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Gesund und fit durch Outdoor-Sport |
Welcher ist Ihr Lieblingssport? Walking, Radfahren, Kanusport oder Bogenschießen? |
Mit Freunden einen saftig grünen Feldweg entlangwalken, zusammen mit dem Partner eine ausgiebige Radtour machen oder die Natur ganz für sich allein im Kanu genießen – Sport in freier Natur wird immer öfter als willkommener Ausgleich zum Alltag angesehen. Dass Fitness gesund ist und Kalorien verbrennt, ist bekannt. Aber wussten Sie, dass wir durch Bewegungsaktivität unsere Lebenserwartung verlängern, körperliche Fähigkeiten erhalten und unser biologisches Alter positiv beeinflussen können? Möglichkeiten für Outdoorsport gibt es viele. Aber welche sind die richtigen für Ihre Ansprüche? Was bringen sie konkret für die Gesundheit, welche Muskelgruppen werden trainiert und wie viele Kalorien verbrannt? Durch Sport jung bleiben und lange leben Wissenschaftliche Untersuchungen liefern den Beweis: Sport macht – bezogen auf das biologische Alter – jünger. So sind die gesundheitlichen Werte der über 50-jährigen sportlich aktiven Menschen jenen Gleichaltriger ohne regelmäßige Bewegung weit überlegen. Häufig liegt das biologische Alter der aktiven Menschen zwischen zehn und zwanzig Jahren unter ihrem realen. Zudem schätzen Experten, dass regelmäßiger Sport die Lebenserwartung um drei bis fünf Jahre verlängert. Bewegung tut nicht nur dem Körper, sondern auch Geist und Seele gut, denn während sportlicher Aktivität werden nachweislich mehr Glückshormone (Endorphine) im Gehirn ausgeschüttet. Außerdem hat Sport einen entscheidenden Einfluss auf die geistige Fitness und Konzentration. Walking, Nordic Walking, Radeln, Kanufahren, Bogenschießen – bei der Fülle von Möglichkeiten fällt die Entscheidung nicht leicht. In erster Linie sollten Sie darauf achten, dass die ausgewählten Sportarten Ihnen Freude machen. Aber vielleicht bestätigt der gesundheitliche Aspekt Ihre Entscheidung zusätzlich. |
| Walking als Einstieg | |
| Walking (engl.:
gehen) unterscheidet sich durch die Intensität vom
gemütlichen Wandern.
Auf die aufrechte, möglichst unverkrampfte
Körperhaltung, auf das
verstärkte Mitschwingen der angewinkelten Unterarme und auf
die
bewusste Atmung kommt es an. Für Einsteiger/innen und Menschen
mit
Übergewicht ist diese Sportart besonders geeignet. Beginnen
Sie also am
besten mit einem leichten Walking-Programm. Wenn Sie sich
dafür bereit
fühlen, können Sie Ihren Körper an neue
Herausforderungen wie Nordic
Walking oder Jogging gewöhnen. Die Technik ist nicht schwer zu
erlernen. Zusammen mit Gleichgesinnten fällt der erste Schritt
leichter, hier werden auch Tipps zur Auswahl der Bekleidung und der
Schuhe weitergegeben. |
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| Tipp: Walking ist kein Spazierengehen, auch wenn es ähnlich aussieht. Generell gilt: Unter 100 Schritten pro Minute bewegen Sie sich noch nicht im Walking-Bereich. Bei 100 bis 110 Schritten in der Minute spricht man vom langsamen, bis 120 Schritte von zügigem und bis 130 Schritte von schnellem Walking. Und ab 130 Schritten pro Minute ist von Power-Walking die Rede. |
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Nordic Walking für den gesamten Bewegungsapparat |
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Nordic
Walking – ursprünglich gedacht als Sommertraining
für
Skilangläufer – ist ein schonendes
Ausdauer-Training. Es kräftigt den
kompletten Bewegungsapparat, insbesondere Rumpf- und
Rückenmuskulatur,
und verbessert die allgemeine Beweglichkeit. Nordic Walking beansprucht
ca. 90 % unserer gesamten Muskulatur. Es löst Verspannungen im
Schulter- und Nackenbereich, stärkt schonend Herz und
Kreislauf. Zudem
werden die Sauerstoffaufnahme und die Durchblutung gefördert,
sämtliche
Stoffwechselprozesse optimiert. Im Bezug auf die Fettverbrennung ist
Nordic Walking im Gegensatz zu Walking effektiver. Während man
beim
Walking 280 kcal./Std. verbrennt, sind es beim Nordic Walking 400
kcal./Std. Die ursprüngliche Annahme, Nordic Walking würde die Gelenke extrem schonen, wurde inzwischen widerlegt. Die Gelenke werden dabei nicht besonders wenig belastet – denn das ist gar nicht förderlich –, sondern richtig, also in natürlicher Weise, beansprucht. |
| Tipp: Häufig ist zu beobachten, dass die Stöcke nicht als Trainingsmittel, sondern als Gleichgewichtshilfe verwendet werden. Doch bei falschem Gebrauch verpufft der Trainingseffekt. Wer dazu neigt, die Stöcke als Balancehilfe zu nützen, sollte streckenweise ohne Stockeinsatz walken. Die Stöcke fassen Sie in dieser Zeit in der Mitte und lassen sie seitlich des Körpers mitschwingen. Das trainiert den Gleichgewichtssinn. |
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Radfahren mindert Gesundheitsrisiken |
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Radeln ist der
ideale
Gesundheits-und „go
longlife!“-Sport, denn schon zehn Minuten Radfahren
täglich haben
positive Wirkungen auf Muskulatur, Gelenke, Herz-Kreislauf-System und
damit auf die Durchblutung z. B. von Gehirn und Organen. Wussten Sie
zum Beispiel, dass Sie durch regelmäßiges Radfahren
das
Herzinfarktrisiko um bis zu 50 % senken können? Die
Gefäße werden
flexibler, wodurch das Risiko der Arterienverkalkung sinkt. Besonders
Bein- und Po-Muskulatur werden beim Radfahren gestärkt
– bei optimaler
Haltung auch die Rückenmuskulatur. Die unterschiedlichen Sinneseindrücke beim Radeln wirken zudem auf unseren „Denkmuskel“ ein, Reaktionsvermögen und Kurzzeitgedächtnis werden nachweislich gesteigert. Der Kalorienverbrauch liegt bei ca. 100 kcal pro 15 km. |
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| Tipp: Voraussetzung für die positiven Wirkungen auf Muskulatur, Gelenke und Knochen beim Radfahren ist, dass Größe, Sitzhöhe, Einstellungen und Fahrhaltung optimal sind (siehe go longlife! 1/05 – Das richtige Rad). Holen Sie sich am besten fachmännischen Rat beim Fahrradhändler ein. |
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| Sie
möchten erfahren,
wie beim Outdoor-Sport die Gelenke
belastet werden, Muskeln und Herz-Kreislauf trainiert werden? Wie hoch
das Verletzungsrisiko und die Kosten für Training und
Ausrüstung sind? Dann klicken Sie hier. |
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Kanufahren oder Rudern – die Welt aus anderer Perspektive „erfahren“ |
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| Sowohl Kanusport als
auch Rudern
kann von Männern und Frauen aller Altersgruppen, selbst bis
ins hohe
Alter, betrieben werden. Einzige Voraussetzungen sind
körperliche
Gesundheit und sicheres Schwimmen. Paddeln und Rudern sind ideale
Kombinationen aus Ausdauer- und Krafttraining und eine reizvolle
Verknüpfung aus Fitness, Koordination und Naturerlebnis. Die
Muskeln
werden gestärkt, und durch steuerbare Belastung auf dem Wasser
lässt
sich die Ausdauer entwickeln und fördern. Kanufahren trainiert
besonders die Arm-, Rumpfund Schultermuskulatur. Beim Rudern werden bis
zu 80 % der Skelettmuskulatur gefordert, insbesondere die
Rücken-,
Bein- und Armmuskeln gekräftigt. Darüber hinaus beugt
dieser
Wassersport Herz- und Stoffwechselkrankheiten vor. Je nach eigenem
Fitnessgrad lässt sich das Training individuell dosieren.
Damit ist das
Rudern für jedermann geeignet – ob als
Reha-Maßnahme, Wettkampf-oder
Freizeitsport. Die richtige
Technik beim Ruder- und Kanusport sollte man allerdings
erlernen und beherrschen. Vereine bieten sowohl Anfängerkurse
als auch
Tagesausflüge und Wanderfahrten an. Diese beiden
Wassersportarten
liefern ein Extra-Plus für die Seele: In Ruderbooten oder
Kanus ist die
Natur aus einer neuen Perspektive zu erleben. Das fast lautlose
Dahingleiten auf einem ruhigen Gewässer bietet Erholung der
besonderen
Art. |
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| Im
Kanusport ist zwischen Kanadiern und Kajaks zu unterscheiden. Als
Kanadier wird ein kleines Boot bezeichnet, das man mit einem
Stech-Paddel vorantreibt. Kajaks dagegen sind geschlossene Boote mit
Sitzluke, die mit Doppelpaddeln bewegt werden. Beide steuert man
– im Gegensatz zum Ruderboot – in Blickrichtung. |
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Bogenschießen – mit der Kraft der Gedanken ins Ziel |
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![]() Perfekte
Körper- und
Geistesübung: Bogenschießen trainiert An- und
Entspannung
sowie mentale Konzentration.
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Pfeil und Bogen
begleiten seit Urzeiten die Menschheit, einige Völker und
Gruppen (z. B. Indianer oder japanische Zen-Mönche) verstehen
Bogenschießen noch heute als Geistesübung. In Europa
hat sich das Bogenschießen als eine Sportart entwickelt, die
Geist und Körper gleichermaßen anspricht und
fördert. Bogenschießen ist in jedem Alter
möglich, ein Sport für Frauen und Männer.
Beim traditionellen, klassischen Bogenschießen, auch
intuitives Bogenschießen genannt, konzentriert man sich auf
das Wesentliche: auf das Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung.
Der dafür verwendete Blankbogen hat keine komplizierte,
technische Ausrüstung – nur Pfeil und Bogen. Mit der
Kraft der Gedanken werden die Pfeile ins Ziel gelenkt. Bei dieser Art
des ursprünglichen Schießens sind Ruhe,
Konzentration und das Finden der eigenen Mitte Weg und Ziel zugleich.
Kraftvoll den Bogen spannen, den Pfeil sirrend von der Sehne fliegen
lassen, die An- und Entspannung in Armen, Rücken und Schultern
spüren – das ist ein idealer Ausgleich zum ruhelosen
Alltag und hilft, neue Gedanken zu entwickeln und Kraft zu
schöpfen. Bewusstes Aufrechtstehen kräftigt beim
Bogenschießen die Rücken-, Nacken- und
Schultermuskulatur. Dabei werden die Wirbelsäule und der Rumpf
stabilisiert. Muskuläre Rückenschmerzen
können so gelindert werden. |
| Den Fettabbau aktiv unterstützen | |
| Ausdauersport
– Walking, Nordic
Walking, Radfahren – ist für den Fettabbau ideal.
Vorausgesetzt, Sie trainieren moderat, im so genannten
„aeroben Bereich“, d. h. nur so intensiv, dass der
Sauerstoffverbrauch und die Sauerstoffaufnahme ausgeglichen sind. Denn
dabei wird am meisten Fett verbrannt. Dass bei mehr Belastung die
Pfunde schneller schmelzen, ist ein Irrtum. Im Gegenteil: Im
„anaeroben“ oder sauerstoffarmen Bereich, also
während
extrem anstrengendem Sport, verbrennt der Körper nur Zucker.
Daher
sollte ein Training in diesem Bereich höchstens 20 bis 30
Prozent
des gesamten Sportprogramms ausmachen. |
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| „Bewegung, Mäßigung und Ruh, schließt dem Arzt die Thüre zu“...... | |
| ein alter Spruch, mit
tiefer Wahrheit. Beim Sport kommt es
auf das
richtige Verhältnis zwischen Be- und Entlastung an. Die
Erholungsphase
ist äußerst wichtig, da in dieser Spanne
körpereigene
Regenerationsmechanismen wirken können. Diese Zeit sollte man
sich
geben, damit man leistungsfähig und gesund bleibt. |
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| Tipp: Kultur-Radeln
in
Südkärnten Neben 1.250 km gewarteten Radwegen rund um den Klopeiner See, die bis nach Slowenien führen, bietet die sonnige Ferienregion in Südkärnten kultur- und sportorientierten Besuchern ab September 2006 eine Sightseeing-Tour „per pedales“. Hier können Kultur-Radler auf eigene Faust, mit der neuen Radfahrkarte oder innerhalb einer geführten Radwanderung entlang der Strecke Sehenswürdigkeiten, Kunstwerke, Kirchen und Bildstöcke erleben. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.klopeinersee.at. |
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Buchtipps: Intuitives
Bogenschießen, Madhuha
R. Brünjes, GFT Verlag, 9,88
A. Radel
dich fit!, Thorsten Dargatz,
BLV, 12,95 Euro Deutschland
per Rad entdecken,
Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC), zu
bestellen beim ADFC, Postfach 107747, 28077 Bremen (5,- Euro Versand). Richtig
Kanufahren, Jürgen
Gerlach, BLV Sportpraxis TOP, 12,95 A.
Mensch, beweg dich!, Dr. H.-W. Müller-Wohlfahrt, ZS Verlag,
19,95
Euro |
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Adressen
von
Reiseveranstaltern: BusArt-travel,
Württembergallee
2, 14052 Berlin, Tel.: 030 30 30 83
14, Fax: 030 30 30 83 77,
info@busart-travel.de, www.busart-travel.de OntOur,
Friedrichstraße 8, 63477 Maintal, Tel.: 06181 49 90 23, Fax:
06181 49 90 24, ontour@otr.de,
www.otr.de PETERS
REISESERVICE, K.-P. Jung,
Theodor-Storm-Str. 3, 87727,
Babenhausen, Tel.: 08333 93 57 18, Fax: 08333 95 246, kpjung@gmx.de, www.natur-erlebnis-abenteuer.de ReNatour,
Brunner Hauptstr. 2a, 90475 Nürnberg, Tel.: 0911 89 07 04,
Fax:
0911 89 07 79, info@renatour.de,
www.renatour.de Rucksack
Reisen, Hammer Str. 418,
48153 Münster, Tel.: 0251 871 88
-0, Fax: 0251 871 88 –20, reisen@rucksack-reisen.de,
www.rucksack-reisen.de Sausewind
Reisen, Meeschweg 9, 26127
Oldenburg, Tel.: 0441 93 56 50, Fax:
0441 30 47 109, info@sausewind.de,
www.sausewind.de Eurohike
Wanderreisen, Mühlstraße
20, A-5162 Obertrum, Tel:
0043 6219 74 44, Fax: 0043 6219 82 72, office@eurohike.de, www.eurohike.de |
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| Brigitte Scholz, Linda
Hagg |