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Hormone Veränderungen ab 40 - ganz natürlich! |
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ganzen Tag im
Einsatz und keiner hat es bemerkt Das beschreibt die Arbeitsweise der meisten unserer Hormone. Nicht nur Lust und Liebe oder Stress werden von Hormonen gesteuert, sondern zum Beispiel auch Stoffwechselvorgänge wie Blutzuckerspiegel und Wasserhaushalt, Blutdruck und Körpertemperatur. Unseren Schlaf und unsere Gedächtnisleistung haben wir ebenfalls der Aktivität von Hormonen zu verdanken. Ganz schön viel also, was das Hormonsystem rund um die Uhr zu tun hat. |
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Wie schafft es das? Hormone sind körpereigene Botenstoffe, die in verschiedenen Organen gebildet werden. Sie gelangen ins Blut und lösen an ihren Zielorganen Reaktionen aus. Mit den Hormonen hat der Körper neben dem Nervensystem eine weitere Möglichkeit, Körperfunktionen differenziert an die aktuelle Lebenslage anzupassen. Während das Nervensystem Informationen in Bruchteilen von Sekunden weitergibt, dauert es bei Hormonen in der Regel etwas länger, je nach Hormon einige Minuten, Stunden oder Tage. |
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| Komplexes Management für die Hormone | ||
| Die wichtigsten Hormone, Bildungsorte und Funktionen finden Sie hier. | Unsere
Hormone werden über komplizierte
Rückkopplungssysteme gesteuert.
Der Hypothalamus, eine bohnengroße Region des Zwischenhirns,
ist
dabei
der Projektleiter. Er steht im engen Kontakt zur
Großhirnrinde,
in der
alle Reize verarbeitet werden, zum limbischen System, das
Gefühle
und
Gedanken sammelt, und zum vegetativen System, das Unbewusstes wie
Atmung, Temperatur oder Blutdruck regelt. Dieser enge Draht des
Projektleiters zur Unternehmensführung bewirkt, dass alle
zentralen
Informationen auch das Hormongeschehen beeinflussen können. |
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Arbeitsteilung bei der Hormonsteuerung |
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Der
Projektleiter hat dazu eine
Projektassistentin, die Hypophyse, auch Hirnanhangsdrüse
genannt.
Sie
unterstützt ihn in seiner Arbeit wie eine rechte Hand. Die
Projektassistentin erledigt einige Arbeiten direkt, d. h. sie
produziert zwei Hormone, die unmittelbar wirken. Darüber
hinaus
delegiert sie. Die Hirnanhangsdrüse schüttet vier
weitere
Hormone aus, die andere Drüsen im Körper zur
Hormonproduktion
anregen. Diese anderen Drüsen wie Nebenniere,
Schilddrüse,
Hoden und Eierstöcke sind Teilprojektleiter, die ihrerseits
Hormone ausschütten und dafür verantwortlich sind,
bestimmte
Funktionen zu steuern. Dabei kann ein Hormon an verschiedenen Organen
wirken oder es kommt eine bestimmte Wirkung erst durch das
Zusammenspiel mehrerer Hormone zustande. |
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| Hormone können durcheinander geraten | ||
| Je komplizierter ein
Funktionsprinzip, desto
störanfälliger ist es. Das
gilt auch für das Hormonsystem. Solange es im Gleichgewicht
ist,
bemerken wir es nicht. Gerät es aber aus den Fugen,
fühlen
wir uns
beeinträchtigt oder sind krank. Wenn z. B. die
Schilddrüse zu
wenig Hormone bildet, sind wir antriebslos und verstimmt, im Extremfall
sogar depressiv. Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr
ausreichend Insulin produziert, erkranken wir an Diabetes. |
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Ursachen
für
gesundheitliche Probleme: Eine
Fehlfunktion an einem Organ, das ein Hormon bildet, Probleme beim
Transport von Hormonen oder Störungen
an dem Organ, an dem ein Hormon wirkt, |
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Natürliches Absinken des Hormonspiegels |
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![]() Der sinkende Hormonspiegel ab dem 40. Lebensjahr ist ein ganz natürlicher Vorgang und keine Krankheit! Männer und Frauen können lernen, die körperlichen Veränderungen anzunehmen und selbst positiv zu beeinflussen. |
Ab
dem 40. Lebensjahr nimmt der
Spiegel vieler Hormone im Körper natürlicherweise ab.
Das
betrifft die männlichen und weiblichen Geschlechtshormone,
aber z.
B. auch das Wachstumshormon und das Schlafhormon Melatonin.
Während der Hormonspiegel bei Männern
gleichmäßig
sinkt, passiert das bei Frauen sehr plötzlich. Der
Körper
muss sich dann in all den Bereichen umstellen, die bisher
höhere
Konzentrationen gewohnt waren. Auswirkungen zeigen sich bei Mann und
Frau z. B. an Haut und Haaren oder am Schlafrhythmus. Weniger
offensichtlich sind Veränderungen der Knochendichte und des
Herz-Kreislauf-Systems. Während Frauen in dieser Zeit zu
Osteoporose neigen, können bei Männern
Wirbelsäulenprobleme, Steifigkeit, nachlassende
körperliche
und geistige Flexibilität auftreten. Die spezifischen
Veränderungen, die Männer und Frauen
gleichermaßen
betreffen, werden als Beschwerden der Wechseljahre bezeichnet und als
solche oft nicht ernst genommen oder als unabdingbares Schicksal
betrachtet. Beides erscheint nicht angemessen. Auf welche
Veränderungen können Sie sich einstellen? Wie
können Sie
Beschwerden durch Ernährung, Bewegung oder Entspannung gezielt
entgegenwirken? |
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| Die Haut angemessen pflegen | ||
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Der
Rückgang von Östrogen, Progesteron
und Wachstumshormonen beeinflusst die Haut. Da die Östrogene
nicht
mehr so gut für die Durchblutung
sorgen, wirkt die Haut nicht mehr so rosig. Aufgrund der geringeren
Wachstumshormone verläuft die Zellerneuerung langsamer. Sie
dauert
statt 28 Tagen nun zwischen 40 und 60 Tagen. Außerdem ist die
Haut
weniger straff, weil das Östrogen die Wasserausscheidung nicht
mehr
senkt. Es können sich Falten bilden, und die Haut verliert an
Elastizität. Zudem wird die Unterpolsterung der Haut geringer
und
die
Haut insgesamt dünner. Meiden Sie austrocknende Pflegeprodukte
wie
Duschgel oder Schaumbad. Vollwertige Ernährung,
körperliche
Aktivität
und innere Ausgeglichenheit sind gut für die Haut. |
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| Haarwuchs unterstützen | ||
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Östrogen,
Testosteron und Wachstumshormone
lassen Haare
wachsen. Nimmt die Konzentration ab, wachsen weniger Haare nach als
ausfallen. Haarausfall macht sich jedoch erst bemerkbar, wenn
über
60
Prozent betroffen sind. Zudem werden die Haare dünner und
weniger
elastisch, und die Mineralienzusammensetzung ändert sich. Die
Pigmentierung der Haare lässt nach, und sie werden
weiß.
Auch
Schilddrüsenprobleme können Haarausfall verursachen. |
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Zink
und
Cystein für volles Haar |
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| Das Durchschlafen unterstützen |
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| Das Durchschlafen
unterstützen Östrogene und
Progesteron sorgen für wohliges Durchschlafen, Melatonin
für
die Tiefe des Schlafs. Wenn diese Hormone zurückgehen, wird
der
Schlaf weniger erholsam, d. h. häufiger unterbrochen. Es ist
daher
sinnvoll, die Bedingungen für den Nachtschlaf so
günstig wie
möglich zu gestalten. |
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Damit
Sie besser
schlafen Kurz
vor dem Schlafengehen keine üppigen Mahlzeiten oder schwer
verdauliches Essen zu sich nehmen. Auf
Alkohol als Schlaftrunk verzichten. Er erleichtert zwar
zunächst
das Einschlafen, kann aber zu Schlafunterbrechungen führen. Leistungssport
am Abend meiden. Vor
dem Zubettgehen Entspannungsübungen machen (z. B. spezielle
Schlaf-CDs). Achten
Sie darauf, dass Sie weder unter Wüsten- noch Polarbedingungen
im
Schlafzimmer nächtigen. Optimal ist ein Mittelmaß,
d. h.
eine Temperatur von etwa 18°C und eine Luftfeuchtigkeit von ca.
50
Prozent. Viele weitere wertvolle Tipps finden Sie hier. |
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Der Entkalkung der Knochen vorbeugen |
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| Kalzitonin –
ein Hormon, das die Einlagerung von
Kalzium und Phosphat
in die Knochen fördert – und Östrogene
unterstützen bei der Frau den
Knochenstoffwechsel ab dem 40. Lebensjahr nicht mehr wie gewohnt. Auch
beim Mann sind hormonelle Veränderungen die Hauptursache
für
Knochenschwund. Akuter Testosteronmangel kann schon in kurzer Zeit die
Knochendichte verringern. Durch eine Knochendichtemessung kann
man feststellen, wie es um den individuellen Grad des Knochenabbaus
bestellt ist (siehe Artikel
„Gesunde Knochen für ein langes
Leben“). |
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Was
Sie gegen
Knochenentkalkung
tun können sportliche
Betätigung, denn Bewegung stimuliert den
Knochenaufbau kalziumreiche
Ernährung: kalziumreiches Gemüse und Obst wie
Fenchel, Grünkohl, Brokkoli, Brombeeren, Johannisbeeren und
Himbeeren mäßig
Kaffee trinken, denn Kaffee stimuliert die Kalziumausscheidung
über die Niere UV-Licht der Sonne,
denn es regt die Bildung von Vitamin D an, das der Körper zur
Kalziumaufnahme in den Knochen braucht |
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermeiden |
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| Östrogene haben
günstige Effekte auf die Blutfette.
Sie hemmen dadurch zunächst Veränderungen an den
Gefäßen. Dieser natürliche Schutz
lässt ab dem 40.
Lebensjahr nach. Das Risiko, an Arteriosklerose, Herzinfarkt oder
Schlaganfall zu erkranken, steigt daher (siehe Artikel „Aktiv
gegen Schlaganfall“). |
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| Hormonersatztherapie: Zuführen, was fehlt? | ||
| Künstliche Hormone sind zwar sehr wirksam, bergen aber groß angelegten Studien zufolge gravierende Risiken: Künstliche Hormone erhöhen das Brustkrebsrisiko. Östrogen hat zwar offenbar allein ein geringeres Risiko als die Kombitherapie mit Östrogen und Gestagen. In jedem Fall lässt Östrogen aber Brustkrebstumore schneller wachsen. Auch der Östrogenersatzstoff Tibolon steigert das Brustkrebsrisiko. Weiterhin erhöht eine Hormonersatztherapie das Schlaganfallrisiko um rund 40 Prozent. Und die Gefahr für den Verschluss eines Blutgefäßes (Thrombose) verdoppelt sich. Außerdem kann eine Hormonersatztherapie unangenehme Nebenwirkungen haben: Depressionen und Reizbarkeit, erhöhter Blutdruck und Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen und die Vergrößerung von Myomen in der Gebärmutter sind einige der möglichen Folgen. Für Männer gibt es die Möglichkeit einer Hormonersatztherapie mit Testosteron und DHEA (ein Vorläuferhormon für das Sexualhormon). Allerdings besteht das große Risiko, dass die zusätzliche Einnahme von Hormonen Prostatakrebs begünstigt und der eigene, an sich intakte Hormonhaushalt die Hormonproduktion einstellt. | ||
Alternative Heilmethoden |
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![]() Homöopathische Mittel mit den Inhaltsstoffen Sepia, Cimicifuga, Lachesis und Sanguinara helfen bei Wechseljahresbeschwerden.
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Wenn Sie die Risiken
einer
Hormonersatztherapie vermeiden möchten, bieten sich
pflanzliche
Arzneimittel und alternative Heilmethoden wie Homöopathie und
Akupunktur an. Extrakte aus der Wurzel der Traubensilberkerze helfen
beispielsweise bei Hitzewallungen, Schwitzen und Schwindel.
Johanniskraut wirkt bei psychischen Verstimmungen, Salbei bei
nächtlichem Schweiß und Schlafstörungen.
Die
Homöopathie setzt Sepia (Tintenfisch-Pigment), Cimicifuga
(Traubensilberkerze), Lachesis (Buschmeister-Schlangengift) und
Sanguinaria (kanadische Blutwurz) ein, um Schlafstörungen,
Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen zu behandeln. Osteoporose oder
Herz-Kreislauf-Erkrankungen beugen sie nicht vor. Das ist aber durch
andere Maßnahmen und Medikamente möglich. Die
Akupunktur
bringt über so genannte klimakterische Punkte die
Energieflüsse wieder ins Gleichgewicht. Die Nadeln werden z.
B. am
Östrogen- oder Gelbkörperpunkt gesetzt oder an
psychischen
oder vegetativen Punkten. Karin
Franke
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Buchtipps:
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