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Ein gesunder
Rücken ist für das Wohlbefinden des Menschen von
großer Bedeutung. Das beste Mittel dafür ist Bewegung,
Bewegung, Bewegung. Doch ebenso wichtig für die Gesundheit des
Rückens ist der Schlaf. Damit der Rücken tagsüber
„wie geschmiert“ funktioniert, brauchen und verbrauchen die
Bandscheiben, die wie Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln
wirken, Flüssigkeit sowie die darin enthaltenen Nährstoffe.
„Aufgetankt“ wird nachts. Nur nachts! Und nur in der
Horizontalen, wenn sich die Muskeln lockern und die
Blutgefäße erweitern. Dann funktionieren der Abtransport der
Schlacken und das Einsickern von Nährstoffen. Wenn die Basis
für die Nachtruhe stimmt und das Bettensystem Ihnen die Chance zum
Regenerieren gibt, stehen Sie morgens erholt und munter auf. Das
morgendliche Wohlbefinden ist ein riesiges Plus für Ihre
Wirbelsäule, denn schlechte Stimmung schlägt wiederum aufs
Kreuz.
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Liegen Sie richtig?
Richtig gut? Wohlig weich, oder doch lieber hart? Was ist
gesünder, erholsamer und entspannender? Es kommt ganz darauf an:
Ihr Rücken ist der Gradmesser. Auch Ihre Figur, Ihr Gewicht, Ihre
bevorzugte Schlaflage beeinflussen die erholsame Nachtruhe.
„Körpergerecht“ ist das passgenaue Stichwort. Schmiegt
sich Ihre Matratze Ihrem Körper wie ein Maßanzug an?
Lässt sie Schulter- und Hüftbereich entsprechend Ihrer Statur
einsinken, während sie die Wirbelsäule stützt und ihre
natürliche Form stabilisiert? Nur die optimale Lagerung garantiert
geruhsamen Schlaf, bei dem Sie zugleich entspannt loslassen und Kraft
schöpfen können.
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Weich
oder hart?
So einfach lassen sich angenehmer Komfort und gesunder Schlaf nicht
definieren. Für schwerere Menschen ist eine härtere Matratze
empfehlenswert, für leichtgewichtige und ältere eine
weichere. Das ist aber nur die „Grobeinteilung“.
Tatsächlich kommt es auf die Ausgewogenheit von Weichheit und
Härte an, auf die hohe Punktelastizität; z.B. bei Seitenlage
auf die Nachgiebigkeit und Anpassungsfähigkeit im Schulter- und
Beckenbereich und auf die Stützkraft für eine gerade
ausgerichtete Wirbelsäule speziell im Taillenbereich, also in
Ihrer Körpermitte.
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Wachen
Sie nachts oft auf?
Schlafen Sie unruhig? Drehen und wenden Sie sich häufig?
Vielleicht fehlt Ihrer Matratze die Feinabstimmung. Dann entsteht
Druck, vielleicht sogar Druckschmerz, dem Sie durch ständigen
Haltungswechsel auf der Suche nach einer besseren Liegeposition
ausweichen. Weder Körper noch Geist finden Ruhe, und die
angespannte Wirbelsäule verhindert das Einlagern lebenswichtiger
Energiestoffe, die die Bandscheiben schützen und stärken.
Investieren Sie also in die Harmonie aus körpergerechter Matratze
und exakt abgestimmtem Lattenrost. Sie zahlt sich aus – und ist
meist gar nicht so teuer.
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Eine optimale Matratze besitzt eine hohe
Punktelastizität, d. h.
sie gibt je nach Druck – z. B. durch Schulter oder
Hüfte – nach, passt
sich der Körperkontur optimal an und unterstützt
somit die Wirbelsäule
in ihrer natürlichen Form. |
Matratzen
nach Wahl:
Die einfachste Variante ist die Federkernmatratze, die das Gewicht eher großflächig verteilt.
Bei der Taschenfederkernmatratze ist jede Feder in eine eigene Tasche
gehüllt. Hier ist die Gewichtsverteilung exakter und gezielter.
Naturfasermatratzen aus Kokos, Kapok, Rosshaar und Hanf sind meist aus
verschiedenen, übereinander liegenden Schichten aufgebaut, die
untereinander versteppt und daher etwas härter verarbeitet sind.
Deshalb sind sie eher für Bauch- und Rückenschläfer
geeignet. Je nach Material bieten sie besondere Vorzüge für
das Schlafklima und für Allergiker.
Die hochelastische Latexmatratze passt sich dem Körper an. Ihr
Gesamtgewicht ist allerdings hoch, daher ist sie eher unergonomisch in
der Handhabung. Entgegen landläufiger Meinung wird das
Naturprodukt Kautschuk grundsätzlich, auch aus
Haltbarkeitsgründen, durch hohe Anteile synthetischer Stoffe
ergänzt.
Die Schaumstoffmatratze unterstützt den Körper optimal.
Luftkammern sorgen für ein gesundes Bettklima. Durch die
Einteilung in weichere und härtere Zonen stützt sie oder gibt
nach – genau da, wo es darauf ankommt.
Matratzen aus viskoelastischem Hightech-Material – so genannte
Astronauten-Matratzen – besitzen eine enorme
Punktelastizität. Das Material, man nennt es auch
Formgedächtnisschaum, reagiert auf Körpertemperatur und
Gewicht und passt sich durch Verformung dem warmen Körper exakt
an. Nachteil: Es bilden sich Kuhlen, in denen sich die Wärme
staut. Für Menschen, die leicht schwitzen, ist das ein
Gegenkriterium, auch wenn die meisten dieser Matratzen mit Kanälen
für den Abtransport von Feuchtigkeit ausgestattet sind. Weil sich
die Körperformen in der Matratze „festzeichnen“, wird
die natürliche Positionsveränderung im Schlaf ein wenig
erschwert. Daher kombinieren innovative Hersteller verschiedene
Materialien, z. B. die obere Liegefläche aus punktelastischem
Material, darunter eine klimatisierende Mittelschicht und
schließlich eine stützend nachgebende Schaumstofflage als
Basis. Dies sorgt für eine optimale Körperunterstützung
mit gutem Klima und Bewegungsfreiheit.
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Die flexiblen Elemente einer Unterfederung
sorgen für eine punktuelle Druckentlastung.
Die einzelnen Federelemente
lassen sich bei Bedarf individuell einstellen.
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Lattenrost,
Matratze und Kopfkissen müssen zusammen passen
Jede Matratze braucht den idealen Lattenrost, der auf ihre positiven
Eigenschaften abgestimmt ist und diese möglichst noch
verstärkt. Wählen Sie einen hochwertigen, metallfreien
Holz-Lattenrost mit elastischen Federholzleisten für weichere oder
härtere Einstellung und mit verstellbarem Kopf- und Fußteil.
Wenn bei Ihrem Lattenrost die elastischen Leisten nicht mehr nach oben
gewölbt sind, brauchen Sie dringend einen neuen. Noch flexibler
sind Unterfederungen, die die punktgenaue Abstützung von Matratzen
verstärken. Aneinander gereihte, geräuschlose
Kunststofffedermodule erzielen eine optimale Liegebalance und sorgen
gleichzeitig für bestmögliche Unterlüftung.
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Schmale Kissen schmiegen sich in
Seitenlage zwischen Kopf und Schulter und sind deshalb den quadratischen
Standardmaßen vorzuziehen.
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Suchen
Sie jetzt noch nach dem angenehmsten aller Kopfkissen, das Kopf und
Nacken unterstützt. Achten Sie auf Form und Material des Kissens.
Lässt es sich knuddeln? Schmiegt es sich in Seitenlage exakt in
die Kuhle zwischen Ohr und Schlüsselbein? Füllt es diesen
Hohlraum komplett aus? Ein Kissen mit 40 x 80 cm stützt Nacken und
Kopf meist besser als das mit einem Standardmaß von 80 x 80 cm.
Es sollte nicht unter den Schultern bzw. dem Rücken liegen. Ob
Feder- oder Kunststofffüllung, hängt vom persönlichen
Wohlbefinden ab. Viele Hersteller bieten besonders geformte und in der
Größe unterschiedliche Kissen, speziell für Bauch-,
Seiten- und Rückenschläfer. |
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Lassen
Sie sich intensiv beraten
Testen Sie, liegen Sie Probe. Nutzen
Sie jeglichen Service, den Ihnen Fachgeschäfte bieten, und genießen Sie
dann das neue Schlafgefühl, das für Ruhe, Kraft und ungestörte
Lebensqualität sorgt. Nacht für Nacht und über den Tag hinaus.
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Jetzt
aber raus aus den Federn!
Nein, warten Sie noch einen Moment: Schlagen Sie die Bettdecke noch
nicht zurück. Genießen Sie noch ein wenig die Wärme und
bereiten Sie sich bewusst, vor allem körperbewusst, auf den Tag
vor. Dabei helfen Ihnen ganz einfache Übungen, ohne großen
Aufwand, ohne zusätzliche Hilfsmittel. Gleich morgen früh
können Sie die folgenden zwei ausprobieren, die von einer
Physiotherapeutin des Heilbades Krumbad für Sie zusammengestellt
wurden: Sie liegen entspannt auf der Matratze, das Kissen so unter den
Nacken geschoben, dass Sie es als bequem empfinden. Winkeln Sie die
Beine an. Die Arme liegen parallel zum Oberkörper.
Heben Sie das Becken ganz leicht an und lassen es locker in beide Richtungen kreisen. Legen Sie das Becken ab und entspannen kurz.
Die
Handinnenflächen schauen nun Richtung Zimmerdecke. Drücken
Sie, so kräftig Sie können, Arme und Schultern in die
Unterlage. Der Hals bleibt dabei gerade. Dann entspannen und zwei- bis
dreimal wiederholen. Diese Übung kräftigt den ganzen
Körper und unterstützt die Aufrichtung des Oberkörpers.
Während des gesamten Tages hält der Mensch bei all seinen
Tätigkeiten die Arme nach innen oder nach hinten gedreht. Diese
entgegengesetzte Haltung, das sich Öffnen, die Anspannung und das
Loslassen unterstützen die Wirbelsäule und geben ihr Kraft.
Wohliges Dehnen und Recken nach den Übungen entspannt die Muskeln und weckt die Lebensgeister.
Es gibt viele Übungen, die ohne große Anstrengung in den
Alltag eingebaut werden können. Sie sind leicht zu erlernen
– zum Beispiel in einem qualifizierten Rückenschule-Kurs in
Ihrer Nähe.
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Das Plus
fürs Wohlbefinden
Wir verbringen ein Drittel unseres Lebens im
Schlaf. Durch gute Schlafqualität können
Rückenbeschwerden,
Verspannungen und Schlafstörungen behoben werden. Und das
Plus: Sie
schlafen ruhiger, Ihr Körper erholt sich besser,
schöpft neue Kraft und
Sie starten munter in den Tag. |
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Eva
Streit
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Buchtipp:
Rückenschule –
Rücken stärken, Haltung und Figur verbessern,
Dr. Jenny Sutcliffe, Oesch Verlag, 9,95 Euro, 96 Seiten, 200
Abbildungen, ISBN 978-3-0350-3030-3 |
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go longlife! Ausgabe 6/08
Fotos: jupiter images, mauritius, Premium, Lattoflex, FROLI, Hülsta
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