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Medizinische
Nachrichten |
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Raucher haben erhöhtes Diabetesrisiko Wer regelmäßig zur Zigarette greift, erhöht sein Risiko für Diabetes Typ 2 um durchschnittlich 44 Prozent. Es besteht eine Dosis-Wirkungs-Beziehung – so ist bei starken Rauchern (täglich mehr als 20 Zigaretten) die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, sogar um 61 Prozent erhöht. Die Wissenschaftler vermuten, dass Nikotin den Zuckerstoffwechsel stört – entweder indem es die Insulinausschüttung verringert oder eine Insulinresistenz begünstigt. Bei Ex-Rauchern ist das Risiko nur noch um 23 Prozent erhöht. |
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Bluthochdruck
mindert Gehirnleistung Schon länger ist erhöhter Blutdruck als Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall bekannt. Nun haben USForscher Hinweise darauf gefunden, dass Bluthochdruck auch die Durchblutung des Gehirns und somit die Gehirnleistung schwächt – bei Alzheimer-Patienten noch stärker als bei gesunden Studienteilnehmern. Das Resümee der Forscher: Bluthochdruck verstärkt Alzheimersymptome. |
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Mit
Fett gegen Colitis ulcerosa Menschen mit Colitis ulcerosa – einer entzündlichen Darmerkrankung, die zu den Autoimmunerkrankungen zählt – haben einen neuen Hoffnungsträger: Es ist das im Fettgemisch Lecithin enthaltene Phosphatidylcholin, kurz PC genannt. Eine Studie an der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg hat gezeigt, dass die Hälfte der Colitis-Patienten durch eine Therapie mit PC beschwerdefrei wird. Die Colitis war bei 60 Testpersonen trotz Kortisoneinnahme aktiv. Aufgrund der zwölfwöchigen Einnahme von Phosphatidylcholin konnte bei rund 80 Prozent der Patienten das Kortison innerhalb von drei Monaten abgesetzt werden, ohne dass sich der Zustand des Darms verschlechterte. Nebenwirkungen – abgesehen von Blähungen – traten nicht auf. Die Einnahme von PC soll einen Mangelzustand ausgleichen, denn bei Colitis-Patienten fehlen mehr als 70 Prozent des Stoffes, der ein Hauptbestandteil des Schleims im Dickdarm ist. Er schützt die Schleimhaut vor bakteriellen Attacken, indem er zur Bildung einer Schutzschicht beiträgt. Ohne PC können Bestandteile aus dem Darminhalt wie Bakterien und Giftstoffe direkt auf die Darmwand einwirken, was zu einer Gegenreaktion des Immunsystems und zur entzündlichen Erkrankung des Darms führen kann. Phosphatidylcholin muss für die Therapie speziell aufbereitet werden, damit es in den Schleim im Dickdarm einbaubar ist. Für die nahe Zukunft ist eine deutschlandweite Studie mit 150 Patienten geplant. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, kann sich bei anja.hanemann@ med.uni-heidelberg.de melden. |
| Ultraschall
vor Zahnimplantat Bislang gibt es keine verlässliche Methode, die den Erfolg einer Zahnimplantation vorhersagen kann. Mit einem neuen, von Zahnmedizinern der Universität Mainz entwickelten, Ultraschalltest wird es Zahnärzten künftig jedoch möglich sein, die Qualität des Kieferknochens zu prüfen und vorauszusagen, wie gut der Halt des Zahnimplantats im Kieferknochen sein wird. Je schneller die Ultraschallwellen den Knochen durchdringen, desto stabiler ist dieser und desto größer ist folglich der Halt für ein Implantat. Die Messung der Ultraschall-Transmissionsgeschwindigkeit wird bereits erfolgreich bei Osteoporose eingesetzt. |
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Gerlinde
Felix
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| go longlife!-Ausgabe 1/2008 Fotos:mauritius |
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