| Außergewöhnliche Ausstellungen im Frühjahr 2010 |
Archäologische Sensationsfunde, vom Menschen unberührte Schätze, beeindruckende Meisterwerke: In der ersten Monaten des neuen Jahres haben Museen Eindrucksvolles zu bieten. go longlife! hat Ihnen einige der interessantesten und ungewöhnlichsten Ausstellungen des Frühjahrs zusammengestellt. |
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MexikoTeotihuacan – Geheimnisvolle Pyramidenstadt Museum Rietberg (Zürich) 21. Februar – 30. Mai 2010 Teotihuacan war einst die größte Stadt im präkolumbischen Amerika. Zwischen 100 und 650 n. Chr. war die Stadt eine kulturelle und wirtschaftliche Großmacht. Eine breite Prozessionsstraße bildete die Hauptachse der schachbrettartig angelegten Stadt, die die beiden gewaltigsten Bauwerke Mesoamerikas verband: die Pyramide der Sonne und die Pyramide des Mondes. Die Blütezeit von Teotihuacan währte über 500 Jahre. Im 7. Jahrhundert kam es zu einer verheerenden Brandkatastrophe, die den Niedergang einleitete. Diese umfassende Ausstellung zu Teotihuacan präsentiert rund 450 Objekte aus Mexiko: Farbenprächtige Wandmalereien, kostbare Tongefäße, Steinskulpturen, aus Obsidian geschnittene Figuren und wunderbaren Schmuck. Die Schau ermöglicht zudem einen ersten Blick auf kürzlich entdeckte, spektakuläre Funde wie die prachtvollen Opfergaben aus der Sonnen- und Mondpyramide sowie aus dem Tempel der Gefiederten Schlange. ![]() Vor über 1500 Jahren wurde diese Maske aus Stein mit Einlegearbeiten aus Türkis, Amazonit und Obsidian gefertigt. . Weitere Informationen unter www.rietberg.ch. |
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Genuss und Rausch in der indischen MalereiMuseum Rietberg (Zürich) 12. Januar – 2. Mai 2010, Park-Villa Rieter Tabak, Betel, Wein, Hasch, Opium: Bei den Indern dienten Rauschsubstanzen nicht nur dem Genuss und der Benebelung der Sinne, sondern hatten vor allem auch soziale und religiöse Funktionen. Gläubige opferten Wein oder konsumierten bhang (Cannabis), um im Rausch mit dem Göttlichen in Berührung zu kommen. Tauchen Sie ein in die damalige Welt von Genuss und Rausch! Schauen Sie in dieser kulturhistorischen Ausstellung Shiva und seiner Gattin Parvati über die Schulter, wie sie Hanfbrei durch Baumwolltücher filtern und einen berauschenden Trank zubereiten, oder begleiten Sie Opiumkonsumenten auf Mäusejagd. Die kulturhistorische Ausstellung widmet sich den verschiedenen Aspekten von Genuss und Rausch in der indischen Malerei. ![]() Tauchen Sie ein in die Welt von Genuss und Rausch! Lassen Sie sich von den nordindischen Bildern des 16.–19. Jahrhunderts in der lauschigen Park-Villa Rieter stimulieren. ÜBRIGENS: Im Museum Rietberg ermöglichen zahlreiche Freizeit- und Bildungsangebote Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen leichten Zugang zu den Kunstwerken und damit zu fremden Kulturen. Kinderworkshops, Familienführungen, Kunstbetrachtungen, gestalterische Kurse und die Offene Werkstatt laden zum Mitmachen ein. Weitere Informationen finden Sie unter www.rietberg.ch. |
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„Schätze des Alten Syrien – Die Entdeckung des Königreichs Qatna“Landesmuseum Württemberg (Stuttgart) 17. Oktober 2009 bis 14. März 2010 Erstmals in Europa zeigt das Landesmuseum Württemberg einen archäologischen Sensationsfund aus der antiken Königsstadt Qatna, einer blühenden Handelsmetropole im Herzen Syriens. Unter den Resten einer monumentalen Palastanlage entdeckten Archäologen 2002 eine unberaubte Königsgruft. Diese Ausstellung präsentiert die bedeutendsten Objekte aus dieser Grabkammer, die 3500 Jahre lang verborgen und von Menschen unberührt waren: Waffen, kostbar verzierten Schmuck, mit Purpur gefärbte Stoffe, Rollsiegel, wertvolle Gefäße und ein Archiv von Keilschrifttafeln. Den Höhepunkt bildet die Rekonstruktion des Herrschaftssitzes und der Grabkammer. Darüber hinaus vermitteln Animationen und Inszenierungen einen anschaulichen Eindruck vom Leben im bronzezeitlichen Syrien mit seinen religiösen Vorstellungen, dem Totenkult, dem Alltagsleben im Handel und Handwerk und dem weitreichenden kulturellen Austausch im Vorderen Orient. ![]() Wahrscheinlich wurde dieses Schmuckelement aus Gold mit Einlagen aus Lapislazuli und Karneol auf einem Arm- oder Kopfband getragen. Sie ist, obwohl sie sich an ägyptischen Schmuckarbeiten orientiert, vermutlich ein Produkt der Hofwerkstatt von Qatna. Weitere Informationen: www.landesmuseum-stuttgart.de |
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Nude Visions – 150 Jahre Körperbilder in der FotografieMuseum für Kunst und Gewerbe (Hamburg) 29. Januar – 25. April 2010 Das Abbild des unverhüllten menschlichen Körpers strahlt seit jeher eine große Anziehungskraft aus. Die Ausstellung „Nude Visions“ lädt den Besucher ein zu einer Reise durch eine Sammlung von Körperbildern aus 150 Jahren. Zu sehen sind mehr als 250 Originalfotografien, Bücher und Mappenwerke mit gedruckten Aktstudien, darunter Meisterwerke aus jeder Epoche. Die Ausstellung illustriert den Wandel von Schönheitsidealen und Moralvorstellungen und offenbart die stetige Gratwanderung zwischen Aufklärung, Anregung und Schaulust. ![]() 150 Jahre Körperbilder: Hier darf Marilyn Monroe – Sexsymbol und Filmikone des 20. Jahrhunderts – natürlich nicht fehlen. Weitere Informationen: www.mkg-hamburg.de |
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Fenomen IKEAMuseum für Kunst und Gewerbe (Hamburg) 06. November – 28. Februar 2010 Schöne, praktische, preiswerte Möbel für alle! Diese Idee ist fast so alt wie die industrielle Produktion von Wohnungseinrichtungen. IKEA stellt sich diesem Anspruch seit Beginn seiner über 60jährigen Geschichte. Erfolg und Bekanntheit der größten Möbelmarke der Welt veranlassen das Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) jetzt zu fragen, wie nah das nordische Unternehmen den Vorstellungen von Werkbund, Bauhaus und deren Nachfolgern kommt. Im Mittelpunkt der großen Ausstellung stehen die frühen IKEA-Möbel der 50er und 60er Jahre, die erfolgreichsten Produkte der 70er und 80er und viele Exemplare der Designer Kollektion PS. Ihnen werden exemplarisch Designklassiker anderer Firmen gegenüber gestellt, die vergleichbar und doch ganz anders sind. So werden Inspirationsquellen, Fortentwicklungen, Material- und Produktionsentscheidungen deutlich, die den einzelnen Entwürfen zu Grunde liegen. ![]() Billy, Freden, Smögen & Co: In der Ausstellung "Fenomen IKEA" gibt es IKEA-Möbel aus sechs Jahrzehnten zu sehen. Weitere Informationen: www.mkg-hamburg.de |
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| Januar 2010 Fotos: Landesmuseum Württemberg, Hendrik Zwietasch, Peter Frankenstein / INAH, Mexico, Martirene Alcántara / MKG Hamburg / IKEA |