Schlafgewohnheiten: Wie schlafen die Deutschen?



Die Deutschen haben nicht unerhebliche Schlafprobleme und sind ein Volk der „Seitenschläfer“. Zu diesen Ergebnissen kam eine deutschlandweite Studie des Infoservice „Erholsamer Schlaf“ anlässlich des Weltschlaftages am 20. März 2009. Befragt wurden rund 1.000 Männer und Frauen zu Schlafkultur und Schlafqualität.

Nahezu Einigkeit herrscht etwa bezüglich der angenehmsten Schlafstellung: 80 Prozent bevorzugen die Seitenlage. Die beliebteste Schlafkleidung ist der Pyjama – vor dem Nachthemd und dem T-Shirt. Nur fünf Prozent der Befragten schlafen nackt, jedoch über die Hälfte bei offenem Fenster und sogar drei Viertel der Deutschen schlafen am liebsten bei kühlen Raumtemperaturen.

Befragt nach der Qualität ihres Schlafes sprach fast die Hälfte der über 50-Jährigen von Einschlaf- und Durchschlafstörungen. In dieser Altersgruppe könnten solche Schlafprobleme mit einer reduzierten Produktion des körpereigenen „Schlafhormons“ Melatonin zusammenhängen. Es regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus.


Ein Blick in deutsche Schlafzimmer zeigt, dass Menschen ab 50 Jahren
besonders häufig an Schlafproblemen leiden. 


Immerhin fühlen sich 11 Prozent der Interviewten aufgrund ihres schlechten Schlafes am nächsten Tag nicht erholt. Dazu erklärt Professor Dr. med. Claudia Trenkwalder, ärztliche Leiterin an der Paracelsus Elena-Klinik, Kassel: „Nicht erholsamer Schlaf kann das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, darüber hinaus auch seelische und körperliche Probleme nach sich ziehen.“ Die Neurologin ist Mitglied des internationalen Komitees des Weltschlaftages 2009, dessen Ziel es ist, medizinische Fachkräfte und die breite Öffentlichkeit über die Bedeutung des gesunden Schlafes und von Schlafstörungen aufzuklären.
Die detaillierten Ergebnisse der Emnid-Umfrage sind nachzulesen unter www.erholsamschlafen.de.


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