SPOT ON im museum kunst palast



Eine neue Ausstellungsreihe in mehreren Zyklen mit dem Titel „spot on“ zeigt das museum kunst palast in Düsseldorf. Im Rhythmus von einem halben Jahr werden verschiedene Bereiche in den Räumlichkeiten des museum kunst palast für besondere Aktivitäten genutzt. Ohne sich auf eine Gattung zu beschränken, erhalten die Besucher einen vielseitigen Blick auf die Kunst der Vergangenheit und Gegenwart. Unterschiedlichste Objekte in den offenen und lebendigen Räumen der Ausstellung machen Lust, auf Entdeckungsreise zu gehen und sich von den künstlerischen Variationen inspirieren und verführen zu lassen.


Abstrakte, geometrische oder von der Natur geformte Elemente:
die Arbeiten des Künstlers Felix Droese.


Im Vordergrund des ersten Zyklus, der bis zum 9. November gezeigt wird, stehen Neuerwerbungen und Präsentationen besonderer Werkgruppen, aber auch Video-Programme und Performances von Künstlern und Künstlerinnen, die eine besondere Beziehung zu Düsseldorf haben oder hatten. So sind die Re-Installation der Biennale-Arbeit von Felix Droese, der Eurasienstab von Joseph Beuys sowie die Wandinstallation der in Düsseldorf lebenden chilenischen Künstlerin Sandra Vásquez de la Horra nur einige der Kunstwerke, die die Besucher im ersten Zyklus neben Arbeiten von Wolfgang Tillmanns und der Gruppe ZERO in ihren Bann ziehen wollen.


Gefahr und Schönheit im Objekt vereint

So präsentiert z.B. das Glasmuseum Hentrich, das im museum kunst palast eingegliedert ist und eine der größten Glassammlungen Euro-pas beherbergt, einen Streichelzoo der besondere Art, gefertigt von der Glaskünstlerin Marta Klonowska. Aus einer Vielzahl von Glassplittern gestaltet die deutsch-polnische Künstlerin, die u.a. an der Akademie der Schönen Künste in Breslau und an der Kunstakademie in Düsseldorf studierte, faszinierende Skulpturen, die den Betrachter in eine „gläserne Fantasiewelt“ einladen. Aus alten Gemälden übernimmt sie einzelne Elemente und setzt diese in dreidimensionale Körper aus Glas um. Die auf den ersten Blick liebenswürdigen Tiere entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als abwehrende, distanzierende Objekte, die dennoch ihre positive Ausstrahlung, ihre Kraft und Ruhe bewahren. Es entsteht eine seltsam ambivalente Stimmung. Scharfkantige Gestalten, wie das Fabelwesen aus einer Versuchung des Heiligen Antonius von Franz Francken II d. J., das auf seinem langen Entenschnabel bläst, zeigt eindrucksvoll das Spiel mit der Vereinigung von Schönheit und Gefahr.

Erst auf den zweiten Blick erkennbar:
die Unberührbarkeit des Fabelwesens durch
seine messerscharfen Glaskanten.



Jubiläums-Sonderausstellung Fotografie

Ein weiteres „spot-Licht“ setzt der neue Zyklus etwa auf die Fotoarbeiten der sich 1966 aufgelösten Vereinigung „ZERO Künstlergruppe“, die anlässlich des 50. Geburtstages unter dem Titel „ZERO in der Fotografie“ gezeigt werden. In den 60iger Jahren machte ZERO, gegründet von Heinz Mack und Otto Piene, mit avantgardistischen Werken auf sich aufmerksam. Weitere Mitglieder waren Günther Uecker und Hermann Goepfert.


Experimentierlust + Technik-
begeisterung = ZERO


Weitere Informationen:
Stiftung museum kunst palast
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Email info@museum-kunst-palast.de
www.museum-kunst-palast.de
Öffnungszeiten: Di-So 11-18 Uhr





Fotos: Manos Meisen, VG Bildkunst, Bonn/ museum kunst palast/ Hartmut Rekort