Trockene Haut durch Medikamente?
Ein Pflanzenextrakt hilft.

Studien belegen die Wirksamkeit von Hamamelis
              
Medikamente können der Grund für trockene, juckende Haut sein. Die Heilpflanze Hamamelis lindert die Beschwerden.

Die Haut ist ein sensibles Organ, das häufig auf äußere Einflüsse reagiert. Schließlich ist es – wie kein anderes – permanent der Umwelt ausgesetzt. Wenn die Haut besonders trocken ist, wenn sie juckt und schuppt, können also viele Faktoren Ursache dafür sein. Und oft ist es schwierig diese zu finden.
Was selbst von Ärzten und Apothekern häufig übersehen wird: Auch Medikamente wie etwa gegen Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche, Schilddrüsenerkrankungen, Asthma oder Rheuma können die Haut extrem belasten und diese Beschwerden hervorrufen.

Trockene Haut ist nicht nur sehr unangenehm, sie entwickelt sich auch oft zum medizinischen Problem. Sie wird rissig, beginnt zu schuppen und zu jucken, durch Kratzen entstehen dann aus kleineren Verletzungen schnell Entzündungen, weil Bakterien und Pilze die Eintrittspforten in den Körper ausnutzen und sich ausbreiten. Trotz dieser Folgeerkrankungen und der Beschwerden, die das Wohlbefinden in hohem Maße beeinflussen, dürfen lebensnotwendige Medikamente natürlich nicht abgesetzt werden. Vielmehr braucht die doppelt belastete Haut eine wirksame Hilfe.


Studien zeigen: Heilpflanze „Hamamelis“ lindert Symptome

Natürliche Wirkstoffe aus Pflanzen sind bei einer komplexen Problemstellung häufig die beste Lösung, weil sie ganzheitlich ansetzen und meist keine Nebenwirkungen aufweisen. So haben Wissenschaftler den Einfluss der Hamamelis-Pflanze, auch bekannt als Virginische Zaubernuss, speziell auf trockene und durch Medikamente angegriffene Haut unter die Lupe genommen. In einer aktuellen Studie konnte das dermatologische Untersuchungsinstitut der Universität Lübeck die positive Wirkung der Hamamelis-Salbe „Hametum“ belegen. Nach 14-tägiger Anwendung der Wund- und Heilsalbe trat bei den im Schnitt rund 60-jährigen Patienten mit einer ausgeprägt trockenen Haut eine Normalisierung der Hautfeuchtigkeit und des Hautfettgehalts ein. Symptome wie Juckreiz, Hautschuppung oder auch kleine Risse und Verletzungen hatten sich bereits nach dieser kurzen Anwendungszeit bei nahezu allen Patienten vollständig zurückgebildet.

Ähnliche Effekte zeigten sich bei einer zweiten Studie, die in der dermatologischen Abteilung des Klinikums Augsburg durchgeführt wurde. Besonderheit dieser Studie war, dass sich bei allen 55 Teilnehmern im durchschnittlichen Alter von 69 Jahren die Hautbeschwerden durch die Einnahme von Medikamenten im Vorfeld verschlechtert hatten. Auch bei dieser Studie normalisierte sich der messbare Hautzustand bei mehr als 90 Prozent der Patienten innerhalb von 14 Tagen und die belastenden Symptome wie Juckreiz und übermäßige Schuppung verschwanden.


Sehr gute Verträglichkeit

Besonders hervorzuheben war aus Sicht der prüfenden Hautärzte die gute Verträglichkeit der Hametum Wund- und Heilsalbe. Obwohl einige Teilnehmer in beiden Studien Zusatzerkrankungen wie Allergien oder Neurodermitis aufwiesen, zeigten sich keine Unverträglichkeiten unter der Therapie. 

Linda Hagg


Ausgabe 1 / 2008