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Bauen, anlegen, versichern Die aktuellen Tipps rund ums Geld |
Grüne Fonds: Mit Kraft aus der Krise Finanzexperten beurteilen die künftige Entwicklung von Öko- und Nachhaltigkeitsfonds überaus positiv. Anleger, die nicht nur überdurchschnittliche Erträge einstreichen, sondern bei ihren Investments auch noch ein gutes Gewissen haben wollen, sind mit „grünen Fonds“ gut bedient. Die Gründe: Die Erderwärmung nimmt rapide zu, ebenso der energiebedingte Ausstoß von CO2. Gleichzeitig sorgen schnell wachsende Bevölkerungszahlen dafür, dass immer mehr Ressourcen benötigt werden. Das heißt, die Ausgaben für Umwelt- und Klimaschutz werden weltweit stark steigen, entsprechend die Nachfrage an grünen Fonds. Das bestätigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). |
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Baufinanzierung: günstig wie selten Bei der anhaltenden Finanzmarktkrise gehören Bauherren und Immobilienkäufer zu den Gewinnern, denn das notwendige Baugeld ist so billig wie fast nie zuvor. Die Hypothekenzinsen bewegen sich in Deutschland teilweise auf der Höhe des Allzeittiefs vom Herbst 2005, als Bauherren Geld für einen Zinssatz von 3,5 Prozent geliehen bekamen. Allerdings haben Verbraucherschützer festgestellt, dass die Zinsschnäppchen für den Hausbau oder Wohnungskauf nicht an jeden Interessenten in voller Höhe ausgezahlt werden. So meint Stiftung Warentest: „Die besten Zinsen gelten für einen Kredit bis zu maximal 60 Prozent des Immobilienwertes. Um ihn zu bekommen, müsste der Kreditnehmer mindestens 40 Prozent des Kaufpreises und zusätzlich die Nebenkosten für Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren aus eigenen Mitteln aufbringen.“ Eine günstige Alternative zur vollständigen Finanzierung von Bau- und Renovierungsarbeiten stellen zur Zeit öffentliche Fördermittel der KfW-Bankengruppe sowie der Förderbanken der Bundesländer dar. |
Krankenzusatzversicherungen: Auf die richtige Auswahl kommt es an Mit den Basisleistungen ihrer gesetzlichen Krankenkasse sind die wenigsten Versicherten zufrieden. Schon mehr als 20 Millionen private Zusatzversicherungen haben Kassenpatienten deshalb abgeschlossen. Vor allem Zahnzusatzversicherungen boomen, weil die Krankenkassen seit 2005 nur noch Festzuschüsse bezahlen. Experten raten, die Bedingungen genau zu prüfen. Denn es kommt vor, dass ein Kunde für Kronen und Brücken einen hohen Zuschuss bekommt, für Inlays oder für Implantate dagegen wenig. Häufig schränken Versicherer ihre Leistungen zusätzlich durch Höchstgrenzen ein. Als Muss unter den Zusatzpolicen wird von Verbraucherschützern die Auslandsreise-Krankenversicherung angesehen, denn der Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung reicht selbst innerhalb der EU nicht weit genug. Als sinnvoll sehen Experten darüber hinaus eine private Krankentagegeldversicherung an. Denn nur in den ersten sechs Krankheitswochen erhalten Patienten Lohnfortzahlungen vom Arbeitgeber. |
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Neues Erbrecht stärkt den Willen des Verstorbenen Die Erbrechtsreform gilt ab 1. Januar 2010. Carsten Kock, Experte für Ruhestandsplanung bei AXA, empfiehlt deshalb, die Neuregelungen bereits jetzt im Testament zu berücksichtigen. Das sind u.a.: Die
Pflegeleistungen für Eltern und Großeltern werden besser
berücksichtigt. Gesetzliche Erben, die den Verstorbenen gepflegt
haben, erhalten künftig einen höheren Erbanteil. Schenkungen zählen ab 2010 nicht mehr in voller Höhe zur Berechnung des Pflichtteils. Der Pflichtteil kann per Testament einfacher entzogen werden. Die
Verjährung Familien- und erbrechtlicher Ansprüche wird auf
die Regelverjährung von drei Jahren angepasst (nur in
Ausnahmefällen 30 Jahre). Die
Rechtsposition des Erben wird durch eine Erweiterung der
Stundungsgründe in Fällen „unbilliger Härte“
gegenüber den Pflichtteilsberechtigten gestärkt. So wird
vermieden, dass eine Immobilie oder ein Unternehmen verkauft werden
muss, um den Pflichtteilsberechtigten auszahlen zu können. Carsten Kock von AXA rät, das Thema Erben bei der Ruhestandsplanung zu berücksichtigen. „Eine klare Erbregelung hilft, Streit zu vermeiden“, so der Experte. Das Testament sollte rechtlich sicher verfasst, die Erbenordnung und Besonderheiten für Ehepartner genau geregelt sein. Weitere Informationen unter www.bmj.bund.de |
| go longlife!-Ausgabe 5/09 Fotos: getty images, mauritius, premium, made |