Mobile Mini-PCs
         

 
   

Notebooks bieten fast alles, was die großen, fest installierten Computer auch können. Die wesentlichen Vorteile der kleinen Rechenzwerge sind aber, dass sie deutlich weniger Platz benötigen, an unterschiedlichen Orten nutzbar sind und eine Zeit lang ohne Stromnetz auskommen. Bei den kleinen Alleskönnern gibt es erhebliche Unterschiede in Bezug auf Bildschirme, Rechenleistung und Ausstattung.

                    
Flache Rechenspezialisten

Notebooks – oder Laptops, wie sie früher genannt wurden – sind die schlanke Alternative zu großen Computern, die reichlich Platz in der Wohnung oder dem Haus beanspruchen. Die kompakten Rechenmaschinen lassen sich leicht verstauen und können dank Akku auch mobil im Garten, auf dem Balkon oder unterwegs genutzt werden. Die Kehrseite der Medaille: Notebooks lassen sich im Vergleich zu großen PCs nur bedingt aufrüsten und reagieren meist empfindlich auf Erschütterungen.
Die Notebooks unterscheiden sich in Leistung und Ausstattung gewaltig: Während ein Einsteigermodell, mit dem man Briefe schreiben oder im Internet surfen kann, bereits für 600 Euro zu haben ist, kosten leistungsstarke Geräte, mit denen beispielsweise hochaufgelöste Videos flüssig bearbeitet werden können, 1.500 Euro und mehr.

Sparsam oder volle Leistung?

Je nach Einsatzzweck müssen beim Kauf Bildschirmgröße und Prozessor-Leistung (siehe Glossar) beachtet werden. Wer sich beispielsweise ein Notebook zulegen möchte, das besonders lange Akkulaufzeiten aufweist, sollte darauf achten, dass das Gerät ein kleines, Strom sparendes Display und einen entsprechend sparsamen Prozessor mitbringt. Dieser bietet aber meist weniger Rechenleistung. Wer auf lange Akkulaufzeiten verzichten kann, z. B. wenn das Notebook lediglich in der Wohnung genutzt wird, muss sich über den Stromverbrauch nicht den Kopf zerbrechen und kann voll auf Komfort und Leistung setzen.

Das Kinoformat ist angesagt

Mittlerweile werden die meisten Notebooks mit sogenannten Widescreen-Displays ausgeliefert. Diese Bildschirme bieten ein Seitenverhältnis von 16:10, angelehnt an das bekannte Kinoformat. Ist ein Bildschirm für dieses Format ausgelegt, so entfallen beim Betrachten eines Kinofilms die vom klassischen Fernseher gewohnten schwarzen Balken. Zum Abspielen von Video-DVDs bringen aktuelle Notebooks in der Regel genügend Leistung mit. Allerdings müssen ein DVDLaufwerk und ein Abspielprogramm wie z. B. PowerDVD von Cyberlink vorhanden sein. Die meisten Notebooks werden heute mit dem Betriebssystem Microsoft Windows Vista ausgeliefert und benötigen deshalb eine deutlich höhere Rechenleistung als noch zu Zeiten älterer Betriebssysteme wie z. B. Windows XP. Besonders bei einem Notebook mit Vista ist darauf zu achten, dass es genügend Arbeitsspeicher mitbringt. Es sollte mindestens ein Gigabyte vorhanden sein – besser zwei, denn sonst ist ein flüssiges Arbeiten kaum möglich.

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Es gibt verschiedene Notebook-Klassen, die für unterschiedliche Zwecke geeignet sind:

Günstige Notebooks vom Discounter: für den Hausgebrauch

Discounter und Elektromärkte bieten immer häufiger kompakte Notebooks ab 600 Euro an. Diese Modelle sind meist mit einem 15-Zoll-Monitor im Widescreen-Format ausgestattet. Ihre Grafik- und Rechenleistung reicht für Officeanwendungen wie Briefe schreiben oder die Tabellenkalkulation sowie die Bildbearbeitung und das Brennen von Medien aus. Allerdings ist die Akkulaufzeit bei diesen Modellen meist recht kurz. Billig-Notebooks eignen sich deshalb eher für den häuslichen Gebrauch.

Die Allrounder: Für das Wichtigste gerüstet

Anwender, die einen Kompromiss zwischen Mobilität, Preis und Leistung eingehen wollen, können zu einem Notebook greifen, das mindestens über ein 15-Zoll-Display verfügt und mit einer Mittelklasse-CPU wie beispielsweise einem Intel T7200 bestückt ist. Die Leistung dieser Prozessoren reicht aus, um z. B. anspruchsvolle Videoschnitte durchzuführen oder Videos bei vorhandener TV-Empfangsmöglichkeit aufzuzeichnen. Allround-Notebooks für Multimedia-Anwendungen & Co. gibt es ab 1.000 Euro.

Die Minis: Mobile Dauerbrenner

Für diejenigen, die vorwiegend mobil mit ihrem Notebook arbeiten wollen, sind sogenannte Subnotebooks geeignet, denn sie haben besonders lange Akkulaufzeiten von sechs Stunden oder mehr. Das Display dieser Mini-Notebooks hat nur eine Bildschirmdiagonale von weniger als 13 Zoll. Weil nur begrenzt Platz vorhanden ist, werden diese Mini-Rechner ohne internes CD- oder DVD-Laufwerk ausgeliefert. Einige Hersteller bieten aber externe Laufwerke an, die an den Rechner angeschlossen werden können. Subnotebooks sind aufgrund ihrer Kompaktheit und der leistungsstarken Akkus relativ teuer und werden ab ca. 1.200 Euro angeboten.

Power-Notebooks: Wie der große PC-Bruder

Notebooks der Spitzenklasse können mittlerweile mit leistungsstarken PCs locker mithalten. Neben einem großen 17-Zoll-Bildschirm verfügen die Power-Notebooks über sehr schnelle Prozessoren mit über zwei Gigahertz (GHz). Außerdem sind sie mit schnellen Grafiklösungen ausgestattet, die selbst bei anspruchsvollen 3D-Animationen, die beispielsweise in Videofilme integriert werden sollen, nicht ins Stocken kommen. Allerdings hat diese Spitzentechnik auch ihren Preis: Unter 2.000 Euro ist ein solcher Rechen-Bolide nicht zu bekommen.



Fazit

Notebooks sind zwar unter dem Strich teurer als vergleichbare fest installierte PCs, aber sie bieten viele Vorteile: Dank ihrer Größe lassen sie sich leicht transportieren, verstauen und können auch unterwegs genutzt werden. Wer sein Notebook am Schreibtisch nutzt, kann selbstverständlich Geräte wie beispielsweise Scanner, Digitalkamera oder Drucker anschließen.


Ab ins Netz:

Egal, ob man nun ein schlankes Subnotebook oder ein Schwergewicht mit 17-Zoll-Display sein eigen nennt: Wer ein Notebook hat, der möchte meist auch ins Internet. Entsprechende Schnittstellen für diesen Zweck bringen die meisten Modelle bereits mit: Wer den relativ langsamen, aber unkomplizierten Weg über den analogen Telefonanschluss gehen möchte, benötigt in seinem Gerät ein sogenanntes Modem, das einfach an die Nebenstelle der analogen Telefondose angeschlossen wird. Um ein bereits vorhandenes externes DSL-Modem (deutlich schnellere Internetverbindung) anzubinden, benötigt das Notebook einen LAN- oder WLAN-Anschluss. Zumindest eine dieser Schnittstellen bringen aktuelle Notebooks in der Regel mit.



Kai Schwarz


 Glossar
 Arbeitsspeicher: Ein Speicher, in den geöffnete Programme geladen werden. So können diese deutlich schneller arbeiten als auf der Festplatte
Betriebssystem: Die Softwarebasis eines Rechners, auf der alle anderen Programme laufen • Festplatte: Hier werden Programme und Daten dauerhaft auf dem Rechner gespeichert
Gigahertz (GHz): Der Gigahertz-Wert gibt unter anderem Auskunft über die Geschwindigkeit bzw. Rechenleistung eines PCs
LAN (Local Area Network): Eine Schnittstelle, mit der Computernetzwerke oder eine Verbindung zu einem DSL-Modem (schnelle Internetverbindung) aufgebaut werden können
Prozessor bzw. CPU: Er ist der Hauptbaustein eines PCs, der die Rechenaufgaben abarbeitet
WLAN (Wireless Local Area Network): Vergleiche LAN – jedoch kabellos mit einer Funkverbindung
Zoll: Einheit, in der die Bildschirmdiagonale von Displays angegeben wird (1 Zoll = 2,54 Zentimeter)


Ausgabe 5/ 2007