckt sehr frisch, riecht aromatisch zitronig und hilft ganz nebenbei Mahlzeiten leichter zu verdauen. Kräutertee lässt sich schnell frisch aus dem Garten zubereiten: einfach einige Zweige abwaschen, in die Teekanne geben, mit heißem Wasser aufgießen und drei Minuten ziehen lassen |
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Kräuter zum Kuren Wer eine Entschlackungskur macht, um Giftstoffe abzubauen und den Körper zu reinigen, kann durch Würzen mit Liebstöckel und Pimpinelle den Effekt noch steigern. Auch der Abtransport der Schlackstoffe über Niere und Blase wird mit Estragon, Kerbel und Basilikum forciert. Ein Kerbelsüppchen oder ein Rukola-Salat wirken harntreibend, was bei leichten Blasenentzündungen helfen kann. |
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| Einen Überblick über die Wirkung der einzelnen Kräuter auf die Gesundheit vermittelt diese Tabelle: |
| Gewürzkraut | Wirkung | |
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Basilikum | Appetitanregend, magenstärkend, blähungstreibend, krampflösend |
| Beifuß | Appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend | |
| Bohnenkraut | Hilft bei Blähungen, antibakteriell | |
| Borretsch | Viel Vitamin C, anregend, schleimlösend, beruhigend bei Husten | |
| Dill | Entspannend auf Magen und Darm, verdauungsfördernd | |
| Estragon | Als Tee schlaffördernd, appetitanregend, harntreibend | |
| Kerbel | Viel Vitamin C, stoffwechselfördernd, harntreibend, entschlackend | |
| Knoblauch | Antiseptisch, blutdrucksenkend | |
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Koriandergrün | Bei Verdauungsbeschwerden |
| Kresse | Blutreinigend, hilft bei Schwächezuständen | |
| Liebstöckel | Krampflösend, gegen Infektionen, fördert die Ausscheidung von Schlackstoffen | |
| Lorbeer | Durchblutungs- und verdauungsfördernd, antibakteriell, harntreibend, appetitanregend und gegen Koliken. Äußerlich angewendet hilft Lorbeeröl gegen Verstauchungen und Quetschungen | |
| Majoran | Nervenberuhigend, verdauungsfördernd, krampflösend, antiseptisch, magenstärkend | |
| Minze | Regt die Galle an, belebt den Herzmuskel | |
| Melisse | Beruhigend | |
| Oregano | Bei Halsentzündungen und Husten, verdauungsfördernd, regt die Galle an | |
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Petersilie | Viel Vitamin A und C |
| Pimpinelle | Stoffwechsel- und verdauungsfördernd, Schlackstoffe werden ausgeschieden | |
| Portulak | Harntreibend, gegen zu hohen Cholesterinwerte, viel Vitamin C, hilft bei Sodbrennen | |
| Rauke (Rukola) | Harntreibend, verdauungsfördernd | |
| Rosmarin | Appetitanregend und krampflösend, durchblutungsfördernd, antiseptisch | |
| Salbei | Bei Stoffwechselproblemen, krampflösend, entzündungshemmend, Tee bei Halsschmerzen, blutdrucksenkend | |
| Sauerampfer | Blutreinigend, gut für die Leber, leicht abführend | |
| Schnittlauch | Viel Vitamin C, verdauungsfördernd, blutdrucksenkend, schleimlösend, antibakteriell | |
| Thymian | Bei Erkrankungen der Atemwege und Verdauungsproblemen | |
| Ysop | Verdauungsfördernd, blähungstreibend |
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Frisch, gefroren oder getrocknet? So lässt sich das Aroma konservieren Wirkung und Aroma entfalten die Kräuter am besten, wenn sie frisch sind. Sofort in ein sauberes, feuchtes Geschirrtuch packen und im Kühlschrank ins Gemüsefach legen. Alternativ kommen sie in einen Plastikbeutel. So halten sie sich etwa 3 bis 4 Tage frisch. Wer sie länger haltbar machen möchte, kann auf verschiedene Methoden zurückgreifen: |
| Darauf sollten Sie beim
Kauf achten: Das A und O beim Kauf von Kräutern ist die Frische. Dies gilt sowohl für Schnittkräuter, die schnell in der Küche verwendet werden, als auch für Topfpflanzen, die auf Balkonkästen oder im Garten eingepflanzt werden. Bei Schnittkräutern ist Folgendes zu beachten: die Blätter sind grün, saftig und fest; im Bund gibt es keine vermoderten Pflanzenteile oder gelbes Kraut; die Stängel sind saftig, nicht trocken und ausgefranst; die Kräuter riechen aromatisch und lecker. Topfkräuter müssen ebenfalls feste, grüne Blätter haben. Die Stängel sind am Ansatz gesund und kräftig und dürfen nicht modern. |
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Tipp: Hübsch fürs Auge und gut für den Magen Dekorativ und lecker sind die Blüten vieler Kräuter. Bei Oregano, Salbei und Majoran sind sie sogar aromatischer als die Blätter. Lavendel- und Schnittlauchblüten schmecken ebenfalls ausgezeichnet. Besonders auffallend und farbenprächtig auf einem frischen Salat sehen die intensiv orangenen Blüten der Kapuzinerkresse aus. |
Tipps und Tricks |
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Tipp: Dekorative und gesunde Geschenke zum Selbermachen Sehr hübsch zum Verschenken sind eingelegte Kräuter. In formschönen Flaschen werden einzelne oder gemischte Kräuter mit gutem kaltgepresstem Olivenöl aufgefüllt. Vor dem ersten Gebrauch sollten sie 2 - 4 Wochen gut verschlossen im Dunkeln lagern. So entfalten sie ihren vollen Geschmack. Dasselbe funktioniert auch mit Essig. Die beste Grundlage fürs Einlegen stellen Weißweinessige, da sie wenig Eigengeschmack besitzen. Auch ein Kräuterpesto, gehackte Kräuter in unterschiedlichster Kombination mit zerkleinertem Knoblauch, Pinienkernen und Olivenöl, sind ein schönes, persönliches "Mitbringsel". |
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Ein sonniges Fleckchen Viele schätzen die Entspannung und Freude, die beim Umgang mit Pflanzen entstehen kann. Das Anpflanzen von Gewürzkräutern schenkt außerdem noch die Aussicht auf die eigene Ernte. Beim Selbstanbau von Kräutern braucht man keinen großen Garten. Ein sonniges Fleckchen auf dem Balkon oder der Terrasse reicht völlig aus. Selbst auf dem Fensterbrett gedeihen einige der Pflanzen hervorragend und Sie haben stets frische Kräuter zur Hand. |
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Sybille Hepe |
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