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| Zwei go longlife!-Reise- Redakteure stellen ihre Traumziele vor: Thailand und Westaustralien | |||
| Immer mehr sonnenhungrige Aussteiger auf Zeit erfüllen
sich den Wunsch, der kalten Jahreszeit ein Schnippchen zu schlagen.
Sind nicht gerade die Wintermonate der Nord halbkugel wie geschaffen,
um ferne Länder rund um den Äqua tor oder gar der
südlichen Hemisphäre kennen zu lernen? Mit Zeit und
Muße können Reisende in eine fremde Kultur und in
außergewöhnliche Landschaften auf ei nem fernen Kontinent
ein tauchen. Australien und Thailand sind Traumziele, nicht nur
aufgrund der landschaftlichen Reize, der schönen Strände, der
vielfältigen Flora und Fauna, der kulturhistorischen Zeugnisse,
son dern sie zählen auch zu den sicheren Fernreisezielen aus
politischer und gesundheitlicher Sicht. Für beide Länder sind
keine Impfungen vorgeschrieben, und es gibt eine ausreichend dichte und
gute medizinische Versorgung, auch gemessen an westlichen Standards.
Generell bestehen in Australien sowie in Thailand hervor- ragend
ausgebaute touristische Infrastrukturen, die den Reisen- den alles
bieten: vom Luxushotel zur Ferienwohnung, von Flusskreuzfahrten zum
Unterwegssein im Wohnmobil oder vom thailändischen Bade- und
Wellness- aufenthalt bis zum Abenteuerurlaub im australi schen Outback.
Wer die europäische Kultur hinter sich lassen möchte und die
Exotik und die Abwechslung liebt, kann kostengünstig im Land des
Lächelns oder in der Weite des großen Abenteuerlandes
sonnigen Tagen ent gegenblicken. |
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Thailand Der Überwinterungstipp von Uwe Wasserthal |
| Im Land des Lächelns | |
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Thailand mit seinen wundervollen Strän den zwischen dem Südchinesischen Meer und dem Indischen Ozean lockt Wintermüde zu einem sonnigen Besuch. Das Land des Lächelns bietet neben blauem Himmel und an genehmen Temperaturen kulturellen Reichtum und ursprüngliche Landschaften, die es zu entdecken gilt. |
| Bangkok - die bunte und lebhafte Metro pole | |
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Erster Anlaufpunkt jeder Thailandreise ist natürlich Bangkok. Die bunte asiatische Großstadt beein druckt durch ihre Vielfalt an Farben, Gerüchen, Baustilen und das ge schäftige Gewirr in den Gassen des Stadt zentrums. Die beste Möglichkeit, um sich den Geheim nis sen der Haupt- stadt des Königreichs zu nähern, ist die Erkundung mit einer Klong-Fahrt. Klongs werden hier die traditionellen alten Kanäle ge nannt, die das historische Stadtzentrum Bang koks durch ziehen. Sie dienen als wichtige Verkehrs adern und als Umschlagplatz für Waren von Boot zu Boot. Das kulturelle Leben Bangkoks findet rund um die herrschaftlichen Paläste, den Wat Phra Keo, den Wat Pho und am Großen Palast statt. Ein geführter Rundgang durch die großartigen Anlagen gibt den Besuchern ei nen guten Einblick in das herr schaftliche Leben und die kulturellen Schätze der thailändischen Dynastien. Die über sie ben Hektar umfassende Tempelanlage des Wat Pho bietet seinen Besuchern eine der angwnehmsten Besonderheiten, für die das alte Thai land bekannt ist: Nach alten über lieferten asiatischen Methoden bieten hier Masseure ihre Dienste zum körperlichen, geistigen und emotionalen Wohl der Gäste an. |
| Entdeckungsreisen ins Umland | |
| Unbedingt empfehlenswert ist ein Besuch der alten Haupt stadt Ayutthaya, die von Bangkok aus auch direkt auf dem Wasserweg erreicht werden kann. Die ehemalige Hauptstadt mit ihren reichhaltigen architekto nischen und kunsthistorischen Schätzen wurde 1767 zerstört und fasziniert heute durch den Charme ihrer Ruinen. Bangkok ist ebenfalls der ideale Ausgangs punkt für eine mehrtägige Flusskreuzfahrt auf dem River Kwai. Außer der weltberühmten Brücke über den River Kwai halten die schwimmenden Hotels an einigen schönen und sehr unter schiedlichen Tempelanlagen, den Khmer Ruinen, einem Elefantendorf und am Sai Yok Yai Wasserfall. | |
| Kultur im Norden Thailands in ursprünglicher Form ursprünglicher Form | |
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Gerade im Norden, in den entlegenen Wäldern und Hügeln, konnten die alten Sitten, Riten und Gebräuche nicht nur bewahrt bleiben, sondern sie bilden noch heute den zeremoniellen und kulturellen Kern des sozialen Lebens in den Familien und den Dorfgemeinschaften. Über 90 Prozent aller Thailänder gehören dem buddhistischen Glauben an, der mit Gebetszeiten, Schweige- und Meditati onsphasen den Tagesablauf der Menschen strukturiert. Der Buddhismus ist eine tolerante Religionen, die alle Lebensformen respektiert. Und gerade hier im Norden des Landes ist Offenheit und Toleranz besonders wichtig, denn viele ver schiedene Volksgruppen unterschiedlichster Abstammung leben in unmittelbarer und friedlicher Nachbarschaft. Am besten er schließt sich der Norden durch eine mehrtä gige Rundreise, die neben den Metropolen Chi ang Mai und Chiang Rai auch einige abgelegene Ber gdörfer entdecken lässt. Baumriesen und die pflanzliche Vielfalt der subtropischen Wälder ziehen dort jeden in ihren grünen Bann. |
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Der Knigge für Thailand
Die thailändische Kultur ist für einen Mitteleuropäer nicht immer ganz einfach zu verstehen, und so kann es schon manches Mal zu Missverständnissen kommen. Ein grober Verstoß gegen thailändische Gepflogenheiten ist zum Beispiel, ein kleines Kind am Kopf zu tätscheln. Der Kopf gilt im Buddhis muss als heilig und darf nicht von Fremden berührt werden. Im Gefängnis landen Besucher Thailands, wenn sie in der Öffentlichkeit einen thailändischen Geldschein zerreißen oder sich gar eine Zigarre damit anstecken. Alle Geldscheine tragen das Bildnis des von den Thailändern hochverehrten Königs. |
Badefreuden im Süden Thailands |
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Kontrast-Programm: Thailands weiße Traumstrände mit ihrem blautürkisen Wasser laden im sommerlichen Klima zum Baden oder Schnorcheln ein. Das absolute Traumziel für Sonnenanbeter, Tau cher und Wasserfreaks ist die Insel Phuket. Ein schöner Strand fügt sich hier an den nächsten, und wer ein wenig Ruhe sucht, findet problemlos "sein" palmenbewachse nes, ruhiges Paradies. Lassen Sie sich im "Land des Lächelns" treiben und reisen Sie mit genügend Zeit und Muße, und Sie werden mit interessanten Impressionen der vielschichtigen Kulturen, der zauberhaften Landschaften und der liebenswerten Men schen nach Hause zurückkehren. |
| Reisetipps Thailand: | |
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| Reiseführer:
Adressen:
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Westaustralien Der Überwinterungstipp von Franz Michael Braunschläger |
| Abenteuerland für Stadtflüchter | |
![]() Die Metropole Perth erinnert gelgentlich an "merry old England" |
Davon träumen wir an nasskalten Tagen doch alle: die Zivilisation wie ein Hemd abzulegen, am Büro vorbeizufahren und irgendwo im Süden zu überwintern. Raus aus dem Alltag und rein in die Wildnis, in ein Land wie Westaustralien, das Eldorado für Winterflüchter mit einer Vorliebe für sonnig heiße Abenteuer. |
| Perth - Stadt der Millionäre | |
| Wer Western Australia entdecken möchte, tut dies am besten von Perth aus. Die 1,5-Millionen-Metropole, in idyllischer Lage umspült vom Indischen Ozean und den Fluten des Swan River, pulsiert im kalifornischen Lifestyle. Kein Wunder also, dass die australische High Society heute nicht mehr in Sydney, der Traumstadt am 4000 Kilometer entfernten Pazifik, sondern hier, in der isoliertesten Großstadt des Erdballs, standesgemäß lebt.Lifestyle und mediterranes Flair bietet vor allem der Vorort Fremantle, das "St. Tropez Australiens" . Der Charme dieser kleinen Stadt lockt abends viele Menschen zum Essen, Flanieren und Ausgehen an. Pulsierender Mittelpunkt des Hafenstädtchens ist der von Al-Fresco-Cafés gesäumte "Cappuccino Strip" entlang der South Terrace, der vielleicht weltoffensten Straße des fünften Kontinents. | |
| Faszinierende Küsten zweier Meere | |
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Entlang der 5000 Kilometer langen Pazifikküste Westaustraliens warten faszinierende Landschaften, die wie geschaffen sind für aktive und abenteuerlustige Langzeiturlauber: zum Beispiel die für ihre Weingüter bekannte Region zwischen Bunbury und Margret River, die nur 200 Kilometer südlich von Perth liegt. Zum Pflichtprogramm für Naturliebhaber zählt dort der Leeuwin-Naturaliste National Park, den man am besten entlang der Caves Road (Straße der Höhlen) erkundet. Wie der Name verrät, ist der Untergrund dieses Nationalparks duchlöchert wie ein Schweizer Käse. Immerhin konnten über 100 Höhlen bislang wissenschaftlich erforscht werden, fünf davon sind für Besucher zugänglich. Wen das tiefe Erdinnere nicht lockt, unternimmt eine geführte Kanu-Tour auf dem Margret River. zu heiligen Plätzen der Urein- wohner oder versucht sich am Abseilen von hohen Felsklippen, dem "Abseiling" , einer neuen Trendsportart. Die schönsten Steilwände hierfür fi nden sich zwischen Cape Men- telle und Cape Clairault, wo der Indische Ozean die seltsamsten Formen aus dem Kalkstein her- ausgewaschen hat. Doch aufgepasst: Die Steilküste bricht hier mehr als 100 Meter tief in den Pazifi k ab! |
| Wunder des Südens | |
![]() Wie Perlen reihen sich Traumbuchten in Westaustralien aneinander. |
Zum längeren Verweilen lädt der sich anschließende Küsten- strich ein, den die Australier völ- lig zu Recht "Southern Wonders" nennen. Nicht nur, dass sich zwischen schmucken Ferienor- ten ein einsamer Traumstrand an den anderen reiht - im "Val- ley of the Giants" sind darüber hinaus die wohl gewaltigsten Karri- und Tingle-Bäume Aus- traliens von oben zu bestaunen. In schwindelnder Höhe führt dort der gut 500 Meter lange "Tree Top Walk" , eine raffi nierte Brü- ckenkonstruktion, mitten durch das Dach des mehr als 1000 Jahre alten Waldes. |
| Im Eisenland | |
![]() ![]() ![]() Echte Highlights: Nationalparks mit beeindruckend tiefen Schluchten und zauberhafte Oasen |
Wer die Wintermonate in Wes- tern Australia
verbringt, darf sich das mythenumwobene australische Outback
natürlich nicht entgehen lassen. Ein Geheimtipp für
Outdoor-Freaks, die genügend Abenteuerlust mitbringen, ist die
Pilbara-Halbwüste im Nordwesten des Bun- desstaates. Seitdem im
Jahre 1952 ein Farmer die größten Eisenerzvorkommen der Welt
im Rumpfgebirge Hamersley Range entdeckte, werden hier gigantische
Mengen des begehrten Rohstoffes ans Tageslicht befördert. Als
absolutes Naturhighlight im "Eisenland" gilt der Karijini Nationalpark.
Seine bis zu 100 Meter tiefen Schluchten zählen mit ihrer
einzigartigen Flora und Fauna zu den schönsten der Welt und laden
zum Entdecken und Baden geradezu ein. Den würdigen Abschluss einer
mehrwöchigen Küstenfahrt in Western Australia bildet der nahe
Millstream-Chichester Nationalpark. Dessen zahlreiche, von Grundwasser
gespeisten und garantiert krokodilfreien Oasen sind einzigartige
natürliche Erholungszonen für Mensch und Tier, die vor der
strahlenden Sonne Obhut gewähren. Während dieser
Entdeckungstour im Westen Australiens reiht sich entlang der
vielseitigen Küsten Naturwunder an Naturwunder und lässt den
Besucher fast vergessen, dass jenseits des Streifens am Meer die
endlosen Wüsten beginnen, die einen Großteil des
fünften Kontinents bedecken. |
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Auf den Spuren der Aborigines
Wohl kaum eine andere Kultur und Religion ist so komplex wie die der australischen Ureinwohner. Während der so genannten Traumzeit, so glauben die Aborigines, kamen Schöpferwesen auf die Welt und kreierten sämtliche Naturphänomene und alle Lebewesen. Jeder Mensch entsteht aus einer Pfl anze oder einem Tier, das dann zu seinem Totem wird und sein Verhalten bestimmt. Damit fühlen sich die Aborigines eng mit dem Land verbunden, das sie als Geschenk der Schöpfer aus der Traumzeit verstehen. In vielen Nationalparks sind Aborigines beschäftigt, die Felsmalereien sowie die heiligen Plätze erklären und auf Touren durch das Outback für die Naturheilkunde wichtige Pflanzen vorstellen. |
| Reisetipps Westaustralien: | |
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| Adressen:
Hotel-Tipps Perth und Great Southern-Region Perth: Sebel of Perth, 37 Pier Street, Perth WA 6000, Tel. +61/8/93 25 76 55, Fax –93 25 73 83, DZ ab 100 Euro. Traditionsreiches 4-Sterne-Haus in zentraler, aber ruhiger Lage. Fremantle: Esplanade Hotel, Corner Marine Terrace & Essex Street, Fremantle WA 6160, Tel. +61/8/94 32 40 00, Fax –94 30 48 36, DZ ab 100 Euro. Luxus-Oase in einer der schönsten Hafenstädte Australiens. Im modern gestylten Restaurant werden hervorragende Meeresfrüchte serviert. Pemberton: Karri Valley Resort, Vasse Highway, Pemberton WA 62 60, Tel. +61/8/97 76 20 20, Fax –97 76 20 12, DZ ab 75 Euro. Kleine, feine Ferienhaussiedlung am Ufer eines romantischen Sees in ausgedehnter Waldlandschaft, die zum Fischen und Wandern einlädt. Hoteltipp Pilbara Mercure Inn, The Esplanade, Tel. +61/8/91 85 31 11, Fax –4472, DZ ab 50 Euro. Alle Zimmer mit Kühlschrank, TV und Klimaanlage; Restaurant und Swimmingpool. Im Karijini und Millstream Chichester Nationalpark nur mehrere einfache Campingplätze zum Beispiel bei Weano und Dales Gorge im Karijini oder bei Deep Reach Pool, Millstream Station und Crossing Pool im Millstream Chichester Nationalpark. |
| Ausgabe 4 / 2004 |