Partner auf Zeit: Patenhunde aus dem Tierheim



Der liebevolle Umgang mit Haustieren erhöht erwiesenermaßen die Lebensqualität der Besitzer. Ihre meist einfühlsame Art ihren "Herrchen und Frauchen" gegenüber kann psychische Belastungen reduzieren und wirkt gegen Einsamkeit. Aktuelle Studien haben ergeben, dass Hunde, Katze & Co. sogar das Herzinfarktrisiko ihrer Halter verringern können. Deshalb setzen inzwischen immer mehr Ärzte auf die "Heilkraft" der Tiere*.


Raus aus der Einsamkeit: Wer eine Patenschaft für einen Tierheim-
hund übernimmt, knüpft beim Gassigehen schnell und einfach
Kontakte zu anderen Hundehaltern. 



Gute Gründe, sich einen Hund anzuschaffen. Doch häufig lassen Wohnverhältnisse oder Gesundheitszustand keine dauerhafte Haltung zu. Damit es trotzdem mit einem treuen Gefährten klappt, gibt es Patenschaften für Tierheimhunde. Das bedeutet, Sie übernehmen die Fürsorge für ein Tier mit regelmäßigem Gassigehen oder Wochenendbesuchen des Hundes bei Ihnen zuhause. Das ist von Tierheim zu Tierheim unterschiedlich.

"Grundsätzlich kann jeder eine Patenschaft für einen Tierheimhund übernehmen", erklärt Dr. Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund. "Wichtig ist, dass die Person tierlieb und in der Lage ist, Verantwortung für das Tier zu übernehmen." Erfahrungen im Umgang sind dabei zwar gut, aber nicht zwingend notwendig. Vor Beginn der Patenschaft berät Sie ein Mitarbeiter des Tierheims, welcher Vierbeiner am besten zu Ihnen passt. "Auch später hilft das Tierheim beim Umgang mit dem Hund", versichert Dr. Katrin Umlauf.

Von der Patenschaft profitiert nicht nur der Mensch: Die Hunde erhalten abwechslungsreiche Beschäftigung und aufgrund des regelmäßigen sozialen Kontakts steigen ihre Chancen, vermittelt zu werden. Nicht selten kommt es vor, dass aus einer Patenschaft eine Adoption wird.



Weitere Informationen und Adressen von Tierheimen in Ihrer Nähe erhalten Sie auf der Internetseite des Deutschen Tierschutzbundes unter www.tierschutzbund.de.


*Mehr zum Thema  "Tiere als Therapeuten" erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe go longlife! 1/09 oder hier



Bild: IVH e.V.