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Gut be-DACH-t Sanierungs- maßnahmen mit Pfiff |
| Dächer
schützen, halten die Wärme im Haus und
können richtige Schmuckstücke sein. Allerdings
brauchen sie
Unterstützung, wenn der Zahn der Zeit am Haus nagt. Mit
modernsten
Sanierungstechniken lässt sich das Dach wieder gegen Wind und
Wetter stark machen, die Wärmedämmung effektiv und
umweltschonend erneuern, die Wohnqualität erheblich verbessern
– und man kann sogar Geld damit verdienen. Sind die ersten Dachpfannen locker oder beschädigt, und kann man am Dachstuhl feuchte Stellen beobachten, wird es höchste Zeit für eine Sanierung. Doch umsichtige Hausbesitzer denken schon vorher daran, dass die „Kopfbedeckung“ das Haus sicher schützen muss. Für eine lange Nutzungsdauer eines Daches sind Inspektion und Wartung eine wichtige Voraussetzung. Eine professionelle Beurteilung der Dachhaut sollte ein Dachdecker oder Zimmerer für den Hausbesitzer übernehmen. Die Inspektion beginnt mit der Überprüfung der Tragfähigkeit des Mauerwerks, der oberen Geschossdecke und des Dachwerks. Anschließend wird festgelegt, was ausgetauscht bzw. wieder verwertet werden kann. Noch immer sind zahlreiche Dächer in Deutschland asbestbelastet. Wenn sie altern, werden sie zu einem Gesundheitsrisiko für Nutzer und Anwohner, denn in Folge von Verwitterung und Erosion setzen Asbestzementplatten im Laufe der Zeit immer mehr Asbestfasern frei. Hausbesitzer, die selbst Hand anlegen, setzen sich nicht nur erheblichen Gesundheitsrisiken aus, sondern machen sich auch strafbar. Nur autorisierte Fachbetriebe dürfen asbesthaltige Werkstoffe ausbauen und entsorgen. Bei der Inspektion sollten Handwerker auch den Zustand von Rauchzügen/Schornsteinen, Blitzschutz, Tritten, Lüftern und Ausstiegen unter die Lupe nehmen. |
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| Tipp: Bereits 1999 entschied das Finanzgericht Düsseldorf, dass die Kosten für die Neueindeckung eines Einfamilienhauses als außergewöhnliche Belastung steuerlich abzugsfähig sind, wenn asbesthaltige Dachplatten ausgetauscht werden müssen. Im konkreten Fall hatte der Hausbesitzer ein Asbestzementdach, dem eine Lebensdauer von 30 Jahren bescheinigt wurde, nach 18 Jahren entsorgen lassen. Allerdings können nur die durch die vorzeitige Erneuerung des Daches entstandenen Kosten und die teure Entsorgung von der Steuer abgesetzt werden. |
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Bunte Vielfalt beim Bedachen |
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Dachziegel
aus
gebranntem Ton haben sich seit Jahrtausenden als Bedachungsmaterial
bestens bewährt. Vor allem ihre hohe Frost- und
Farbbeständigkeit sowie
die feuchtigkeitsregulierende Wirkung haben sie zum beliebtesten
Produkt auf deutschen Dächern gemacht. Durch die Vielzahl von
Modellen,
Formen und Farben sind der gestalterischen Fantasie keine Grenzen
gesetzt. Auch der Betondachstein nimmt heute einen festen Platz unter
den Dachbaustoffen ein. Er zeichnet sich durch hohe Wirtschaftlichkeit,
Funktionssicherheit und verbürgte Langlebigkeit aus. Eine
Renaissance
erlebt seit einigen Jahren die Schieferdeckung. Allerdings erfordert
die Verlegung des Naturmaterials aus Glimmermineralien und
Schichtsilikaten viel Handwerkskunst – und ist preislich
deshalb
nicht
gerade günstig. Außer dem aus Gruben gewonnenen
natürlichen Schiefer
kann künstlicher (Schieferit) verwendet werden, der aus 70
Prozent
Schiefergranulat besteht. Eine weitere Alternative
für das
Dach sind Metallplatten. Zu den beliebtesten Metalldeckungen
gehören
vor allem Materialien wie beschichtetes Aluminium, Kupfer, Titanzink
und Edelstahl. Insbesondere bei modernen, ausgefallenen Dachformen
spielen Metalldeckungen ihre Stärken aus: Bruchfestigkeit,
Beständigkeit und Wartungsfreiheit. |
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Alleskönner
Gründach Die Dachbegrünung ist ein idealer Schutz für die Dachhaut. Die Lebensdauer verlängert sich, denn Temperaturschwankungen, Hagel oder UV-Strahlung bleiben ohne Folgen. Im Winter spart das Gründach Heizenergie, im Sommer die Klimaanlage. Dafür muss das Dach allerdings sorgfältig abgedichtet werden und statisch die zusätzliche Last tragen können. Experten empfehlen ein Magersubstrat von ungefähr 15 Zentimetern Dicke und einen dichten Bewuchs mit Wildgräsern wie Rot- und Schafschwingel sowie Wiesenrispe. Da 50 bis 80 Prozent des Regenwassers von der Dachbegrünung in ihrem Schichtaufbau gespeichert werden, steht das Wasser den Pflanzen bei Trockenheit zur Verfügung. Außerdem geht verdunstetes Wasser als Wasserdampf in den natürlichen Kreislauf der Atmosphäre zurück. Ergebnis: Luft und Kleinklima in den Städten verbessern sich. Und die Pflanzen binden bis zu 20 Prozent der Staub- und Schadstoffpartikel. Begrünen lassen sich alle flachen Dächer und Schrägdächer bis zu einer Neigung von 25 Prozent. |
Geldverdienen auf dem Dach |
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![]() Wer die Energie aus seinen Sonnenkollektoren in das Netz der Versorgungsunternehmen einspeist, bekommt derzeit fast das Dreifache, was ihn der Strom kostet. |
Immer mehr
zukunftsorientierte
Sparfüchse denken beim Neubau oder bei der Dachsanierung an
ein
Solardach. Schon ab einer Kollektorfläche von sechs
Quadratmetern
spart man im Jahr rund 500 Liter Heizöl und reduziert
gleichzeitig
die Kohlendioxid-Emissionen erheblich. Ab einer Dachneigung von 20
Prozent liefert das Dach bis zu 70 Prozent des jährlichen
Warmwasserbedarfs. Ab 35 Prozent Dachneigung kann Energie für
eine
teilsolare Heizung aufgebracht werden. Andere Hausbesitzer produzieren
mit ihrem Mini-Kraftwerk auf dem Dach Strom aus Sonnenenergie
– und verkaufen ihn an den örtlichen Netzbetreiber.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert den Betreibern einer
Photovoltaikanlage 20 Jahre lang sichere Einnahmen. 51,8 Cent pro
Kilowattstunde muss das Versorgungsunternehmen zahlen, sofern die
Anlage bis Ende 2006 in Betrieb geht (danach: 49,21 Cent). Wer den
Strom ins Netz einspeist, statt ihn selbst zu verbrauchen, bekommt also
fast das Dreifache dessen, was er selbst für Strom zahlen
muss. Die Berliner Stiftung Warentest kommt zu der Wertung:
„Der subventionierte Strompreis bietet Betreibern nicht nur
gute Chancen, ihre hohen Investitionskosten wieder hereinzuholen und
die laufenden Betriebsausgaben zu decken. Hauseigentümer
können sogar mit einer kleinen jährlichen
Solarrendite zwischen 1 und 5 Prozent des Kapitals rechnen, das in der
Anlage steckt.“ |
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Günstige
Kredite für Solaranlagen Eigentümer können über ihre Hausbank ein Förderdarlehen der KfW-Bank beantragen, wenn ihr Geld nicht für eine Anlage reicht. Im Programm „Solarstrom erzeugen“ vergibt die Bank bis zu 50.000 Euro Kredit mit bis zu 20 Jahren Laufzeit und fünf oder zehn Jahren Zinsbindung.Wie viel Strom die geplante Anlage an ihrem Standort voraussichtlich produziert, können Interessenten im Internet berechnen (www.solarserver.de/pvrechner ) und Einnahmen, Ausgaben und die zu erwartende Rendite des eigenen Kraftwerks auf dem Dach sind im Internet unter www.finanztest.de in der Rubrik „Rechner aus Umwelt und Energie“, zu überprüfen. |
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Alleskönner
Gründach Die Dachbegrünung ist ein idealer Schutz für die Dachhaut. Die Lebensdauer verlängert sich, denn Temperaturschwankungen, Hagel oder UV-Strahlung bleiben ohne Folgen. Im Winter spart das Gründach Heizenergie, im Sommer die Klimaanlage. Dafür muss das Dach allerdings sorgfältig abgedichtet werden und statisch die zusätzliche Last tragen können. Experten empfehlen ein Magersubstrat von ungefähr 15 Zentimetern Dicke und einen dichten Bewuchs mit Wildgräsern wie Rot- und Schafschwingel sowie Wiesenrispe. Da 50 bis 80 Prozent des Regenwassers von der Dachbegrünung in ihrem Schichtaufbau gespeichert werden, steht das Wasser den Pflanzen bei Trockenheit zur Verfügung. Außerdem geht verdunstetes Wasser als Wasserdampf in den natürlichen Kreislauf der Atmosphäre zurück. Ergebnis: Luft und Kleinklima in den Städten verbessern sich. Und die Pflanzen binden bis zu 20 Prozent der Staub- und Schadstoffpartikel. Begrünen lassen sich alle flachen Dächer und Schrägdächer bis zu einer Neigung von 25 Prozent. |
Unter dem Dach: Dämmung erforderlich |
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![]() Laut der Energie-Einsparverordung müssen bis Ende 2006 alle nicht ausgebauten Dachgeschosse gedämmt werden. Eine preisgünstige und unkomplizierte Lösungsmöglichkeit sind neu entwickelte Steinwolle-Dämmplatten. |
Bei
einer Dachsanierung kommt es nicht nur auf die Eindeckung selbst,
sondern auch auf die Schichten darunter an, die für die
Wärmedämmung sorgen sollen. Dafür gibt es in
der Energie-Einsparverordnung (EnEV) strenge Vorschriften, die auch bei
der Neudeckung der Dachfläche über bereits
bestehendem Wohnraum anzuwenden sind. Dabei müssen die Werte
der Wärmedämmeigenschaften für jede
Dachkonstruktion individuell berechnet werden. Darüber hinaus
gilt es, Wärmebrücken zu vermeiden und in Richtung
Innenseite luftdichte Ebenen einzubauen. Wärmebrücken
entstehen vor allem an schlecht oder gar nicht gedämmten
Mauerabschlüssen der Außenwände. An diesen
Stellen schlägt sich Feuchtigkeit nieder, und Schimmelpilze
sind die Folge. Je nach Situation wird die
Wärmedämmschicht zwischen oder auf den Dachsparren
eingebaut. Die EnEV bestimmt, dass ungedämmte, nicht
ausgebaute Dachgeschosse bis zum 31.12.2006 nachträglich
gedämmt werden müssen. Ansonsten drohen Strafgelder.
Allerdings können Hausbesitzer mit neu entwickelten
Steinwolle-Dämmplatten dieser Nachrüstverpflichtung
relativ unkompliziert und kostengünstig nachkommen. Die
Dämmplatten verfügen über zwei Schichten:
Die untere Seite liefert eine sehr gute Wärmedämmung.
Die verdichtete Deckschicht sorgt dafür, dass man die Platten
im Dachstuhl beim Verlegen problemlos begehen kann. |
| Schöner
wohnen unter dem Dach |
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![]() Die schönste Seite der Dachsanierung: sich neue lichtdurchflutete Räume schaffen. |
Wer
bei der Sanierung des Daches nicht nur an den sicheren Schutz vor Wind
und Wetter oder die sinnvollste Wärmedämmung denken
mag, kann die
notwendigen Umbauarbeiten nutzen, um sich neue, lichtdurchflutete
Räume
zu schaffen. Ob eine gemütliche Bibliothek „unter
den Wolken“ oder ein
helles Atelier, ein lichter, üppig begrünter
Wintergarten oder eine
geräumige Dachterrasse, die mehr Nähe zur Sonne
bietet – der Fantasie
sind bei der Umgestaltung der obersten Etage keine Grenzen gesetzt. |
Buchtipps: Dachbegrünung,
intensiv und entensiv, Walter
Kolb und Tassilo Schwarz, Ulmer Verlag,
29,90 € Dächer
begrünen einfach und wirkungsvoll, Gernot
Minke,
Ökobuch-Verlag, 12,70 € Selbst Wohnräume
unterm Dach ausbauen, Christian
Berndt,
Compact Verlag, 10,25 € |
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Adressen: Zentralverband
des Deutschen
Dachdeckerhandwerks, Postfach
51 10 67,
50946 Köln, Tel. 0221 3 98 03 80 Arbeitsgemeinschaft
Ziegeldach,
Schaumburg-Lippe-Str. 4, 53113 Bonn, Tel. 0228 9 14
93 23 Fachvereinigung
Bauwerksbegrünung,
Kanalstr. 2, 66130 Saarbrücken,
Tel. 0681 9 88 05 70 Qualitätsverbund
DachKomplett, Eisenacher
Str. 17, 80804 München, Tel. 089
3608
5-0, www.dachkomplett.de.
Die Verbandsmitglieder bieten
Dachausbau aus einer Hand an. |
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Horst Peter Wickel |