| Dem Frühling entgegenreisen: Kroatien erleben |
Wärmende
Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher, saftiges Grün: Viele Menschen
fiebern der Frühlingszeit mit Vorfreude entgegen. Während
warme Temperaturen hierzulande noch auf sich warten lassen, kann
man in anderen Gegenden Europas schon jetzt angenehme
Frühlingsluft schnuppern – zum Beispiel in Kroatien. Wer
zusätzlich noch Kultur und beschauliche Ruhe genießen
möchte, findet dies in Istriens Hinterland, denn von 17 Millionen
Übernachtungen entfallen nur etwa 90.000 auf diese Region.![]() Kaum zu glauben, dass nur wenige Kilometer von der lebhaften Küste Kroatiens mit Märkten und Co das Mittelalter zu finden ist. Zumindest optisch, denn der Anblick der steinernen Bergstädtchen, die wie graue Adlerhorste auf den bewaldeten Hügeln kleben, hat sich seit 2000 Jahren nur wenig verändert. Und weil die Römer diese Städte als Schutzburgen erbauten, von deren Mauern Eroberer und Plünderer rasch erspäht werden konnten, bieten sich auch dem heutigen Besucher eine Vielzahl wunderbarer Aussichten. Zwischen den kleinen Orten Roc und Hum – der kleinsten Stadt der Welt – würdigen neun Denkmäler die älteste slawische Schrift „Glagoliza“, die hier um 900 kultiviert wurde. Etwa auf halber Wegstrecke zweigt eine schmale Straße Richtung Kotli ab und führt zum Oberlauf der Mirna – dem größten Fluss Istriens –, der in türkisfarbenen kleinen Wasserfällen bergab plätschert. Bei Käse und Wein kann man das Naturschauspiel vom Garten der Konoba Kotlic aus, einem schön gelegenen Restaurant, beobachten. Und falls sie doch einen Abstecher an die Küste machen möchten: Das Urlaubsstädtchen Novigrad in Istrien wurde von den Griechen vor allem wegen seines tiefen, geschützen Hafens geschätzt. Auch Byzantiner, Franken, Franzosen, Italiener und Österreicher fanden Gefallen an dem Fischerdörfchen und hinterließen ein reiches kulturelles Erbe: den mittelalterlichen Bootshafen, die zinnengekrönte Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert, den barocken Patrizierpalast oder die Basilika mit ihrer romantischen Krypta und einem Abbild des Campanile von Venedigs Markuskirche. ![]() Geheimtipp für Radler und Wanderer: Wer nicht nur kultur-, sondern auch sportbegeistert ist, hat die Möglichkeit, auf einer historischen Bahntrasse über hohe Schluchten, durch fruchtbare Täler und mittelalterliche Dörfer zu radeln oder zu wandern. Die stillgelegte Trasse der zu Monarchiezeiten erbauten Parenzana-Schmalspur-Eisenbahn sorgt nach mehr als siebzigjährigem Dornröschenschlaf wieder für Bewegung: Zwischen den Hafenstädten Koper und Porec erstreckt sich die grenzüberschreitende „Route der Gesundheit und Freundschaft“ über 38 slowenische und 60 istrische Streckenkilometer. Fotos: ART, Tourismusverband Istrien |