Gut sehen –
am besten vorsehen

  Kein Sinnesorgan ist so wichtig wie das Auge. Wer nicht gut sieht, ist in vieler Hinsicht eingeschränkt. Beispielsweise werden Lesen oder Fernsehen schwieriger, Beruf und soziale Kontakte können leiden. Oder andersherum: Gut sehen heißt im Leben stehen. Damit das möglichst lange so bleibt, lohnt es sich, gegen die häufigste Ursache für Augenerkrankungen, nämlich die Durchblutungsstörung der empfindlichen Netzhaut, frühzeitig etwas zu unternehmen.
  Unsere Augen: Kamera des Körpers
  Die Augen des Menschen sind aufgebaut wie eine Kamera: Die Augenhöhle ist die Fototasche, die Lider entsprechen dem Deckel des Objektivs. Hornhaut, Pupille und Linse bilden das Objektiv, hinter dem der Augapfel liegt. Dahinter kommt die Netzhaut, der Film des Auges. Auf der Netzhaut liegen lichtempfindliche Zellen, auf denen das Bild entsteht. Gegenüber der Pupille liegt die Makula, auch gelber Fleck genannt. Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens. Durch sie können wir lesen, Gesichter erkennen, feine Unterschiede ausmachen und Farben identifizieren.
  Risikofaktor Durchblutungsstörung
  Wenn wir an nachlassende Sehkraft denken, denken wir zumeist an Weit- oder Kurzsichtigkeit, den grauen oder grünen Star und viel zu selten an Durchblutungsstörungen der Netzhaut (Retina). Die altersabhängige Makula-Degeneration und die diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie) sind Folgen solcher Durchblutungsstörungen. Beide sind häufig und haben ernste Folgen. Bei der Makula-Degeneration werden anfangs im zentralen Sehfeld Verzerrungen wahrgenommen. Innerhalb weniger Monate kommt es dann zum Verlust der zentralen Sehschärfe, so dass die Umwelt nur noch schemenhaft wahrgenommen wird. Der erhöhte Blutzuckergehalt bei Diabetes schädigt die Gefäße, und natürlich sind die feinen Blutgefäße in der Netzhaut besonders betroffen. Einblutungen und sogar Ablösungen der Netzhaut können die Folge sein. Weil man die Netzhaut nicht einfach austauschen kann wie den Film in einer Kamera, ist Vorbeugung hier der einzige Weg zur Erhaltung guten Sehens.
  Das empfindliche Sehzentrum

Der zentrale Sehbereich der Netzhaut,
die Makula, ist auf einen optimalen
Stoffwechsel besonders angewiesen.
(Abb. Netzhautspiegelung, Makula als
„gelber Fleck” in der Bildmitte)
Das gilt im Besonderen für die Makula. Sie ist auf einen intensiven Stoffwechsel angewiesen, damit das „schärfste Sehen“ reibungslos funktioniert. Die Makula reagiert z. B. besonders empfindlich auf Freie Radikale. Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und erhöhte Blutfette steigern das Risiko. Deshalb gilt:

mit dem Rauchen aufhören
Blutzucker, Blutdruck und Blutfette kontrollieren und ggf. einstellen lassen
die Durchblutung des Körpers und der Augen anregen, z. B. durch Bewegung, spezielle Augengymnastik oder durchblutungsfördernde Naturarzneien.
Wirksamkeit eines Ginkgo-Spezialextraktes frühzeitig nutzen
Die Inhaltsstoffe eines Spezialextraktes aus Ginkgo-Blättern (Craton) verbessern die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung im Auge. Zudem wirken die enthaltenen Flavonoide als Radikalenfänger und schützen somit die empfindlichen Zellen der Netzhaut. Neben der vorbeugenden Wirkung wurde in zwei klinischen Studien belegt, dass durch den Ginkgo-Extrakt Craton auch im frühen Stadium einer diabetischen Netzhauterkrankung und der Makula-Degeneration das Sehvermögen und das Lebensgefühl der Patienten deutlich gesteigert werden konnte. 
 
Karin Franke, M. A.
 

 Tipps:  

Einen Selbsttest zur Früherkennung einer Makula-Degeneration, den so genannten „Amslertest“, finden Sie unter www.augen.de

Wie Augengymnastik die Durchblutung der Netzhaut fördert, lesen Sie im Internet unter: www.news-vnr.de/archiv/2003/02/newsletter_2003_02_21.html

Ausgabe 1 / 2005

Weitere Artikel zu ähnlichen Themen:
http://www.golonglife.de/2008_06/Sehen.html
http://www.golonglife.de/2006_01/augen.htm