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Holz- und Steinböden |
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Ob wir uns in einem Raum wohl fühlen, ein Haus als unser warmes, gemütliches Zuhause empfinden oder uns in einer Wohnung trotz schöner Möbel nicht heimisch fühlen, hängt unter anderem vom Boden ab. Ob Holz oder Stein, fast nichts bestimmt mehr die Ästhetik und die Harmonie eines Wohnraumes als die Fläche, die alles trägt. |
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Dabei muss ein Bodenbelag zahlreichen
Anforderungen standhalten: Er soll nicht nur zur Gesamtarchitektur und
zur Einrichtung passen, sondern auch praktisch, wärmespeichernd
und pflegeleicht sein. Architekten und Gestalter haben die Wahl, den
Boden harmonierend in das Ganze des Raumes einzubinden oder ihm,
auffallend in Material, Form und Farbe, eine tragende Rolle zukommen zu
lassen. Aber egal, ob die eine oder die andere Variante bevorzugt wird:
Ein natürlicher Bodenbelag wirkt sich zweifelsohne wertsteigernd
auf Wohnund Lebensqualität aus. |
| Stein
modern, luxuriös oder archaisch |
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![]() ![]() Unzählige Farben, Strukturen, Oberflächen und Formmöglichkeiten geben dem Gestaltenden eine breite Palette zur Hand, mit der er seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. |
Kälte, Wärme, Behaglichkeit die
Fußsohlen stehen über sensible Nervenpunkte mit allen
Organen in Verbindung. Deshalb wirkt sich alles, was über die
Füße zu spüren ist, auf den ganzen Organismus aus. Wir
fühlen die Eigenschaften von Stein: seine Glätte,
Formstrenge, Kühle oder Rauheit. Wir nehmen aber nicht nur durch
den Fußkontakt auf, was er ausstrahlt, sondern assoziieren mit
Stein auch ein Gefühl von Beständigkeit,
Belastungsfähigkeit und Zeitlosigkeit. Seine urzeitliche Herkunft
und Entstehung spiegelt sich im Charakter des Materials. So entsteht
die harte, kristalline und schwer zu bearbeitende Oberfläche von
Granit beispielsweise durch die Mineralien Feldspat, Glimmer und Quarz,
während dem viel jüngeren und weicheren Schiefer der hohe
Anteil an flächigem Glimmer den sanften Glaz verleiht. Die tiefere
Kenntnis über die Natur der Steine ist eine Wissenschaft für
sich. Die Hauptkategorien: Erstarrungsgesteine, Sedimentgesteine und
metamorphe (durch Umformung entstandene) Gesteine sind nur die grobe
Unterteilung einer Vielzahl von Arten, Farben und Strukturen.
Erstarrungsgesteine, zu denen Granit gehört, sind die älteste
Schicht der Gesteinsar ten und vor Millionen Jahren durch die
Abkühlung der Erdoberfläche entstanden. Sedimentgesteine,
Ablagerungen organischen und mineralischen Ursprungs, stammen aus den
jüngeren Erdzeitaltern. Zu ihnen zählen die fein gemaserten,
hellen Kalksteine sowie die in Struktur und Farbe sandigen Sandsteine.
Der wertvolle Marmor, ein metamorphes Gestein, ist das Ergebnis einer
jüngsten geologischen Umwandlung infolge großer Hitze und
Druckeinwirkung. Aber Stein ist nicht nur reiner Granit, Marmor,
Schiefer, Kalkoder Sandstein. Steinfußboden darf sich
beispielsweise auch der fugenlose Terrazzo nennen: zerkleinerte
Natursteine mit Zement gebunden, an Ort und Stelle gegossen und nach
der Härtung geschliffen. Spötter nennen ihn den Marmor
für Arme Kenner schätzen seine Vornehmheit und den
Flair von Luxus, den kunstvolle Verlegung hervorrufen kann. |
| Rund um die Verlegung von
Steinfußböden |
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| Ein Steinfußboden ist für jeden Wohnbereich
geeignet, wegen seiner Pflegefreundlichkeit und Wasserfestigkeit ganz
besonders natürlich für Bereiche, die viel begangen werden.
Durch seine gute Wärmeleitung ist er auch der ideale Belag
über einer Fußbodenheizung. Trotzdem sollte man wissen, dass
beispielsweise manche Marmorsorten wegen ihrer porösen Struktur
empfindlich auf Putzmittelzusätze reagieren und rasch
Verfärbungen bekommen können. Verlegt wird Naturstein in
quadratischen, rechteckigen oder unregelmäßig geformten
Platten in einem Mörtelbett aus Zement oder Klebemörtel.
Feine Muster und Wirkungen lassen sich durch besondere Verlegear ten
erzielen. So kann ein Steinfußboden Eindrücke von eleganter
Exklusivität bis zu rustikaler Einfachheit erzeugen. |
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| Ästhetik und Verletzlichkeit der
Steine |
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Je weicher ein Material ist, umso größer ist die
Gefahr des Splitterns und Brechens. Auch stark geäderte
Marmorarten neigen stärker zum Abblättern und zur Abnutzung.
Bei weichem Material wie ,,Botticino" ist es wichtig, dass die Platten
klein gehalten sind, um die Bruchgefahr einzugrenzen. Sehr beliebt
wegen seines antiken Flairs, matten Glanzes und seiner
Pflegeleichtigkeit ist eine besondere Art der Marmor veredelung:
,,Anticato". Hier wird die Oberfläche nicht poliert, sondern fein
gebürstet. |
| Holz natürlich, warm und
lebendig |
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![]() Härter als Eiche: Merbau, eine Holzart aus Südostasien in rotbrauner Färbung mit natürlichem Glanz. Wie bei vielen anderen Hölzern kommt die eigenwillige Maser ung am besten bei Langholzdielen zur Geltung. ![]() Nussbaum verbreitet ein elegant vornehmes Flair und lässt sich gut mit farbigen Raumelementen kombinieren. |
Kein anderes Baumaterial übertrifft Holz in seinen so
unterschiedlichen Eigenschaften: Es ist biegsam und trotzdem stabil, in
seinen Strukturen auffällig oder einfach und schlicht. So kann
auch ein Holzboden viele Sprachen sprechen und entweder dominanter
Blickfang sein oder durch seine Schlichtheit empfindsam
Einrichtungsgegenstände und andere Raumkomponenten stärker
zur Geltung bringen. Von weltweit ungefähr 250 gängigen
Holzarten verwenden wir rund 30 Sorten für den Innenausbau. Bei
Holz als Bodenbelag unterscheiden wir den klassischen Riemenboden und
den Parkettboden aus Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Eiche, Esche
oder anderen Laub- und Nadelhölzern. Der Riemenboden, bestehend
aus Brettern in einer Länge von 90 bis 180 cm und einer Breite von
6 bis 8 cm, besitzt umlaufend Nut und Feder und ist grundsätzlich
aus Vollholz. Er bringt den Charakter und die natürliche
Ausstrahlung des Holzes am besten zur Geltung, ist aber nur bedingt bei
Fußbodenheizungen verwendbar. Parkett besteht aus ringsum
genuteten Elementen, die je nach Größe als Riemen,
Stäbe oder Lamellen bezeichnet werden. Tafel- oder Fertigparkett
gibt es sowohl massiv als auch furniert. Holztafeln in verschiedenen
Verlegemustern oder auch mit Intarsien werden dafür vorgefertigt.
Parkett ist fußwarm, haltbar, pflege- und verlegeleicht sowie
für eine Fußbodenheizung geeignet. Holz ist kein
einheitliches Material, darum empfiehlt es sich, die Elemente vor der
Verlegung nach Maserung und Muster zu sortieren. Kein Bodenbelag
verträgt Feuchtigkeit. Holz reagiert auf Wasser extrem
empfindlich, darum wird der Untergrund mit einer Dampfsperrfolie
vorbereitet. Vorgefertigtes Parkett kann auch von begabten Heimwerkern
verlegt werden, wogegen massive Holzdielen einen Fachmann verlangen. |
| Mondholz
- fast für die Ewigkeit Wenn die Aspekte wie richtiger Zeitpunkt des Fällens in der Saftruhe des Baumes (an ganz bestimmten Mondtagen mit absteigender Kraft im Winter), Schnitt und Trocknung beachtet werden, ist Holz ein nahezu unbegrenzt haltbarer Baustoff. Es benötigt keinen chemischen Holzschutz, reißt weniger oder gar nicht, verformt sich kaum und ist gut bearbeitbar. Ein Zusammenschluss von Waldbauern, die heimisches Holz nach überlieferten Regeln anbieten, sind beispielsweise die Waldbauern im Rupertiwinkel ,,WiR". Geduld aber ist nötig ungefähr ein Jahr beträgt die Wartezeit für den eigens angefertigten Bodenbelag! Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel.: 08684 6 37. |
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| Der Charme der
Naturstoffe |
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Mit der Wahl eines
natürlichen Baustoffs entscheiden wir uns auch für die
sichtbaren Auswirkungen der Alterung und der klimatischen oder
Licht-Einflüsse. Dies sind Prozesse, die auf die Lebendigkeit des
Materials hinweisen und gerade den Charme erzeugen, den wir an alten
Stein- und Holzböden so lieben. Rosi
Jarmer-Burgmair
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Tipp: Eine schöne Übersicht über viele verschiedene Holzarten finden Sie unter www.wohngesund.at |